Axanar auf Messers Schneide

27 01 2016

Es war zu erwarten, dass Paramount eines Tages anklopft und sich ein wenig ungehalten zeigt über diese Fanproduktion. Ich kann Paramount sogar verstehen, denn mir würde es auch nicht gefallen, wenn jemand Waldsee neu schreibt und damit Geld macht und ich gehe leer aus. Ach so, das haben wir ja eh aktuell als Plagiats-Thema … doch dazu ein anderer Eintrag.

Abgesehen von Disney, die ja grundsätzlich keinen Spaß verstehen, sehen die meisten Rechteinhaber bei Fanproduktionen  weg, es ist ja auch Werbung für sie, bindet die Fans und lässt die Gemeinde wachsen. So lange, bis ein kommerzieller Zweck verfolgt wird. Oder die Sache tatsächlich kommerziell zu werden droht, weil sie, wie in diesem Fall bei Axanar, derart professionell gemacht ist, dass die Rufe (so wie auch meiner wenige Einträge zuvor) immer lauter werden, diesen Film im Kino sehen zu wollen anstatt des neuen Abrams. Es war also abzuwarten, bis es Knatsch gibt. Und damit haben die Axanar-Macher natürlich gerechnet und möglicherweise sogar genug Kohle im Ofen, um es auf einen Rechtsstreit ankommen zu lassen, der unter Umständen sogar Jahre dauert. Zumindest wurde eine renommierte Anwaltskanzlei damit beauftragt. Ich fürchte dennoch um das Projekt, vor allem hinsichtlich der möglicherweise verstreichenden Jahre.

Meiner Ansicht nach könnte Paramount das Geld für den Rechtsstreit sinnvoller anlegen: Indem es sich an der Produktion beteiligt. Axanar steht nicht in Konkurrenz zur Hauptreihe, da keine der bekannten Hauptfiguren vertreten sind und die Schlacht bei Axanar nur einmal irgendwann kurz erwähnt wurde. Also wäre es doch super für alle Beteiligten: Filmmacher, Paramount und Fans, wenn das Ganze als „Spin-Off“ übernommen würde und ins Kino käme, als Wartezeit zwischen ST III und ST IV.

Ja gut, aber was zählt schon Vernunft. Total überbewertet. Oder legen es die Axanar-Macher vielleicht sogar darauf an?

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1 Antwort zu “Axanar auf Messers Schneide”

27 01 2016
RoM (14:46:08) :

NuqneH, Uschi.
Weil den Machern die Professionalität Ihres gemeinsamen Werks (zusammen mit all den Geldgebern) ein Wert ist, wäre vielleicht eine rechtzeitige Vereinbarung mit den Rechteinhabern sinnvoller gewesen. Sinnvoller zumindest als nun gemeinsames Geld in eine Anwaltskanzelei, für zig Jahre Rechtsstreitigkeiten zu stecken.
Würde natürlich voraussetzen, daß die Anzüge bei Paramount zur Kooperation, oder zumindest zur Tolerierung bereit wären. Aber kreatives Denken, gar Phantasie ist in solchen Kreisen eher suspekt.
Also wird das Projekt wohl eher versanden…

Der Trailer zum neuen Star Trek* läßt mich nach wie vor kalt; Kirk bleibt ein Unsympath & Martial Arts wirken irgendwo wie ein Gimmick?! Das Beste an dem Trailer bleibt die Musik der Beasty Boys. 😀

*den ich mir bei jeder Star Wars-Vorstellung so ansehe

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