Manowar in München

23 01 2016

IMG_20160122_203754Die Band gibt es ja seit 1980, und fast genauso lang kenne ich sie auch. Bandgründer Joey hat sich seinerzeit von dem berühmtesten Rennpferd der US-Geschichte Man O’War zum Namen inspiriren lassen. Angefangen hat alles mit der Vorband zu Black Sabbath, und von da an, wie es der Bandname auch erwarten lässt, folgte viel Vollmundiges und der Wert auf True Metal. Was ich an Manowar schätze ist bei allem Krach die Musikalität, Hymnisches und Episches. Insofern haben die „alten Knacker“ auch gestern wieder ordentlich was auf die Platte gebracht, ohne Pause 2 Stunden durch, mit hervorragendem optischen Szenario. Akustisch gibt es vom rein technischen her auf meiner Seite ein wenig Mecker; zu Beginn war die Akustik nicht gut eingestellt und bei den Soli gab es Aussetzer. Im Großen und Ganzen aber war es ok. (Ach, und was mich tierisch genervt hat – es wurde zigarettengequalmt ohne Ende, es stinkt alles, und meiner Gesundheit ist das sehr abträglich.)

Die Zusammenstellung der Stücke war hervorragend, eines griff in das andere, und es wurden auch nur kurze und keineswegs überzogen lange, dafür umso mehr gepfefferte Soli geboten. Am Schluss, was sehr schön war, folgte eine Hommage an alle Bandbegleiter – angefangen bei Richard Wagner 😉 als Inspirationsquelle, dazu Orson Welles und Christopher Lee, die beide Sprechtexte mit aufgenommen hatten, verstorbene Bandmitglieder und Roadies und nicht zuletzt als Freund Lemmy, über den Joey auch eine Anekdote zu berichten wusste. Schöne Worte, begleitet von den üblichen Hassattacken gegen die Presse, die die Band seiner Ansicht nach immer zu Unrecht verreißt (zu laut … zu schnell … etc.), und die Liebeserklärung an seine deutschen Fans, verbunden  mit dem Versprechen, nächstes Jahr wiederzukommen. Darauf freue ich mich schon!

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3 Antworten zu “Manowar in München”

23 01 2016
RoM (19:55:17) :

Latha math, Uschi.
In den Jahren musikalischer Durchlauferhitzung wirken die alten Metal-Recken wie die Sturmbrecher an der Küste. Weniger die Mainstream-Berühmtheiten der ersten Reihe, als vielmehr die Arbeitstiere, denen es auch noch um die Musik gehen kann.
Wie war eigentlich das Publikum gemischt!? Veteranen, Mannen der ersten Stunden, oder auch Nachwuchs?!
Zumindest drei Mädels waren auch mit bei. 🙂

bonté

24 01 2016
Uschi Zietsch (11:06:29) :

Das Publikum war gemischt, hauptsächlich aber junge, überwiegend männliche Leute um die 20. Auch nicht sonderlich ausgefallen, sondern normal gekleidet, viele mit Manowar-Shirts und Jacken. Und eigentlich haben nur wir herumgehampelt, die standen recht still.

24 01 2016
RoM (13:26:17) :

…oha, ein kontemplatives Neu-Publikum; die Texte vielleicht noch einer sozio-kulturellen Analyse unterziehend… 😉
Das durchschnittliche Alter wird die Band aber auch so gefreut haben.
U n d die Damen haben Stimmung vorgemacht!

Meine aktuellen Filmempfehlungen wären übrigens ‚Ich Und Earl Und Das Mädchen‘, sowie ‚Legend‘.

bonté

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