Über das Grapschen

31 01 2016

In der SZ vom 30.1. ist ein lesenswerter Artikel über die Befindlichkeiten und der Entwicklung bzw. Änderung des Schamgefühls in Deutschland zu finden. Aufhänger ist das derzeit beliebte Wort „Grapschen“, das, wenn es so weiter geht, gute Chancen hat, zum Wort des Jahres zu werden, hierin stimme ich Verfasser Till Briegleb zu. Warum wird gegrapscht, und wie war das eigentlich früher? Es ist noch gar nicht so lange her, da griffen sogar Entertainer wie Harald Schmidt schon mal gern vor laufender Kamera bei einer Frau zu, der man ansieht, wie unendlich unangenehm und beschämend das für sie ist, die das jedoch, ihrer guten Erziehung gemäß, mit Lachen zu kaschieren versucht, anstatt ihm ordentlich eine reinzutreten. Natürllich hat sich auch sonst niemand darüber aufgeregt – das ist halt so, der darf das. Der Artikel streift die historischen Hintergründe und Entwicklungen und zieht Schlüsse daraus, wie der Umgang mit einer fremden Kultur, die unsere Gastfreundschaft genießt, stattfinden sollte, damit auch ein Lernprozess stattfindet – und dass die heutige Situation überhaupt nicht neu ist. Doch heute haben wir das Internet, das die Wahrnehmung deutlich verändert, Stimmung macht und beeinflusst. Zum Artikel „Schäm dich!“


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2 Antworten zu “Über das Grapschen”

31 01 2016
RoM (02:07:42) :

Hyvää iltaa, Uschi.
Für die Fraktion der tiefergehängten Testikel ist ja Höflichkeit per se schon „voll schwul“ – quer über alle Nationen. Respekt allenfalls ein „Mannbarkeitsding“. Dabei sind die zufällige verteilten Haselnüschen nie als Freibrief für Überlegenheitsgepose gedacht gewesen. Gehänge – na und!!?

Achtung den Frauen gegenüber sollte in seiner Selbstverständlichkeit klar sein. Daran gibt es kulturell nix zu deuteln – ähnlich wie bei den Menschenrechten.
Keiner ist ein Freiwild.

bonté

1 02 2016
Uschi Zietsch (11:40:39) :

Das Patriarchalische scheint im Menschen evolutionär immer noch verhaftet zu sein. Warum daraus Misogynie zu religiösem Zweck erwachsen muss, kann ich nicht verstehen

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