GarchingCon 12


Juhu! Endlich war es wieder soweit – nach 5 Jahren GarchingCon, und nach noch mehr Jahren wieder dort, wo er hingehört, denn 2018 war ja eigentlich der Exil-Con in Trudering. Das Dutzend ist damit voll, und voll war auch das Bürgerhaus vom 9.-11. Juni 2023. Die Voranmelderzahlen waren hoch, und schon an der Tageskasse am Freitag ging es hoch her.
Die Planungen im Vorfeld gediehen schon seit langem mit regelmäßigen Zoom-Meetings, bei denen alle organisatorischen Punkte abgeklopft und auf den neuesten Stand gebracht wurden.
Und am Freitag ging es dann los, mit vollgepacktem Auto, in dem auch Ella und Rambo, die beiden Möpse, Platz fanden.

Das Fabymobil wird beladen

Für mich und Andi Wolz gab es gesondert was zu tun – es sollte wieder einen Außer&Irdisch Auftritt geben: „Alias-Alien“! Das Storyscript musste fertiggestellt werden, PowerPoint erstellt – und geprobt musste werden!
Und das taten wir. Per Zoom und im Mai, an dem tatsächlich einzigen wettertechnisch schönen Wochenende, ging es heftigst zur Sache!

Zum Einstieg ging es erst mal ans Lernen …
Das Duo wieder vereint nach 5 Jahren im All …
Daniel B. Hofmeister setzt sich gegen Levia Magath zur Wehr …
… und zieht dann doch zurück, als sie ihren Mops einsetzt!
Ein Teil der benötigten Requisiten.

Je näher der Tag rückte, desto nervöser wurden wir – verständlicherweise. Denn es gab anderweitig so viel zu tun, dass gar nicht viel Zeit zum Weiterlernen blieb. Das Script musste auch noch mehrmals umgeschrieben und an die Gegebenheiten angepasst werden. Letztendlich aber haben wir dann doch fleißig gelernt und uns vorbereitet, und am Freitag um 13 Uhr war dann Generalprobe mit dem beteiligten Bühnenpublikum. Und wir haben festgestellt, dass wir gar nichts können. Also haben wir nochmal geprobt und festgestellt, dass wir überhaupt nichts mehr können. Und uns darauf besonnen, was auf unsere Shirts geschrieben stand: „I’m a Standup-Comedian“. Richtig! Die Handlung hatten wir verinnerlicht, und den Text haben wir dann spontan während des abendlichen Auftritts entwickelt – und schon hat’s funktioniert!!! Es hat viel Spaß gemacht, das Publikum hat gelacht, es gab sogar einmal Szenen-Applaus (die höchste Ehrung), und das Bühnen-Publikum hat prächtig mitgemacht: Rita Grünbein, Mark Kammerbauer und Thomas Krieger.

Wer mag das Alias-Alien sein? Foto (c) Jörg Ritter
Wir nehmen einfach einen mit! – Foto (c) Jörg Ritter
Ach, ein Teil reicht auch. – Foto (c) Jörg Ritter

Danach waren wir erleichtert, euphorisiert, und wir hatten uns ein Weißbier verdient. Ich war allerdings so müde und ausgelaugt von den arbeitsintensiven Wochen vorher, dass ich tatsächlich schon um 22 Uhr im Bett lag.

Danach müde, aber glücklich! – Foto (c) BiFi (Birgit Fischer)
Zurück zum Stand, Austausch mit Orgachef Stefan Friedrich – Foto (c) Jörg Ritter

Am Samstag ging es dann morgens mit dem gewohnten Programm los, von dem ich alles verpasst habe bis auf mein eigenes Panel mit den neuen Titeln von Fabylon, die Signierstunde, und abends Marc A. Herrens Zaubershow … und dann natürlich die Ehrung von Hubert Haensel mit dem Ernst-Ellert-Preis, der nach den vergebenen ausgebrannten Zellaktivatoren ins Leben gerufen wurde. Hubert war sehr gerührt, aber schließlich hat er sich ja auch sehr verdient um die PR-Serie gemacht, so wie der erste Preisträger des EEP, Arndt Ellmer. Danach blieben mir grad ein paar Minuten, um mich erneut umzuziehen für „Perry Genial“, die lustige Abendshow zusammen mit Leo Lukas, Marc A. Herren und Robert Corvus sowie Rüdiger Schäfer als Showmaster.

Perry genial! – Foto (c) Andi Wolz

Weil ich am Samstag praktisch ab 16 Uhr durchgehend bis 22 Uhr oder länger auf der Bühne gestanden hätte, habe ich genau um 16 Uhr das große Panel zur Erstauflage geschwänzt, jawohl, und zwar ohne schlechtes Gewissen. Da sitzt ein Dutzend auf der Bühne, denk ich, da brauchen die mich nicht. Da alle im großen Saal Dyoversum waren, habe ich draußen die Ruhe genossen, etwas getrunken und gegessen und mir in aller Ruhe die phänomenale Modellbauausstellung angeschaut, die großartige Lichteffekte hat … ich war schwerst beeindruckt.

Am Samstag – Foto (c) BiFi (Birgit Fischer)
Viel Spaß und viele Verkäufe – Foto (c) Andi Wolz
Michael Thiesen sagt mir, dass ihm mein aktuelles Manuskript gefällt – Foto (c) Jörg Ritter
Selfie mit Mark Kammerbauer (Alias-Alien) und Michael Marcus Thurner – Foto (c) Mark Kammerbauer

Wie immer ging die Zeit viel zu schnell vorbei und es gab viel zu wenig Zeit für Gespräche mit all den Freunden, Kollegen und Besuchern, wie es halt immer so ist. Die Stimmung war großartig, das Wetter ebenso, und alle freuten sich, nach 5 Jahren endlich wieder dabei zu sein. Es war wie nach Hause kommen und hat einfach gut getan!

Am Sonntag Nachmittag dann der Abbau … – Foto (c) Jörg Ritter
… und wunderschöne Blumen gab es auch, von Familie Fries. Toll, dass ihr da wart!!

 

Welttag des Buches & Tag des Bieres


Das ist einen Eintrag wert, finde ich. Welttag des Buches, nun, der sollte immer und überall gefeiert werden, denn Lesen bereichert unser Leben, es macht uns glücklich, es entführt uns in fremde Welten, raus aus dem Alltag, es gibt neue Impulse, neue Gedanken, neue Perspektiven und neue Bewertungen, neue Einstellungen … alles, was das Leben eben so ausmacht.
Ich feiere den Tag natürlich doppelt, da ich ja mein ganzes Leben lang mit Literatur zu tun habe. Schon sehr früh als Leseratte, und dann schreibend. Und verlegend. Und lehrend …
Und dann Tag des Bieres, zur Feier des Reinheitsgebots, als geborene Münchnerin ist auch das ein Feiergrund für mich. Das Weißbier (in dem Glas befindet sich natürlich angesichts des Ehrentags Erdinger) gehört zum Münchner wie die Nase ins Gesicht, die man in den Schaum tunken kann, wenn sie lang genug ist. Und es gibt ordentlich viele Langnasen unter den original Bayern.
Diese beiden B passen einfach großartig zusammen, ein gemütliches (auch gern alkoholfreies) Weißbier und ein wenig Sonne und ein schönes Buch.
Dann ist die Welt in Ordnung, la vita è bella.
Würden das die Putins dieser Welt beherzigen, sähe sie wahrscheinlich anders aus.
In diesem Sinne ein lesendes Prost.

Perry Rhodan Special in Second Life


Bevor jemand fragt: Ja, Second Life gibt es noch, und ich habe – rein am Rande festgestellt – den Eindruck, da tummeln sich eine Menge Leute – speziell im literarischen Bereich. Dort gibt es Lesungen, Events, Cons, Diskussionen. So kann man in fremden Welten zusammenkommen, ohne weit reisen zu müssen, und sieht so aus, wie man möchte. Hat schon was.
Aber wie kam es dazu? Nun ja, Draxtor vom SL Bookclub (aka Bernhard Drax) hat in der Redaktion angefragt, wer denn mit dabei wäre für ein Special-Event. Für die Erstauflage waren das Robert Corvus und ich, dazu die beiden Übersetzer von PR NEO. So entstand eine fröhliche Runde mit vielen Fragen, die beantwortet werden wollten. Mein Problem: Ich kann kaum Englisch und Übung habe ich auch keine durch den Corona-erzwungenen Elfenbeinturm. Aber egal, warum sich nicht einer solchen Herausforderung stellen (von den Problemen mit Discord will ich gar nicht erst reden) – sich null mit SL auskennen (als erstes bin ich vom Sessel gefallen) und irgendwas zusammenstammeln.
Das ganze wurde live auf Youtube übertragen, wo ich meiner Ohren und meines Helms beraubt wurde. Aber man muss eben Opfer bringen, um an die Öffentlichkeit zu kommen.
Hier kann man sich die lange Sache anschauen.

Und hier auch noch ein paar lustige Fotos, das erste stammt aus unserer „Stricksession“ des ersten Tests. 😉 Das „rote Tentakelmonster“ ist Robert Corvus. Neben Robert sitzt Moderator Draxtor.

Überraschung in der SOL


Na, das war ja eine Überraschung, die mir die Briefträgerin heute überreicht hat – ein fetter Artikel über mich, denn der Schwerpunkt, wie man sieht, sind diesmal die Autorinnen. Das freut mich sehr!

1500 Bände (+2)


Fast hätt’s zur Punktlandung geklappt!
Es ist aber meine Schuld, denn ich habe Redaktion und Expokraten nicht rechtzeitig darauf hingewiesen. (Man achtet ab einem gewissen Alter ja nicht mehr so auf die Vergangenheit, hüstel. Bei Band 2652 habe ich mich nämlich schon zwei Jahre vorher bei der Redaktion gemeldet, dass der Band mir gehört 😉 und dann in regelmäßigen Abständen dran erinnert.)

Tatsächlich bin ich überhaupt erst draufgekommen, weil mit dem Nachfolgeband ebenfalls ein Jubiläum gefeiert wird – nämlich sagenhafte 2000 Bände Arndt Ellmer. Im Rechnen bin ich bekanntlich nicht so gut, also habe ich den Taschenrechner gezückt, einfach um festzustellen, wann bei mir ein Jubiläum wäre, und oha, da saust es schon an mir vorbei!
1500 und 2000 Bände! Das muss man uns beiden erst mal nachmachen! Deswegen ist es natürlich auch toll, dass wir gleich hintereinander in der aktuellen Erstauflage kommen.
Nun ist es also offiziell: Wir beide sind die Dienstältesten, und in dem Fall gebe ich gern Alter vor … äh,
Lassen wir das.
Fakt ist: Mit Band 3154 feiere ich 30 Jahre bei Perry Rhodan, 1992 war ich auf der ersten Konferenz dabei und mit Band 1652 habe ich meinen Einstand gefeiert!

Welten liegen zwischen jenem Cover und dem heutigen, keine Frage. Im letzten Jahrhundert – dabei waren es schon die 90er.
Was mich an diesem Band freut, ist die Vorbereitung – das ist jetzt kein Spoiler, da der Titel des Folgebandes bereits bekannt ist – auf das Dritte Galaktikum. Damit schlage ich auch einen kleinen Bogen, nämlich auf einen damaligen Beitrag, als ich im – nunmehr schon sagenhaften und sagenumwobenen – Wurm Aarus-Jima das Neue Galaktikum gegründet habe.
Darauf werde ich heute das Glas erheben, aber hallo!!

Anmerkungen zu Perry Rhodan 3148


Mal abgesehen von dem grandiosen Titelbild: mit diesem Roman hatte ich unglaublich viel Freude, er schrieb sich praktisch von selbst. Und es gibt demzufolge auch ein paar Zitate, die dürfen bei diesem Thema nicht fehlen.
Das fängt schon an mit dem Titel „Maskerade“: Der ist in dem Fall passend, aber er hätte auch „Charade“ heißen können, was ich dann auf den Textteil als Erwähnung verschoben habe; ist eine Anspielung auf die wunderbare Komödie aus den 1960ern mit Audrey Hepburn und Cary Grant und vielen anderen bekannten Darstellern. Ich weiß nicht, wie oft ich den Film schon gesehen habe, und ich liebe ihn heute noch genauso wie damals als Kind, als ich ihn das erste Mal gesehen habe. Und ich bin sicher, Zeichner Dirk Schulz hat ebenfalls daran gedacht, bedenke ich die Zierlichkeit und anmutige Haltung der Frau.
Kapitel 2: „Zur LEUCHTKRAFT!“ Das ist gleichbedeutend mit „ad astra“, in dem Fall in mehrfacher Hinsicht.
Kapitel 3: „Die Suche nach dem Code“ ist eine Anspielung auf „Source Code“, den Thriller von 2011, na, und was damit gemeint ist, müsst ihr erst mal nachlesen, sonst gibt’s nen Spoiler.
Kapitel 5: „Und täglich grüßt der schöne Tag“ … oder auch „das Murmeltier“. Klarer Zusammenhang, oder?
Kapitel 5: Beginn – „Es ist der 31. Januar …“ Diese mehrfachen Wiederholungen mit „Es ist …“ bezieht sich auf Watchmen, Dr. Manhattan.
Seite 31: „Raufbolde! Saufbolde! Schnaufbolde! Bis sich nichts mehr rührt!“ Eine Hommage an die großartigen „10 Orks“ von den Streunern.
Seite 31: Das Durchzählen erinnert an die „Sieben Zwerge“ bei Disney, aber auch an die „allein im Wald“. Schach!
Kapitel 8: „Gobi-Park“ – das erinnert an „Gorki-Park“ von 1983, auch hier gibt es Begegnungen und man lässt nicht locker. Aber zum Glück liegen keine Leichen herum.
Kapitel 9: „Puppeteer“ – Damit spiele ich natürlich auf die Puppeteers, die dt. Puppenspieler aus Larry Nivens „Ringwelt“-Universum an.
Kapitel 13: „Wiedersehen mit (der) LEUCHTKRAFT“: Erinnert sich noch jemand an „Wiedersehen mit Brideshead“ aus den 1980ern? Ich finde, dieses Kapitel ist nicht weniger romantisch.
Das sollte alles gewesen sein – ich hab mir im Schreibprozess keine Notizen gemacht und musste es nochmal zusammensuchen. Viel Spaß bei der Lektüre!

ComicCon Stuttgart


In diesen Zeiten eine Veranstaltung zu planen ist reichlich … unvorhersehbar. Für den Veranstalter die reinste Zitterpartie, aber für den Aussteller auch nicht so einfach. Dabei spielen nicht nur die Vorschriften eine Rolle, sondern auch die emotionale Einstellung. Will man überhaupt eine Massenveranstaltung besuchen? Man wird wirklich scheu!
Die Entscheidung, diesmal kein Hotel zu nehmen, war schnell gefallen, wegen der Tierleins, und so weit war der Weg ja nicht. Es war eine gute Entscheidung, denn alle sechs Fahrten waren angenehm ruhig, sodass wir jeweils nur etwas über einer bis zu eineinviertel Stunden für die 166 km benötigten.
Als wir am Freitag den Aufbau vornahmen, stellte sich auch Freude ein und es gab keine Zweifel mehr. Für die Besucher galt 2G, das beruhigt.
Und es wurde eine richtig schöne Veranstaltung. Die Disziplin war ausnahmslos vorbildlich, die meisten Cosplayer hatten die Masken entsprechend angepasst (die sind es ohnehin gewohnt, verhüllt zu laufen), und ich habe niemanden mit freier Nase oder überhaupt „ohne“ gesehen, außer zum essen und – auch bei mir gibt es eine Ausnahme – für ein Selfie.
Die Schutzmaske fällt irgendwann sowieso nicht mehr auf, ich hab mir schon beinahe den Kaffee in die Maske geschüttet.
Unser Stand hatte eine super Platzierung, gleich bei der Bühne, sodass wir zumindest akustisch immer was mitbekommen und damit Abwechslung hatten, und sehr luftig, denn gegenüber waren die Künstlerreihen. Da war immer viel Platz für die Cosplayer zum Flanieren und für uns zu bewundern.
Wir hatten viele schöne Gespräche, für mich gab es ein unerwartetes Wiedersehen, die Vielfalt der Stände und des Programms war ebenfalls gegeben. Es hat gut getan, nach zwei Jahren mal wieder „draußen“ zu sein – aber das war es auch schon für dieses Jahr und vermutlich auf längere Zeit. Der Zeitpunkt war gerade richtig gewählt. Bis zum nächsten Mal, wir freuen uns drauf!

Am Freitag parkt das Fabymobil direkt vor der Halle
Der Stand ist schnell aufgebaut, die Bücher bleiben noch versteckt.
Auf geht’s!
Der Verleger natürlich auch mit dabei.
Auch am Samstag noch frisch …
… und mit Durchblick.


Zuletzt noch jede Menge Impressionen!

Wiedersehen nach 28 Jahren als Kollegen – und beide Nerds … 😀

60 Jahre PERRY RHODAN


Wer hätte das gedacht, am 8.9.1961?
Wieder eine neue „Groschenroman“-Serie, aber im Weltraum, beginnend ab der ersten Mondlandung und heute noch lange nicht zu Ende, mehr als 3133 Wochen ununterbrochen. Wird Perry seine Heldenreise je beenden? Wird er irgendwann doch die Antwort auf die Dritte Ultimate Frage erfahren wollen? Oder wird er unter der Dusche zu sich kommen und …
Vier Wochen und drei Tage ist er jünger als ich, so betrachtet begleitet er mich schon mein Leben lang, keine Frage, dass wir eines Tages zusammenfinden mussten.
Und nun sind es schon fast 30 Jahre. Auf der Buchmesse 1991 habe ich ihm das „Ja-Wort“ gegeben, in der 3150er-Staffel bin ich dann – mit kurzen Unterbrechungen – 1500 Hefte dabei. Das ist ne Hausnummer.
Über eine Milliarde Verkäufe, also mir würde schon 1 Prozent davon in Euro auf dem Konto reichen! Im September wird auch die 5.000 Ausgabe gefeiert, insgesamt Erstauflage, Spin-Offs und dergleichen. Superlative ohne Ende.
Schön, mit dabei zu sein.
Der SPIEGEL hat ein Interview mit mir geführt, und das ist dabei herausgekommen.