Lesungen im November

Gleich zwei Lesungen gibt es nächste Woche, und zwar einmal in Wien, einmal am Bodensee:

Im Rahmen einer Literaturveranstaltung liest Nina Horvath aus ihrer Story in „Darwins Schildkröte“:
Bibliothekslesung des Alumniverbandes der Universität Wien Science-Fiction & Fantasy: „Zukunftsliteratur“ in der UB
Zeit: Mittwoch 12.11.2008, 18.00 Uhr
Ort: Kleiner Lesesaal der Universitätsbibliothek, Dr. Karl-Lueger-Ring 1, 1010 Wien

Uschi Zietsch liest am 14.11.2008 um 20.00 Uhr aus
„Der Stern der Götter“
Ort: Buch am See, Schulstraße 9, 88085 Langenargen (Bodensee)

Interview

Auf Darkstars Fantasy News ist gerade ein Interview mit mir erschienen. Dieses Blog beschäftigt sich mit allem rund um Fantasy – News, Leserunden, Interviews und natürlich Rezensionen.

Buchmesse Frankfurt 2008

Am Freitag bin ich um 6 Uhr morgens losgefahren und kam entspannt um halb zehn in Frankfurt auf der Messe an. Meine erste Anlaufstelle war der Stand der Edition Phantasia, präsentiert von Verleger Joachim Körber, mit denen wir früher gemeinsam in Frankfurt ausgestellt haben. Dort saß bereits Werner Fuchs von Fantasy Productions, kurz FanPro, und wir sprachen über die Marktentwicklung im Allgemeinen und gemeinsame Aktionen im Besonderen. Kurz darauf kam Sabine Kropp von VPM vorbei, und ich ging gleich mit zum Perry Rhodan-Stand, der, wie nicht anders zu erwarten, bereits überlaufen war. Kurze Gespräche mit den Kollegen Michael Marcus Thurner, Hubert Haensel, Christian Montillon und vielen mehr, bevor ich im Schweinsgalopp in die Literary Agency unterwegs war. Von dort ging es zum Elfenzeit-Termin mit Klaus N. Frick, Sabine Kropp und Catrin Hartmann, anschließend zum Expo-Gespräch mit Jana Paradigi – natürlich auch Elfenzeit -, und nach einigen weiteren Gesprächen war der Tag schon um und die Messe schloss die Pforten. Ich verirrte mich zum 180. Mal, bis ich endlich die richtige Garderobe fand, doch dann ging es zu Fuß Richtung Innenstadt mit Michael Thurner und Susanne Picard, zum gemeinsamen Abendessen mit Claudia Kern. Nach gutem Schmaus gingen wir dann zum „Galaktischen Forum“ von VPM, dem besten Szenetreff seit vielen Jahren, um einen vergnügten, aber viel zu kurzen Abend (um 1 Uhr wurden wir rausgekehrt) mit vielen Kollegen der Szene zu verbringen – Lektoren, Autoren, Verlegern, Illustratoren und vielen mehr. Als Ehrengast war der Zeichner der Simpsons anwesend.
Bis ich mich versah, war es schon Samstag morgens und ich wieder auf dem Heimweg. Auf der ruhigen Heimfahrt konnte ich den Tag noch einmal resümieren und grinste vergnügt vor mich hin, weil auf dem Lübbe-Stand einige Bücher meiner gut sichtbar präsentierten Waldsee-Trilogie geklaut waren.

Fantasy und Fremde Welten Channel: Fantastisches für die Ohren!

LITERRA, das fantastische Portal (Link hier rechts unter „informativ“ zu finden) und Fantasy Channel sowie Fremde Welten Channel sind eine Kooperation eingegangen. Regelmäßig werden von Rena Larf Science Fiction- und Fantasy-Stories vorgelesen. Für alle, die mal in dieses Genre reinschnuppern wollen der beste Tipp! Schaut es auch an: Fantasy Channel, Fremde Welten Channel
Von mir gibt es auch eine Story, vorgelesen von Rena Larf:
12.09.2008
10:30 – 11:10
DER PERFEKTE FRIEDEN

Eine Story von Uschi Zietsch aus der von Alisha Bionda herausgegebenen Anthologie „Der Himmelspfeifer“, erschienen im Lerato-Verlag.

Ich werde nochmal daran erinnern!

Tiere – Freunde fürs Leben

Vor Jahren wurden im damaligen Dino-Verlag als gebundene Ausgabe meine Tier-Kinderbücher (als Uschi Zietsch) unter der Rubrik „Tiere – Freunde fürs Leben“ publiziert. Orientiert an dem Magazin, in dem es die Rubrik „Aus Klein wird Groß“ gab, wurden in den Romanen die ersten abenteuerlichen Schritte von Tierkindern in die Welt erzählt, von Hunden, Katzen und Pferden. 10 Bücher gab es von mir. Nun werden einige in einer preisgünstigen Softcover-Sonderausgabe neu aufgelegt: „Gib nicht auf, Max!“, das ist bereits erhältlich, und im Herbst kommen noch zwei dazu: „Minka, wo bist du?“ und „Fenja, einfach klasse!“
Direkt zu beziehen beim Verlag an der Este,  Buxtehude, Tel 0 41 61-86 67-50, E-Mail: service[at]leseland.de.

Max=Originalbild der Neuausgabe
Fenja,Minka=Ursprüngliche Hardcover-Ausgabe

Jeder Band kostet EUR 3,20, hat ca. 160 Seiten, zum Vorlesen und Selberlesen ab 5 Jahren. Infos zur Serie auf meiner Homepage.

Takeo & Co.

Heute abend erzähle ich mal was Privates. Denn ich bin völlig verschwitzt und habe außerdem ein Heubad hinter mir. 130 Ballen gestern, 130 Ballen heute, und nochmal 65 Ballen morgen. Und alle 3x transportiert, in den Hänger, aus dem Hänger, auf die Tenne. Nächstes Jahr werde ich das Motto des RanchCons ändern, habe ich mich entschlossen. Doch die Schufterei lohnt sich: Bestes Bioheu, knochentrocken. Die Pferde finden es toll, und ich nach allerhand Nieserei auch.

Aber eigentlich wollte ich von Takeo erzählen. Dazu muss ich ein wenig ausholen: Ich habe gerade einen Maddrax-Hardcover (20) für Zaubermond geschrieben, der „Takeos Traum“ heißt. Hauptperson ist Miki Takeo, ein Mensch, der sich freiwillig in einen Androiden verwandeln ließ. Die Definition von Android im Maddrax-Universum bedeutet, dass er zu 100% anorganisch ist, also auch kein menschliches Gehirn mehr besitzt, sondern einen Massenspeicher, auf den die Erinnerungen übertragen wurden. Das wirft die Frage auf: Wann ist ein Mensch ein Mensch? Ist Takeo nun noch ein Mensch oder nicht? Für viele ist er eher ein Monster, nicht nur seines roboterhaften Aussehens wegen, sondern auch wegen seines Handelns. Er ist emotionskalt, aber machtbessessen. Und er betrachtet andere mit den Augen eines gnadenlosen Fleischfressers.

Und damit sind wir auch schon bei dem „echten“ Takeo. Vor ein paar Wochen hat mir mein bester Ehemann von einer Reptilienbörse eine Mantis mitgebracht. Winzigklein, gerade so lang wie mein kleiner Fingernagel, und sehr hübsch. Letzten Sonntag habe ich meine Gottesanbeterin mal wieder besucht, in ihrer hübschen Behausung unten im Keller (wo noch haufenweise Fische, Amphibien und Wirbellose leben), und da sitzt in diesem Terrarium ein Wesen, das starrt mich an aus finsteren Facettenaugen. Es sieht mich an. Und ich schwöre, es überlegt, was es als Erstes von mir verzehren wird. Dieses Wesen ist mittlerweile handspannenlang, es ist ein Monster, und es hat Flügel. Bedeutet: Es ist ein Mann. Jawoll, meine Herren: Auch Männer können Monster sein. Der Name Takeo stand sofort Pate für dieses faszinierende Wesen. Allerdings trau ich mich jetzt nicht mehr allein in den Keller … wer weiß, wie groß Takeo morgen ist …

Buchmesse und Elfenzeit

Schon ist sie wieder vorbei – und es war anstrengend, aber schön. Sehr ärgerlich war, dass wegen des Poststreiks unsere Prospekte nicht mehr rechtzeitig eintrafen, über 5 Tage waren sie unterwegs. Aber was soll’s, sich ärgern bringt nur Magengeschwüre. Nach einem recht lauen Donnerstag ging es dann richtig zur Sache, und wir konnten kaum den Stand verlassen. Die beiden Lesungen am Donnerstag und Freitag im Fantasy-Lesezelt waren prima, und sehr erfolgreich die Lesung am Samstag von und mit Michael Iwoleit. Ein ausführlicher Bericht samt Bildern findet sich bald auf unserer Fabylon-Homepage in der Rubrik „Events“.

Eine sehr erfreuliche Mitteilung will ich aber gleich loswerden: Elfenzeit wird fortgesetzt! Ab Oktober kommen die bisherigen vier Bände in die Bertelsmann-Buchläden und den Buchclub-Katalog, und ab Februar geht die Quest dann mit Band 5 weiter. Die Planung dazu läuft bereits. Auch hierzu demnächst ausführlichere Informationen.

Werner Kurt Giesa verstorben

Giesa war ein „Urgestein“ der Phantastik. Er war nicht nur der „Herr von Professor Zamorra“, sondern lieferte ab 1977 auch unzählige Beiträge unter anderem (um nur einige zu nennen) für Perry Rhodan, Mythor, Terra Astra, die Terranauten, Bad Earth, Star Gate, Dämonenkiller, Larry Brent, Spuklicht, Schattenreich, aber auch Western und Krimis. W. K. Giesa, unverwechselbar zu erkennen durch stattliche Größe mit schwarzem Bart und manchmal hellerem, zumeist aber tiefschwarzem Country&Western-Outfit, wurde nur 53 Jahre alt.

Elfenzeit 3, Initiative für Antiquare und Sonne

Heute ist Band 3 der Miniserie eingetroffen, und ich muss sagen, sie sieht toll aus im Buchregal! Mit diesem Band feiert eine Autorin Premiere – es ist die erste Profi-Veröffentlichung von Verena Themsen. Keine leichte Aufgabe, der sie sich stellen musste, gleich als ersten Auftrag einen „dicken Wälzer“ innerhalb kurzer Zeit, und dann auch noch nach Exposé-Vorgabe, liefern zu müssen. Dies zu bewältigen, dazu gehört Mut, eine Menge Ehrgeiz und große Kreativität. Und es hat geklappt – Verena lieferte einen spannenden, phantasievollen Roman, der sich nahtlos in seine beiden Vorgänger einfügt. Handlungsschauplatz ist diesmal Deutschland, mit der – wie könnte es anders sein – Nibelungensage. Eine weitere reiche Facette in der Geschichte der Elfen aus der Welt gleich neben der unseren.

Neues gibt es zur Abmahnwelle gegen Antiquare wie bei Booklooker: Der ABOEV, der Börsenverein des Deutschen Buchhandels, Booklooker und ZVAB haben eine Initiative gegründet, um Antiquare künftig besser zu schützen: Sie „stellen in Kürze eine Internet-Plattform zur Verfügung, die Antiquariate mit juristischen Ratschlägen vor Abmahnungen schützen und Betroffenen im Fall einer Abmahnung konkrete Hinweise zur Vorgehensweise geben soll. Darüber hinaus wird im Falle einer Abmahnwelle eine Telefon-Hotline eingerichtet, es besteht die Möglichkeit Newsletter zu verschiedenen Themen zu abonnieren, und ein Archiv bietet einen Überblick über vergangene Abmahnwellen. Opfer einer Abmahnung bekommen zudem die Möglichkeit, sich registrieren zu lassen, damit so das Ausmaß der Abmahnwelle besser eingeschätzt und gezielt Hilfe angeboten werden kann. (…)“ Nachzulesen im Börsenblatt. Na, da haben sich ein paar Anwälte wohl ganz schön geschnitten … jedenfalls ist dieses Engagement sehr zu begrüßen!

Sonne gibt es derzeit auch zuhauf bei uns, allerdings hätte ich gern noch die entsprechenden sommerlichen Temperaturen dazu. Nun, besser so. Die Erkältung klammert sich noch zäh und hartnäckig an mich, aber ich glaube, so langsam aber sicher werde ich sie los. Die Arbeit geht weiter, wie immer. Trotzdem werde ich mir heute die eine oder andere stille Stunde auf dem sonnigen Balkon gönnen, mit Schmökern …

Zum neuen Jahr

Ach, es ist ja schon fast wieder rum, der 8. Januar fast vergessen, die Umsatzsteuervoranmeldung droht, aber natürlich ist meine Buchhaltung … äh … nun, sagen wir, nicht ganz auf dem Laufenden, und außerdem muss ich am Donnerstag nach Österreich fahren, weil ich am Freitag vor Gericht muss, denn der Pfusch-Drucker meint immer noch, er kriegt Geld von mir. Jetzt komme ich halt doch irgendwie zur Exekution. Wobei das nur eine Vorverhandlung ist, ob er mich überhaupt verklagen darf. Aha. Kompliziert, so was.

Das Gute daran ist: Es gibt ein Sentenza-Treffen! Aus Termingründen können zwar leider nicht alle daran teilnehmen, aber trotzdem freue ich mich schon sehr auf die Mitverschwörer!
Um mich auf die Exekutiven vorzubereiten, versuche ich gerade, ein Schloss am Kühlschrank anzubringen, aber irgendwie passt die Kette nicht rum. Seufz. Immerhin habe ich keine Gummibärchen und kein Nugat mehr im Haus, und auch keine Schokolade oder sonstige böse Dinge. Immerhin habe ich keinen guten Vorsatz gefasst, dem ich dann untreu werden könnte.

Derzeit bearbeite ich mit Hochdruck SunQuest 5, und ich schreibe weiter fleißig an Waldsee 3. Mittlerweile kann man die Chroniken von Waldsee auf amazon sehen, und wenn ich mir da den Veröffentlichungstermin sehe, wird mir himmelangst. Ok, das ist übertrieben – ich bin ja schon ziemlich weit. Trotzdem bin ich gerade in einer kniffligen Phase, die ziemlich viel Aufwand verlangt und nur wenige Seiten pro Tag zulässt. Und dann laufen natürlich auch schon die Vorbereitungen für die Buchmesse Leipzig, und Sternensaga 4, und diverse andere Dinge. Kurzum: Es geht so weiter, wie es aufgehört hat. Ich glaube, das ist ganz gut so.

Also allen da draußen nach der kleinen Anlaufphase noch ein gut laufendes Jahr 2008!