Oblivion

22 04 2013

Man kann zu Tom Cruise stehen wie man will, aber er ist ein guter Schauspieler und er macht exzellente Filme. Oblivion gehört dazu.
Anhand der Trailer und des Teaserinhalts war ich eher negativ eingestellt. Och nö, wieder ne Postapokalypse … Joseph Kosinski hat bisher erst eine Regiearbeit geliefert, für Tron Legacy, der Film basiert auf seiner Graphic Novel, dadurch zeichnet er auch für das Drehbuch verantwortlich. Ich bin daher kritisch – aber es ist eben SF, und es ist Tom Cruise, versuchen wir’s und gehen ins Kino.
Und das war gut so. Oblivion zeigt sich als hervorragende, einwandfreie SF mit allem drin, was muss. Der Film beginnt im Stile der 70er Jahre, eher ruhig, gediegen und zwischenmenschlich, aber bereits hier mit einem gewissen Tempo, das sich dann rasant steigert. Über den Inhalt kann hier nichts verraten werden (nur so viel: 60 Jahre nach dem Krieg gegen Aliens, die Erde ist verwüstet), um nicht zu spoilern. Man sollte sich den Film wirklich völlig unvoreingenommen ansehen, denn er bietet einige gut funktionierende Wendungen und interessante Auflösungen. Wenn man sich gut in SF-Filmen auskennt, sind viele, beabsichtigte oder auch nicht, Hommagen – Anleihen möchte ich es nicht nennen – an viele andere Filme seit den 70ern, die teilweise zu Meilensteinen wurden, zu erkennen. Auch Star Wars (was ja fast überall dabei ist) und Star Trek seien hier genannt. Das stört aber nicht, sondern Kosinski hat diese „Versatzstücke“ zu einem eigenständigen Werk verarbeitet und zu einem runden Ganzen gestaltet.
Die Bilder sind opulent, im Kino ein wahrer Augenschmaus (und das ganz ohne 3D!), die Technik und das Design sind originell, dazu das Zwischenmenschliche, die Aliens … ein stimmiger Genuss bis zum Schluss.
Daumen hoch!


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