Die Causa Mockridge & Co – auf den Punkt gebracht

Diskriminierung, Rassismus, Populismus, Täter-Opfer-Umkehr, rechtes Vokabular, und vor allem keine Entschuldigung. Und diesen Leuten wird auch noch applaudiert. Während die Diskriminierten weiter ausgegrenzt werden. Nein, man darf keine Witze über andere machen, die nicht so sind wie man selbst, und zwar genau diejenigen, die ohnehin von der Gesellschaft ausgegrenzt werden. Nein, Humor darf eben nicht alles. Diejenigen, die ohnehin nicht integriert sind, tritt man nicht respektlos mit Füßen und macht sich auf diskriminierende Weise über sie lustig. „Sich diskriminierend über jemand lustig machen“ ist weder Humor noch Satire. Das ist Herablassung. Und, sagte ich es schon? Diskriminierend. Hier das Video von Aljosha dazu:

Luke Mockridge, Nizar & Shayan: Warum ihre Statements so gefährlich sind

Anmerkungen zu Perry Rhodan 3292


Mit dem aktuell erschienenen Roman habe ich meinen letzten Beitrag zum Zyklus „Fragmente“ verfasst. Der hat mir in vielerlei Hinsicht sehr viel Spaß gemacht – nicht nur, dass es ein Perry-Rhodan-Einzelabenteuer ist, bei dem ich mich voll auf unseren titelgebenden Helden konzentrieren konnte, es ging auch noch in die Vergangenheit, auf einen chaotischen und anarchistischen Planeten voller Glücksritter, schwindliger Händler, Spieler, Abenteurer und Gestrandeter.
Und einer weiblichen Nebenfigur, die man „die Schöne Groush“ nennt, die für all das steht, was auf Kolchis geschieht, und natürlich auf der anderen Seite des Gesetzes steht (und da bleibt), aber mit Herz. Zündstoff pur.
Und ich habe wieder einmal kleine Gimmicks untergebracht, die ich hier aufliste.

->“Hotel Splendid“ – Das bezieht sich auf „Casino Royale“, den ersten James Bond mit Daniel Craig. Einer der besten aus der Reihe, wie ich finde, und mein zweitliebster.
->“Hauptsache Solsystem, wo alles möglich war“ – Das entspricht dem Traum „vom Tellerwäscher zum Millionär“ unserer Vergangenheit (vor allem meiner der 60er und 70er) mit den USA als Gelobtes Land, und Perry befindet sich grad ebenfalls in einer solchen Vergangenheit. Nur, dass es in der SF-Serie Realität ist, Perrys ureigenes „Vorzeigesystem“.
->Die Spielerszene im Hinterraum: „El Dorado“ (Alan Bourdillion „Mississippi“ Trahernes erster Auftritt), einer meiner Lieblingswestern, lässt grüßen!
-> „Der lange, dünne Mann mit den großen schmalen Füßen stellte sich als »Don Martin« vor“ – das ist natürlich eine Hommage an den großartigen Künstler mit seinem unverkennbaren Zeichenstil und Humor.
-> Kurz vor der nächsten Kneipenschlägerei kommt ein vollbärtiger großer Mann mit breitkrempigem Hut: gemeint ist Sam Elliott aus „Road House“, der dieses Jahr im August seinen 80. feierte und einfach immer noch unerhört sexy ist.
-> „Sie erinnerte mich immer mehr an eine Frau, der ich tausend Jahre später begegnet war. Eine mächtige Piratin mit einem sehr starken Charakter, die eine große, treu ergebene Anhängerschaft gehabt hatte. Vielleicht stand ich hier sogar ihrer Vorfahrin gegenüber.“ Gemeint ist hier natürlich – es kann nur eine geben – „Tante“ Tipa Riordan!
-> „»Und was ist in den Koffern?« – »Das habe ich vergessen.«“ Eine Hommage an den Thriller/Agentenfilm „Ronin“, der den von Hitchcock geprägten „McGuffin“ zum zentralen Handlungselement geschaffen hat. Robert De Niros Standardantwort im Film.
-> „»Ich hab vor gar nichts Angst.«“ Die Schöne Groush zitiert James T. Kirk.

Perry Rhodan 3300 im November 2024

Im November ist es soweit! Der neue Zyklus PHOENIX unter der neuen Ägide von Ben Calvin Hary startet mit Band 3300 im November! Bestens geeignet für alle Neu- und Wiedereinsteiger, und für alle treuen Leser sowieso. Und ich freue mich, auch weiterhin dabei zu sein.
Dazu gibt es diesen spannenden Trailer, seht ihn euch an!

HEUTE Second Life um 21 Uhr mit Draxtor!

Ich freue mich sehr, im Second Life Buchclub noch einmal Gast sein zu dürfen! Und zwar mit Fabylon! Ich werde eine kleine Lesung aus Albalon 1 halten, und wir werden über alles rund ums Buch bei Fabylon reden. Meine Arbeit halt.
Wer schon in SL angemeldet ist oder es tun will, hier der Link: https://second.life/bookclub
Oder im Livestream auf Youtube (dort englisch übersetzt, denn wir reden deutsch): https://youtube.com/live/f4-zEeer_lE?feature=share

Leb wohl, O’Malley

Im Mai 2017 bist du mir vors Auto gepurzelt, frisch angefahren. Verwirrt hast du dich aufgerichtet und gar nicht begriffen, wie dir geschehen war.
Ich habe dich aufgesammelt und überall herumgefragt, aber entweder hatte man keine Katze oder nicht geöffnet. Du warst ein geborener »wilder« Hofkater.
Ich fuhr mit dir zum Tierdoc, wo du sofort alle Herzen im Sturm erobert hast, durch dein unfassbar liebenswürdiges und geduldiges und anhängliches Wesen. Dein Magen war leer, also hast du gemampft wie ein Irrer. Dein rechtes Beinchen war gebrochen, also Operation und Gips, und dann im Käfig nach Hause verfrachtet. Außer dem ein wenig lädierten Schnäuzchen hattest du weiter keine Schäden davongetragen. Aber auch vorher schon einiges mitgemacht, dein Schwanz war zweifach gebrochen und die Spitze ab, alte Wunden. Dennoch konntest du immer noch signalisieren: »Hallo, wir sind Freunde.«
Du hast dich schnell eingewöhnt und wurdest sehr umgänglich mit den anderen Tieren im Haus, aber bis zum Schluss hast du Menschen über alles geliebt. Schmusen war dir wichtiger als fressen. Und das am liebsten 23 Stunden am Tag.
Du warst aber auch ein sehr fleißiger Mauser und hast dich zum großen, mächtigen Kater entwickelt mit 6,5 Kilo auf der Waage. Pechschwarz mit einem weißen Brustlatz. Überall in der Nachbarschaft bist du wie der Monaco Franze herumgestelzt, hast mit allen Menschen geflirtet. Und leider oft, zu oft, gekämpft. Häufig mussten wir mit dir deswegen zum Doc. Du warst ein Krieger, aufgeben stand nicht auf dem Plan. Erstaunlich, so sanftmütig du gegenüber Menschen warst – selbst beim Doc hast du geduldig alles mit dir machen lassen, auch wenn es wehgetan hat – so gnadenlos warst du mit Konkurrenten. Wahrscheinlich dein Hof-Erbe, wo du von Anbeginn um alles kämpfen musstest.
Dein schlechter Start schlug irgendwann durch, vor über einem Jahr hast du bis auf die unteren Fangzähne alle Zähne eingebüßt. Hat nichts geändert. Mausen und raufen, bis sich nichts mehr rührt.
Im Dezember kam die Diagnose deiner akuten Nierenerkrankung mit schnell steigendem Nierenversagen.
Spezialfutter und Spezialmedikas sorgten dafür, dass du zwar abgenommen hast, aber weiterhin munter herumgefegt bist, obwohl du gar nicht mehr siegen konntest. Vor zwei Wochen kam wieder eine schwere Infektion durch Bissverletzung dazu, bei der du von Kinn bis Kehle das gesamte Fell eingebüßt hast.
Am Mittwoch hast du nach zwei Tagen Enthaltsamkeit und ruhen auf dem Balkon noch einmal – normales – Katzenfutter geschlemmt, hast uns zärtlich beschmust und bist dann fröhlich maunzend davongestelzt. Für immer.
Du hast dich auf die Reise gemacht, bist gegangen, wie du gekommen bist. Mögest du einen würdevollen Platz gefunden haben.
Wir vermissen dich.