S – Das Schiff des Theseus (Abrams/Dorst) 2. Kapitel

30 12 2015

Kapitel 2 – Die getrennten Zwillinge

Auch hier Nachträge bei den Kommentaren: Jen wird verfolgt und fragt Eric, woher wohl das Geld stammen mag, das er erhält, und warum. (Wir bekommen es dann mit, dass es Serin ist, der aber wohl wiederum Desjardins bezahlt)

Wie kommt man darauf, einen Mann „wegen seines Bartes“ Mahlstrom zu nennen? Verstehe ich nicht.

Eric war in psychiatrischer Behandlung in einer Klinik. Er identifiziert sich immer mehr mit VMS. Und genau wie „S“ wird er angeblich nicht bemerkt, wenn er es nicht will.

Der/die Mitleser hat etwas gestohlen, das Aufschluss über VMS geben könnte.

Jen erweist sich einmal mehr als gute Detektivin, ein extrem talentiertes Mädchen. Bedingt durch den knappen Platz sind die Autoren der Erklärungen enthoben, wie sie das alles hinbekommt. Das gibt von meiner Seite aus einen Minuspunkt, weil es sehr an das Kaninchen aus dem Hut erinnert und sehr bequem ist. (Sie ist auf die nächste Verschlüsselung gekommen. Die erste im vorigen Kapitel habe ich nicht erwähnt, weil sie haarsträubend ist und arg konstruiert wirkt. Wie kommt man darauf, wenn man sich nicht jahrelang damit beschäftigt hat? Das hat Jen nie erwähnt …)

Ach, mit 40 feiert man keine Partys mehr? Das wüsste ich aber! Hey!

Zwei Telegramme, die angeblich von VMS kommen, betreffs FXC, die weiterhin als „sie“ bezeichnet wird – und für mich nach wie vor so nicht vorstellbar ist, auch anhand des Stiles der Fußnoten -, mit einer dringenden Ermahnung, sofort jegliche Sache nach sich, VMS, einzustellen. An ein Magazin gegangen? Kann ich nicht so recht erkennen.

Die Frage aller Fragen ist natürlich (wir kennen ja die 18 anderen Bücher nicht, auf die ständig verwiesen wird): um was für einen Code geht es und warum überhaupt? Um eine große Weltverschwörung? Den da Vinci-Code? Scherzerl am Rande …

Bisher ist ja immer nur die Rede von all den vielen Symboliken und Codes, nur kann ich die so nicht erkennen, wenn man es mir nicht sagen würde, und der Sinn erschließt sich mir nicht. Jedes Mal, wenn etwas als „Beleg“ gebracht wird, stellt sich heraus, dass es Mumpitz ist – sowohl von VMS, als auch von FXC, als auch von Jen und Eric.

Der Poe-sche (und Gogolsche) Alptraum auf dem Schiff geht weiter; S will mehr herausfinden und wird daran gehindert. Der Affe (wofür der wohl ein Symbol darstellt …) ist jetzt an Bord. Dann gibt es einen Sturm, und S fällt (wieder) ins Wasser.

Jemand ist dabei, alle Obsidianstücke weltweit zu stehlen und zusammenzuführen. Ein Artefakt oder Schlüssel, aber sicher auch nur eines/einer von vielen. Oder eine weitere Ablenkung.

Auf S. 74 gibt es die chronologisch letzte nachträgliche Eintragung von Jen in schwarzer Tinte, die eine Auflösung anbietet über die verschwundenen Seiten.

Ich bin über dieses Kapitel etwas im Zwiespalt. Zwar einerseits dankbar darum, dass es so schnell mit der Durcharbeitung ging, andererseits befürchte ich aber, das geht jetzt so weiter. Das Buch „S“ scheint eine metaphorische Reise oder auch ein Fiebertraum zu sein, vielleicht auch eine „Biographie“ VMS’ selbst nach einem seiner schlimmsten Momente oder während einer schweren Erkrankung. Die politische Richtung, der Thriller an sich, weiß ich nicht, wohin das führen soll. So viele vermutete Codes, die man nicht entschlüsselt, weil man gar nicht weiß, was eigentlich verschlüsselt wurde.

Verknüpft sind alle Schicksale damit, auch die von Jen und Eric.

Na, sehen wir mal weiter …


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