GarchingCon 9 vom 17.-19.5.2013

20 05 2013

Zuerst hat man ewig Zeit für Vorbereitungen. Und dann auf einmal drängt sich alles … und plötzlich ist es soweit.
Am Donnerstag sind wir mit dem Pferdehänger und 1 Tonne Ladung (sic!) nach Garching gefahren – diese Tonne Material wurde dann verteilt in die Contaschen gepackt. So viel Gegenwert an Büchern und Magazinen neben den Gimmicks und den Prospekten hatten wir noch nie. Allein das überstieg schon den Eintrittspreis. Entsprechend groß war die Vorfreude!
Freitag mittag ging es dann mit Klamottenkoffer und Bücherkoffer wiederum nach Garching; trotz des angekündigten Sturms kamen wir trocken an, konnten in Ruhe aufbauen, und erst am Nachmittag gab es dann mal einen heftigen, aber kurzen Schauer. Die paar Regentropfen, die dann noch blieben, störten nicht weiter.
Mit dem Programm ging es schon am Freitag um 18 Uhr los; zunächst der “Con-Prolog”, ein zusammengestelltes Video aus herausgeschnittenen Szenen und Outtakes des eigentlichen ConVideos. Das sorgte schon für viel Heiterkeit im bereits ziemlich gut gefüllten Saal.
Anschließend berichtete Hermann Urbanek über den dritten Band der PR-Chronik, und weitere Panels inkl. Dr. Who-Special folgten bis in den späten Abend.
Am Samstag ging es dann “offiziell” los mit einem Grußwort der Bürgermeisterin und dem ConVideo, das dieses Jahr, wie ich finde, ganz besonders toll gelungen ist, sehr originell und einfallsreich, natürlich wie immer professionell gemacht – und für Gelächter sorgend. Schon bei der Entwicklung hatten wir in der Runde viel Spaß und Heiterkeit, und ich bin mal gespannt, wie das nächstes Mal getoppt werden soll … ;-)
Leider war es Andreas Eschbach nicht möglich zu kommen, ansonsten hätten wir ihn nämlich in den Raumanzug gesteckt, um als Roi Danton auf die Bühne zu gehen und den von ihm geschriebenen Band 2700, der am Freitag Premiere hatte, persönlich zu präsentieren. Aber auch so war die Vorstellung sehr gelungen.
Das Programm ging Schlag auf Schlag weiter, mit Parallelschienen wie Kaffeeklatsch, Lesungen und dergleichen mehr. Selbstverständlich wurden auch wieder zwei ausgebrannte Zellaktivatoren verliehen, nämlich an Reinhard Habeck und Eckhard Schwettmann. Ich war mit meinen eigenen und anderen Panels wieder einmal so beschäftigt, dass ich keine Zeit zum Essen hatte; mehr als ein halbes Sandwich schnell zwischendrin war nicht möglich. Aber so soll es ja sein, denn es gab so viele schöne Dinge zu tun: Das Fabylon-Programm vorstellen, Lesung, Zellaktivatorverleihung, der Kostümwettbewerb (inkl. hastigem Schminken und Abschminken dazwischen) – und natürlich die Show “Perry genial”. Ich habe gar nicht gewusst, dass eine Raterunde (Marc A. Herren, Hermann Ritter, Leo Lukas und ich “gegen” den Fragesteller Rüdiger Schäfer) so lustig sein kann, und wir auf der Bühne haben nicht minder Tränen gelacht wie das Publikum. Großartige Fragen, dazu Bier (ein Glück), und großartige Antworten. Der lustigste und schönste Höhepunkt des Cons! (Was anschließend noch gebührend gefeiert wurde.)
Das absolute Highlight für mich war der grandiose einstündige Vortrag des ehemaligen Astronauten Prof. Dr. Ulrich Walter am Sonntag. Die Berechnungen über die Existenz (oder vielmehr begrenzte Existenz) des homo sapiens sapiens und die von ihm initiierte Kolonialisierung der Milchstraßengalaxie. Das Faszinierende daran: es ist tatsächlich möglich! Und mit unserer Generation hat es angefangen. Der Vortrag war spannend, und ich hatte am Schluss regelrecht Gänsehaut.
Das Wetter hat sogar auch mitgespielt, am Samstag herrschte zwar nicht allzu mildes, aber sonniges Wetter, und am Sonntag konnten wir bei diesmal milden Temperaturen draußen frühstücken, bevor es mittags auf 8° und dicke Wolken abkühlte. Heimfahrt dann im strömenden Regen, aber Begrüßung zu Hause wieder von der Sonne.
Der Con war sehr gut besucht (über 470 Teilnehmer bzw. Aliens, Familienanhang und 2 Hunde), die Stimmung wie immer harmonisch und fröhlich, die Besucher an allem interessiert, sodass es zwischen den Panels viele gute Gespräche gab. Es ist immer schön in Garching, aber diesmal war es vielleicht sogar noch ein bisschen schönerer! Nun ja, die dunklen Jahre sind eben vorüber …
Vielen Dank an alle, die gekommen sind, an alle, die mitgeholfen haben, und natürlich an die Organisatoren, die wie immer für einen reibungslosen Ablauf gesorgt haben. Und wir wissen ja: Nach dem Con ist vor dem Con. ;-)
In diesem Sinne: WAZA!!!!!!!!

Gleich am Freitag geht es los am Stand ...

Gleich am Freitag geht es los am Stand …

Die Freitags-Eröffnung durch Con-Chef Stefan Friedrich

Die Freitags-Eröffnung durch Con-Chef Stefan Friedrich

Das erste Panel - "Redshirt" Dida Wengenmayr befragt den Herausgeber des dritten Bandes der Chronik, Hermann Urbanek

Das erste Panel – “Redshirt” Dida Wengenmayr befragt den Herausgeber des dritten Bandes der Chronik, Hermann Urbanek

Auch unser finsterer Freund ist natürlich wieder mit von der Partie!

Auch unser finsterer Freund ist natürlich wieder mit von der Partie!

"Die Übergabe": Neuer Exposé-Autor Christian Montillon, Moderator Roman Schleifer, "Alt"-Exposé-Autor Uwe Anton

“Die Übergabe”: Neuer Exposé-Autor Christian Montillon, Moderator Roman Schleifer, “Alt”-Exposé-Autor Uwe Anton

Band 2700

Band 2700

Der Titel sagt alles :-)

Der Titel sagt alles :-)

Vor dem Hintergrund des SunQuest-Systems Dies Cygni wird das Programm gezeigt

Vor dem Hintergrund des SunQuest-Systems Dies Cygni wird das Programm gezeigt

Garching 2013 108 Garching 2013 109 Garching 2013 113
Lesung aus dem "Mega-Klopper" - den "Chroniken von Waldsee"

Lesung aus dem “Mega-Klopper” – den “Chroniken von Waldsee”

Rüsselmops überreicht seinem Schöpfer Reinhard Habeck den ausgebrannten Zellaktivator

Rüsselmops überreicht seinem Schöpfer Reinhard Habeck den ausgebrannten Zellaktivator

Auch Eckhard Schwettmann wurde für seine Verdienste geehrt

Auch Eckhard Schwettmann wurde für seine Verdienste geehrt

Am Abend betritt Enervira Bombasta die Bühne

Am Abend betritt Enervira Bombasta die Bühne

... wie immer schätzt sie keine Einmischung

… wie immer schätzt sie keine Einmischung

Mit dabei: "Super Mario Galaxy" und seine große Schwester

Mit dabei: “Super Mario Galaxy” und seine große Schwester

Die Teilnehmer zum Kostümwettbewerb kamen aus der ganzen Galaxis

Die Teilnehmer zum Kostümwettbewerb kamen aus der ganzen Galaxis

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Perry Genial: Großer WAZA?

Perry Genial: Großer WAZA?

Prof. Dr. Ulrich Walter

Prof. Dr. Ulrich Walter

Erinnerungen an Hanns Kneifel - berührend, aber auch heiter

Erinnerungen an Hanns Kneifel – berührend, aber auch heiter



Auf eine Mail im Mai

5 05 2013

Auf eine Mail Zauberspiegel

 

 

Und es ist schon wieder ein Monat vergangen – weiter gehts mit der Kolumne mit Andi Wolz und mir, diesmal reden wir über die Recherche.

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Rezension zu “Der Fluch der Halblinge”

23 04 2013

Burrows_Der Fluch der Halblinge

 

 

Eine schöne Rezension mit 5 Federn und sogar dem Bücherschatzemblem ist auf “Julianas Bücherblog” erschienen:

“Ich fühlte mich sofort von der Geschichte in ihren Bann gezogen und war begeistert von der schönen Welt, die die Autorin um mich herum entstehen ließ. Ich warte schon jetzt sehnsüchtigst auf den nächsten Band und kann dieses Buch jedem Fantasyfan und auch jedem Herr der Ringe Fan wärmstens empfehlen, ein absolutes Must-Have und dieses Schmuckstück wird mein Bücherregal nicht mehr verlassen.”

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Noch 35 Tage bis zum Garching-Con!

12 04 2013

Bombasta

 

 

Zu Pfingsten ist es soweit: Zum bereits neunten Mal öffnet der GarchingCon seine Pforten für alle Freunde der PERRY RHODAN-Serie. Viele der “Macher” werden dabei sein, das Programm ist reichhaltig und abwechslungsreich – und beinhaltet nicht nur die Serie, sondern auch allgemeine (SF-)Themen, Lesungen, Podiumsdiskussionen, Vorträge. Selbstverständlich ist auch Fabylon mit dabei! Ein Highlight ist der Vortrag des deutschen Physikers und ehemaligen Wissenschaftsastronauten Prof. Dr. Ulrich Walter am Sonntag, 19.5.2013 um 11 Uhr. Auch wer sich für den eigentlichen Con nicht interessiert, sollte sich diesen Vortrag nicht entgehen lassen!

Samstag Abend gibt es natürlich wieder eine Show – und eine Prämierung der besten Maske! Diese nimmt die allseits bekannte Enervira Bombasta, hier links im Bild, vor. Sonst ist sie ja galaktische Tierhändlerin, aber wir konnten sie für diesen Auftritt als Expertin für exotische Schönheiten gewinnen. Dafür anmelden kann man sich hier.

Aktuell gibt es einen Teaser zum Con, der genau erklärt, warum man dieses Ereignis nicht verpassen darf. Auf der Seite findet sich auch eine Möglichkeit zur Voranmeldung – nur noch wenige Tage zum vergünstigten Eintrittspreis. Also dann – kommen und Spaß haben!



Auf eine Mail im April

7 04 2013

Auf eine Mail Zauberspiegel

 

 

Und wieder einmal ist es soweit: Der April ist da, und es ist Zeit für eine weitere Kolumne. Andi Wolz hat sich diesmal für die Ausstellung auf Messen interessiert und war gewiss mehr als überrascht über meine karge Antwort zu Frage 2. Aber sie ist zutreffend. Übrigens nicht nur für den Fantasy-Bereich, das gilt auch – und vor allem – für die SF. Und es gibt auch schon jede Menge Antworten dazu.

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Perry Rhodan 2694: Todeslabyrinth

5 04 2013

2694tibi

 

 

Da ist er also, der zweite Gastband kurz vor Zyklusende, heute offizielle VÖ. Und hier geht es um eine Reise ganz besonderer Art. Um eine Reise zu sich selbst, während alles in einem zerfällt, zerbricht und sich auflöst. Wenn das weiße Nichts einen jagt und verfolgt.
Was geht in Menschen vor, die sprichwörtlich “den Verstand verlieren”? Deren Gehirnzellen in rasender Geschwindigkeit absterben, deren Synapsen zerstört werden? Können wir nachvollziehen, was da “im Oberstübchen” geschieht? Mal abgesehen von den Messungen mit Maschinen, die hier und da ein Feuerwerk anzeigen können und dort Grabesstille. Aber welche Auswirkungen hat das auf die Denkweise, auf das Lebensempfinden? Das Schlimme ist: Man kann nichts tun als Außenstehender, als hilflos dabeizustehen und zuzusehen. Und Geduld zeigen, wenn der Erkrankte sich wiederholt, weil er vergessen hat, was er vor zwei Minuten erzählt hat. Behutsam sein, niemals spüren lassen, dass der Erkrankte “nicht mehr so ist” wie früher, “nicht mehr so wie wir”. Nicht mehr … “normal”. Man kann nur Veränderungen vermeiden, herausfinden, was dem Erkrankten noch ganz besonders viel bedeutet und deswegen nicht ganz so schnell aus dem immer lückenhafter werdenden Gedächtnis entschwindet, und ihm die lichten Momente so schön wie möglich zu bereiten. Wir Außenstehende müssen mit der emotionalen Belastung fertig werden, die daraus resultiert. Und das womöglich jahrelang. Für den Erkrankten kommt ab und zu der Moment, zu dem er erkennt, was mit ihm passiert. Was aus ihm wird. Kann er damit umgehen? Kämpft er?
Es war für mich eine Reise der ganz besonderen Art, und ich finde es wichtig, solche Themen auch einmal in einer SF-Abenteuerserie zu bringen. Und dazu gehört natürlich auch noch der Alptraum am Schluss, die Flucht, die am Ende zu sich selbst führt. Diese – philosophische – Thematik ist natürlich nicht neu (ich habe sie, natürlich in anderer Form, auch bei den Chroniken von Waldsee behandelt), aber sie gefällt mir sehr, und ich habe sie darum nach den Expo-Vorgaben sehr gern beschrieben.
Mich hat diese Geschichte jedenfalls berührt, und das wollte ich weitergeben. Nochmals Dank an Uwe Anton! (Mach’s gut, und danke für den Fisch – Insiderjoke an dieser Stelle, du weißt schon, Uwe ;-) )
Zwei kleine Zitate habe ich dann auch noch reingebracht, weil sie gerade so gut gepasst haben – und zwar in philosophischer Hinsicht. Ein Zitat stammt von meinem heißgeliebten Donald, dem die großartige und unerreichte Dr. Erika Fuchs diese treffenden Worte in den Schnabel gelegt hat, und das zweite von Crazy Horse, das meine persönliche Lebenseinstellung wiederspiegelt.



Perry Rhodan 2693: Meuterei auf der BASIS

28 03 2013

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Es ist mal wieder soweit – 41 Hefte nach meinem “Jubi-Band” gebe ich erneut ein Stelldichein mit der Serie. Und das nicht nur einmal, sondern gleich zweimal.

Diese Woche ist also die “Meuterei auf der BASIS” dran.
So manche Puristen schreien da natürlich sofort auf. “Was, die BASIS, das ist doch gar nicht die BASIS, die BASIS gibt’s doch so gar nicht mehr, und das spielt ja ganz woanders, und überhaupt, wieso dieser Titel …” Ein paar Puristen haben sicher das Problem, dass sie eine dermaßene Steilvorlage nicht erkennen können/wollen, und was eine Hommage bedeutet. Sehr wohl war das hier beschriebene Schiff, die CHISHOLM, ein Teil der BASIS, und damit ist der Titel nicht falsch. Auch nicht weit hergeholt.
Und wenn man die Vorlage einer Meuterei bekommt mit einem Schiff, das mit “B” beginnt, dann denkt man doch sofort an … na? Genau! Die “Bounty” natürlich. “Meuterei auf der Bounty”, jeder kennt diesen Titel, die legendäre Geschichte dazu (mehr oder minder real oder hollywoodmäßig).
Jedenfalls: Wenn ich als Autor einen Meuterei-Stoff angeboten bekomme auf einem (Raum)Schiff, das mit “B” beginnt, dann ist es mir schnurzpiepegal, ob der Titel ultra-korrekt “… auf der CHISHOLM” lauten sollte.
Da ist eben neben dem Leser auch noch der Autor, in dem Fall ich, die sich freut – über die Steilvorlage, und dass sie auch noch von der Redaktion genehmigt wurde. Boah, so ein Titel, und mit meinem Namen! Er sprang mir sofort ins Auge, und die Redaktion hat meinen Vorschlag angenommen. Allein das macht mich schon stolz und ich werde damit angeben.
Normalerweise hätte ich im Text mehr auf die Pauke gehauen. In einem anderen Universum wäre es nicht so vergleichsweise harmlos zugegangen wie hier, aber dies ist das Universum des Perry Rhodan, und deshalb geht man hier anders miteinander um, und es müssen andere Maßstäbe angesetzt werden. Es geht zivilisierter zu, auch wenn einem nicht danach sein mag. Wir befinden uns im 6. Jahrtausend in der Zukunft, die ein Unsterblicher namens Perry Rhodan geschaffen hat, es kann nicht “genauso sein” wie bei uns.
Insofern war das auch eine wichtige Lektion für mich beim Schreiben: Nicht den einfachen Weg zu gehen. Sondern den Weg einer ungewöhnlichen Meuterei zu beschreiben, bei der alles anders ist als gewohnt, und die dennoch eine ernste Gefahr bedeutet. Eine echte Herausforderung. Auch wenn es nicht danach aussehen mag, es war knifflig zu schreiben. Ich hätte auch einen Doppelband draus machen können, doch durch die Platzbeschränkung konzentrierte ich mich auf das “Psycho-Duell” im Dialog zwischen den Anführern, was ich an sich spannend genug finde – mehr eigentlich als äußere Gefahren.
Von so manchen Puristen wird aber vermutlich (erfahrungsgemäß) nicht nur der Titel bemängelt, sondern auch “wieso kommt dieses unwichtige Nebenthema ausgerechnet in einer -90er Nummer???” Das sehe ich voraus, denn an diese nimmermüde Diskussion (bzw. das Leser-Feedback) bin ich seit meinem Beginn als aktive PR-Autorin Ende 1991 gewöhnt.
Vor vielen Jahren sagte ich einmal “jedes Heft ist ein Lückenfüller”. Ich sehe keinen Grund, warum eine Geschichte, solange sie gut ist und unterhält, nicht in den 90ern oder sonstwann spielen soll. Wenn ich mich recht erinnere, waren die ersten BASIS-Abenteuer, auf die diese Geschichte hier sich bezieht, ja in den 00ern. (Demnach umgekehrt: Wieso ausgerechnet da?!) Also – dann schließt sich hier der Kreis, und wenn das nicht rund und passend ist und einen Bogen perfekt zum Abschluss bringt, dann weiß ich auch nicht.
Wir beschreiben in der Serie den Weg der Menschheit in der Zukunft, und dabei geht es ab und zu eben auch einmal um die “kleinen Menschen”, die “unwichtigen Randfiguren”, die sind wie wir – und die doch eine Veränderung herbeiführen. “Kein Handlungsfortschritt” – in welcher Hinsicht denn nicht? In einer wöchentlichen Abenteuerserie muss es demnach jede Woche galaxisweite Geheimnisse zu lösen geben, mit mindestens einem Superwesen? Jedem das Seine – mir als Leserin vor vielen Jahrzehnten waren genau diese “kleinen”, lebendigen Geschichten am liebsten, weil ich “ganz dabei” war und im Abenteuer in fernen Galaxien unterwegs, wo noch nie … äh, halt, das führt jetzt doch zu weit.
Mein Dank geht jedenfalls an Uwe Anton, dass ich diese Geschichte schreiben durfte. Genau mein Ding!

Und was nächste Woche kommt, ist erst recht mein Ding. Ich höre die Aufschreie jetzt schon …



Buchmesse Leipzig 2013 – eine Rückschau

19 03 2013

Am Mittwoch ging es los – ich habe Ehemann und Verleger Gerald Jambor in der Rehaklinik abgeholt und wir fuhren direkt weiter auf die Autobahn gen Leipzig. Ein Stau bei Münchberg, na schön, so was kann es ja immer mal geben. Das Wetter ist bescheiden, eisiger Winter mit Schneefall, und das Mitte März. Da werden Fahrer schon mal unvorsichtig – vor allem die LKW-Fahrer. Das führt dazu, dass auf der A9 bei Dittersdorf zwei LKW-Fahrer auf einer über 20 km langen Baustelle nichts besseres zu tun haben, als sich zu überholen, es ist zu eng, man kracht so zusammen, dass bei einem LKW das Führerhaus weggerissen wird, und wir anderen stehen im Total-Stau, weil logischerweise die gesamte Richtung verstopft ist. Dadurch kommen wir mit über 4 Stunden Verspätung in Leipzig an, und ja, ich bin sauer. Solche Unfälle sind vermeidbar!

Aber der Aufbau ist schnell geschehen. Da wir nicht verkaufen dürfen, habe ich nur je 1 Stück unserer Titel dabei, mit Ausnahme der »Chroniken«, weil wir hierfür ja auch einen Aufsteller haben und protzen wollen. So treffen wir kurz vor halb 9 abends im phänomenalen The Westin Leipzig ein. (Nebenbei: zum ersten Mal nehme ich ein Hotel in der Innenstadt, und schon ist hier der halbe Weg wegen Baustelle gesperrt, und wir müssen einen Umweg nehmen.)

Uns erwartet bester Service, ein schönes Zimmer im 20. Stockwerk, eine Bar, die großartige Cocktails kredenzt, dazu ein lecker Schmaus, und nicht zu vergessen das fantastische »Falco**« mit einem wunderbaren Gourmet-Angebot für Auge und Gaumen hoch oben auf der 27. Etage. Hier erholen wir uns wahrhaftig des Abends von der Messe. Ein kleiner Urlaub sollte ja auch mit dabei sein.

Donnerstag und Freitag erwarten uns auf der Messe eine Menge Gespräche, die den Grundstein für neue Projekte bilden sollen – und hoffentlich auch werden. Samstag und Sonntag gehört dann ganz den Besuchern und CosPlayern, unseren treuen Kunden und den an Ort und Stelle neu Gewonnenen. Wir bekommen viel Besuch (sogar Sekt wird mitgebracht …), und ja, unser »Mega-Klopper«, die luxuriöse Sammelausgabe der »Chroniken von Waldsee«, ist ein echter Hingucker und findet viel Interesse und Anklang.

Es ist eine interessante und anstrengende Messe, wie immer, und wir haben – wie erwartet – viel Spaß mit unseren Standkolleginnen und Kollegen, da wir alle auf »kleinem Raum« versammelt sind.

Aber.

Natürlich meldet die Messe wie jedes Jahr Besucherrekorde. Doch das stimmt nicht! Wir haben sehr viel weniger Publikum als in den vergangenen Jahren festgestellt, und das ist auch kein Wunder, fehlen doch sehr viele Aussteller. Die Halle 5 war gar nur zur Hälfte belegt, und selbst in unserer Halle 2, die am meisten besucht ist, findet sich viele freie Fläche, und die Gänge sind mehr als doppelt so breit wie sonst.

Woran liegt es? Am »neuen« Konzept der Messe, das ja nun schon zwei Jahre alt ist. Obwohl immer wieder versichert wird, wie wichtig die Halle 2 mit der Phantastik sei, wird alles dazu getan, um die Leute zu vergraulen. Das fängt damit an, dass wir nicht mehr verkaufen dürfen, und es geht damit weiter, dass die CosPlayer, die wegen der Medienaufmerksamkeit angeblich »sehr geschätzt« sind, ans hintere Ende der Halle verbannt werden, wo sie »auf einen Haufen gedrängt« dann TV-wirksam in Szene gesetzt werden können. Aber bitteschön den »normalen« (seriösen?) Ablauf der Messe nicht stören sollen. Wir haben sehr viel weniger Kostüme als in den Jahren davor gesehen (und davon waren die meisten an mehreren Tagen anwesend), und vor allem das Alter der Träger war weit heruntergesetzt. Und das liegt sicher nicht daran, dass die CosPlayer »herausgewachsen« sind. Die Händler sind gleich daneben an die Wand gequetscht worden und müssen horrende Standmieten zahlen. Desgleichen die Comic-Künstler – ja, Comics will man schon gleich gar nicht mehr haben! -, die für ihre Signierstunden sage und schreibe 40 Euro pro Tisch und Veranstaltung bezahlen müssen. Außerdem dürfen sie nicht einfach zeichnen und signieren, was sie möchten oder gewünscht wird, alles muss völlig p.c. und vor allem züchtig sein. (Mal abgesehen davon, dass im Animekino 8jährige gebannt den großformatigen Sexszenen zusahen.)

Es ärgert mich auch, dass ich kurz vor der Messe noch einmal eine Mail mit drastischen Worten erhalten habe, in der deutlich darauf hingewiesen wurde, dass ich mich gefälligst an alle Bedingungen zu halten habe, andernfalls drohen enorme Strafen. Und eine Bitte von mir wurde – zur Hälfte – »ausnahmsweise erlaubt«. Das ist ein Ton, den ich mir verbitte, denn ich bin diejenige, die den Stand bezahlt und damit der Messe ihr Überleben garantiert.

Will man Klein-Frankfurt werden? Ich weiß es nicht. Die Fantasy-Leseinsel ist wegen des vakanten Platzangebots so groß geworden, dass die meisten Leute nur dasitzen und sich erholen, ohne zuzuhören, weil sie sowieso nur die Hälfte mitbekommen. (Leider war auch die Qualität der Lesungen großteils schlecht.) Frustrierend ist das insofern, da man für diese Lesung als Verlag ja auch noch bezahlen muss. (Damit hat vor 4 Jahren eigentlich alles angefangen – es wird groß mit »Leipzig liest« geworben, aber bitteschön nur gegen ordentlich Geriebenes.)

Gewiss, vor sieben, acht Jahren war die Messe klein, und man rang um Aufmerksamkeit, vor allem der Verlage. Doch nun, da es endlich so richtig angelaufen scheint, vergrault man die Aussteller und setzt lieber auf Zugpferde. Kleinverlagen werden Steine in den Weg geschmissen, wo es nur geht – Starterpaket hin oder her, das ist doch alles nur Augenwischerei.

Das alles wäre noch gut zu verkraften, wenn das Publikum noch so engagiert wäre wie wir es vor 8 Jahren und bis eigentlich 2011 (2012 waren wir wegen des »neuen Konzeptes« aus Protest nicht dabei) erlebt haben. Diesmal beobachteten wir nicht nur sehr viel weniger Besucher, sondern das Verhalten hat sich auch geändert. Die meisten verhielten sich wie bei einem Besuch im Museum oder im Zoo: Anschauen, weitergehen. Erst am Wochenende gingen dann auch mal Prospekte weg, und es wurden Bücher angesehen und Fragen gestellt.

Die Verlage geben sich Mühe, Publikum anzuziehen, mit Bestsellerautoren, Ehrungen (zB von Wolfgang Hohlbein) und Preisverleihungen wie dem Seraph. Bei den Bestsellerautoren waren die Warteschlangen zum Signieren stets lang.

Aber sind wir wirklich noch auf dem richtigen Weg?

Oliver Plaschka wetterte am Samstag im Anschluss an seine Lesung, dass Fantasy keine Jugendliteratur sei, und da hat er absolut recht. Und mir völlig aus der Seele gesprochen. Seit Anfang der 80er bemühe ich mich, in den Kopf der Leute zu bekommen, dass die Formel nicht Fantasy = Jugendliteratur heißt. Sondern dass sie sich eigentlich von Anbeginn an Erwachsene gerichtet hat. Wie oft muss ich mir also noch anhören »Das ist doch nur was für Kinder«? Ich bin es müde, ich bin es leid, und Oliver Plaschka hat mein Empfinden in Worte gekleidet. Vor allem, wenn bei einer Preisverleihung wie dem Seraph ca. vier von fünf Preisen an Jugendbücher gehen, kann was nicht stimmen. Das ist nicht in Ordnung, und es zertrümmert alles gründlich, was ich in den vergangenen Jahrzehnten versucht habe aufzubauen. Nun kann ich nur noch ein »siehste!« ernten.

Doch ein kleines Highlight gab es trotzdem. Wir blieben bis Montag, um am Sonntag noch einmal gemütlich zu essen und uns gründlich auszuschlafen. Nachdem es in den Messetagen meist sonnig, aber eisig kalt war, erwartete uns dann am Montag nasser Schneefall. Was nicht so schlimm war, denn wir hatten zwar den Zoobesuch geplant, aber nur das Aquarium und das Gondwanaland, da mehr aus bekannten Gründen sowieso nicht zu schaffen war. Ich hatte extra einen Elektroscooter bestellt; glücklicherweise haben wir nach unserer Ankunft im Zoo dort angerufen, denn ohne uns vorher je zu informieren, geschweige denn aktuell Bescheid zu geben, wurden wir beschieden »bei dem Wetter machen wir das nicht, das könnte ja einen Kurzschluss geben«. Ok?! Die gesparten 30 Euro haben wir dann in ein gutes asiatisches Menu im Zoorestaurant investiert. Die netten Zoohelfer hatten allerdings einen Rollstuhl für uns, der kostenlos zur Verfügung gestellt wird. So fuhren wir also durch diese tolle Halle unter tropischen Temperaturen, während es draußen saute. An dieser Stelle muss gesagt werden: Das »Gondwanaland« ist unglaublich toll gemacht, und das Zoo-Personal ist spitze! Jederzeit freundlich, hilfsbereit, zuvorkommend. Da man sich wie durch »die Wildnis« bewegt, muss man ein flinkes Auge haben um die Tiere auch zu »erwischen«. Aber man sieht immer ein paar – beispielsweise auf der Bootsfahrt haben wir einen Ozelot beobachtet, der gerade eine Ente gefangen hatte. Dann gibt es auch noch den »Treetop-Walk«; am liebsten hätte ich da gleich Urlaub gemacht!

Fazit: Vorwiegend waren diese Tage auch als Urlaub eingeplant, die wir sehr genossen haben. Die Messe war trotz allem erfolgreich für uns, aber verglichen mit den Vorjahren wäre da sehr viel mehr drin gewesen. Ob ich nächstes Jahr noch einmal wiederkomme? Ich habe bis September Zeit, mich zu entscheiden, aber momentan stehen die Zeichen eher dagegen, denn der aktuelle Stil der Messe gefällt mir nicht. Es ist vielleicht sinnvoller, dieses Werbebudget anderweitig zu verwenden. Mal abgesehen davon, dass ich mir nach 25 Messejahren gestatte, auch mal ein wenig »müde« zu werden.

Sonnenaufgang Zimmerfenster 20. Stock

Sonnenaufgang Zimmerfenster 20. Stock

Leipzig erstrahlt

Leipzig erstrahlt

Donnerstag früh - es geht los!

Donnerstag früh – es geht los!

Der Hingucker

Der Hingucker

Freitag Morgen

Freitag Morgen

 

Samstag: garantiert elfenfreier Inhalt! Da können wir leicht strahlen.

Samstag: garantiert elfenfreier Inhalt! Da können wir leicht strahlen.

 

Da strahlt auch der Künstler: Timo Kümmel

Da strahlt auch der Künstler: Timo Kümmel

 

Wir sind stolz an diesem Messesonntag.

Wir sind stolz an diesem Messesonntag.

Und nun der Zoo Leipzig - Gondwanaland. Eine lässige junge Dame so früh am Morgen.

Und nun der Zoo Leipzig – Gondwanaland. Eine lässige junge Dame so früh am Morgen.

Ein Boot nur für uns Zwei! Im tropischen Dunst ...

Ein Boot nur für uns Zwei! Im tropischen Dunst …

Wir fahren in die Geschichte Gondwanas...

Wir fahren in die Geschichte Gondwanas…

... durcheilen die Jahrmillionen ...

… durcheilen die Jahrmillionen …

... und begegnen in der Gegenwart wie auf Bestellung einem lebenden Fossil: dem jungen Komodowaran.

… und begegnen in der Gegenwart wie auf Bestellung einem lebenden Fossil: dem jungen Komodowaran.

durch das tropische Gondwana - mit Ausschnitt auf den Treetop-Walk.

Durch das tropische Gondwana – mit Ausschnitt auf den Treetop-Walk.

Und zuletzt die entzückende Schabrackentapirmami mit ihrem fröhilchen Kind.

Und zuletzt die entzückende Schabrackentapirmami mit ihrem fröhlichen Kind.

 

 

 

 

 

 

 



Justifiers 10

8 03 2013

J10Cover

 

 

 

Nun ist er also da, mein Beitrag zu Markus Heitz’ Universum: Band 10 der Justifiers-Reihe lautet “Unusual Suspects” und stammt von mir. Er ist gerade druckfrisch erschienen. Freut mich, mit dabei gewesen zu sein, hat Spaß gemacht. Und mal wieder SF zur Abwechslung.

 

 



Perry & ich

6 03 2013

Waaaas, schon wieder? Hat sie nicht gerade ihr 1000er-Jubiläum gefeiert? Und nun auch noch zwei Bände??!
Ja, sie kann’s nicht lassen. ;-) Mit den Heftromanen Nr. 2693 und 2694 schicke ich gerade so vor Zyklusende noch einmal zwei Geschichten auf die Reise. Beide Romane haben nichts miteinander zu tun (nicht mal die Galaxis), es ist also kein Doppelband. Aber es “menschelt” gehörig in beiden Bänden. Die 2693 trägt den Titel “Meuterei auf der BASIS” – und ja, der Titel ist absichtlich so gewählt und toll, dass ich ihn wählen konnte -; hier spielen viele Personen eine Rolle. 2694 heißt “Todeslabyrinth” und ist eine sehr tragische Geschichte, und es geht nur um eine einzige Person.
Ich habe mich gefreut, in den 2600ern nochmal dabei zu sein. Beide Geschichten mag ich sehr; wobei 2693 ruhig ein Doppelband hätte sein können, ich habe vieles aus Platzmangel gar nicht unterbringen können, was ich noch an Ideen hatte – und dann wäre er auch um einiges härter geworden. Das “harte” Leben habe ich dann eben auf 2694 übertragen.