Liebe Freunde von Uschis Blog …

4 05 2018

… ich habe alle Verlinkungen rausgehauen und die Kommentarfunktion deaktiviert sowie alle Kommentare gelöscht. Es gibt keine früheren gespeicherten Daten mehr und neue wird es nicht mehr geben. Ich werde den Blog weiter betreiben. Vielleicht gibt es eine Lockerung meiner Regelungen, sobald sich die neue Verordnung eingespielt hat und man weiß, worauf man eigentlich achten muss. Ich hoffe, ihr lest trotzdem weiter!



S – Das Schiff des Theseus (Abrams/Dorst) SPOILER Offene Fäden

10 01 2016

Dies ist bestimmt keine vollständige Liste, aber das, was mir aufgefallen und noch im Gedächtnis geblieben ist. Gewiss, es müssen nicht immer alle Rätsel gelöst werden, aber wenn man bedenkt, welches Fazit am Ende übrig geblieben ist, so ist es doch sehr ärgerlich, hier ganz offensichtlich an der Nase herumgeführt zu werden mit irgendwelchen Häppchen. Ich weiß, das liebt Abrams, aber genau deswegen ist er zwar ein Ausnahmeregisseur (weswegen ich ihn schätze und nahezu alle seine Filme anschaue), aber leider trotzdem kein guter. Er hat einige Filme (zuletzt Star Trek 2) ganz ordentlich aus solchen Gründen vergurkt. Und hier erkennt man ganz deutlich, dass er kein Literat ist, da hilft auch kein Co-Autor. So etwas als „interaktiv“ zu präsentieren, wenn am Ende eine dünne Geschichte übrig bleibt und der Rest in die Irre führt, ist nicht mal ein gutes Spiel. Weder als Game, noch als Geocaching. Quest oder Heldenreise kann man das erst recht nicht nennen. Es ist ein bisschen was von allem. Und das ist schlichtweg Murks. So viel Potential steckt drin, so viele gute Ideen im Ansatz, und dann nichts weiter, weil man sich verzettelt und eigentlich nicht mehr weiterweiß. Abrams verteidigt ja seinen Standpunkt, offene Lösungen zu haben (in irgendeiner Sendung im Internet zu finden, finde ich grad nicht), interessiert mich nicht. Dass er es erklärt, macht wie gesagt den Witz nicht besser. Ich bin und bleibe klassischer Leser und erwarte Qualität bei so einer aufwendigen Sache. So, nun habe ich hoffentlich auch noch die Letzten vertrieben, die nicht wissen, was SPOILER heißt, und nur noch diejenigen sind übrig, die die Story bereits kennen. 🙂

– Jen und Eric nehmen an, dass VMS zunächst mit dem 19-Jährigen Straka, der sich von der Brücke gestürzt hat, identisch ist und dann letztendlich daraus das Kollektiv „Straka“ wurde, das wiederum der Loge „S“ entspricht, in 1. Generation. (Straka/VMS blieb geheim, um das Kind zu schützen – vor wem auch immer) Die folgenden Generationen sind natürlich nur noch „S“. Soweit, so klar. Ende hierzu …

– Beide Seiten benutzen das kalligraphische „S“, was sehr praktisch ist, da es somit willkürlich eingesetzt werden kann und keine sonderliche Bedeutung mehr hat. Soweit, so doof. Ende hierzu …

– Eric wird auf den geheimen Kanalgängen zur Uni verfolgt und findet dort „S“ vor. Wird nicht geklärt, wer das war?? Paranoia?

– Jen erlebt mehrere Anschläge (auch auf Elternhaus/Scheune), wird nicht geklärt, wer das war?? Paranoia?

– Serin = ? -> Geldgeber? = ?

– Arp = ?

– Bouchard = ?

– Desjardins „Mord“ = ?

– Affe = ???? Ja, sicher, der Affe ist ein Trickster und sehr bedeutsam in der Mythologie, aber … ich komm einfach nicht drauf, wozu er dient …

– Die Obsidianstücke = ? Sogar die ganze Insel. Dient als Erkennungszeichen, Waffe … aber keinerlei Handlungsrelevanz. Kommen nie wieder zum Zuge. Ob man sie nun hat oder nicht, völlig wurscht, es zeitigt keine Auswirkungen (außer in der Hinsicht, dass Moody und Eric anscheinend die nächste Generation „S“ bilden sollen, zusammen  mit ??), sondern ist auch wieder nur ein bildliches Symbol. Kein Artefakt!

– Codes = ?????????????????????????????????????????????
Man kann sich natürlich mit den Codes spielen, was ich aber nicht getan habe, da sie völlig irrelevant sind und nur Ablenkung. Selbst wenn wir beispielsweise wissen, wer „Agent X“ nun wirklich war, wird derjenige nie wieder erwähnt bzw. hat keinerlei Handlungsrelevanz. Vor allem: Alle „S“ bzw. deren Gegner der 1. Generation (und auch die meisten der 2., wenn nicht alle) sind TOT. Was bezweckt FXC mit den Codes – an wen und gegen wen und wen warnt sie?! Es handelt sich auch um „Liebescodes“, an VMS gerichtet – nur, der ist, selbst wenn er Havanna überlebt hat, schon rein aus Altersgründen TOT. Als reines interaktives Spielchen ist das absolut daneben, da nicht zielführend. Bei jedem PC-Game kommt man weiter, bei jeder Schnitzeljagd. Also wozu? Spielen um des Spielens willen? Thriller und/oder Krimi ohne Aufklärung? Doof.

Und noch ein paar Kleinigkeiten …
– Warum es „Das Schiff des Theseus“ heißt bzw. „Die Schiffe des Theseus“ heißt? Jaajaaa mythologischer Bezug, aber erklärt ihn mir doch bitte. Der Schiffstyp, die Schebecke, ist beliebt bei Piraten gewesen, weil sie so schnell war; das Piratenmotiv kommt auch im Roman- wie Rahmen- wie Fußnotentext immer wieder vor. Und dann natürlich: Es gibt keine Veränderung, auch wenn die Mitwirkenden sich ändern. Also in Form der Person, siehe „S“ 1., 2., 3. Generation. Gut! Und? Relevanz? Die Schiffe werden immer die Meere befahren und für „Gerechtigkeit“ sorgen, wurscht, wer an Bord ist. Ja, nu. Na dann. Äh. Hm?

– Die zugenähten Münder der Matrosen werden ad absurdum geführt, als Sola meint, das wäre zwar Tradition, kann man aber auch einfach bleiben lassen. Also wozu dann erst? In der Fantasy würde so etwas gar nicht funktionieren und das demontiert den eigentlich streckenweise recht guten Romantext.

– Wo ist Mahlstrom abgeblieben? Es ist dasselbe Schiff mit denselben Matrosen.

– Thema Archäologie: Höhlenmenschen K = ? / – Höhlenmalereien K = ? / – Wölfe/Werwölfe = ? Mordsmäßig aufgebauscht, aber leider ohne weitere Relevanz.

Zum Abschluss muss ich noch einmal auf das Büchlein zurückkommen, das ich parallel gelesen hatte – denn das ist schon irgendwie krass. Ich hab zu irgendeinem Kapitel erwähnt, dass ich von Cees Noteboom „Die folgende Geschichte“ lese, und was daran tatsächlich krass ist, es ist eine mythologische Reise, mit dem Schiff, mit einer Art Loge, und einem mysteriösen X, und das auch noch in Brasilien. Da finden sich gewisse Parallelen; kann kompletter Zufall sein, war aber vielleicht – da Abrams sich ja sehr auf Skandinavien konzentriert – ein Ideenanreiz, was auch immer. Notebooms Roman kommt allerdings vollständig ohne Firlefanz aus und ist prickelnd mysteriös und rätselhaft. Auf dem Cover (und das war, bevor ich „S“ in Händen hatte) ist eine Figur, die ein Mensch ist, aber sehr starke Ähnlichkeit mit einem Äffchen hat. Ich setze es hier mal hinzu und beende damit meine Ausführungen und fröne jetzt meiner persönlichen Paranoia. 🙂 Cees



S – Das Schiff des Theseus (Abrams/Dorst) Fazit

9 01 2016

Eine rückwärts gerichtete Erzählung, die zu Beginn eine Fülle an Informationen bietet, die Zug um Zug, je mehr man sich der Auflösung bzw. dem Ende nähert, abnehmen und an Bedeutung verlieren.

Ein Verschwörungs- und Rätselbuch, das mit sehr großem Aufwand erstellt wurde und nicht nur durch die Beilagen, sondern auch im Internet akribisch weiter ausgeführt wird mit Informationen, Hintergründen und dergleichen mehr. Eine Rahmengeschichte auf diese Weise zu erzählen, die noch dazu die eigentliche Hauptgeschichte ist, hat etwas für sich. Kann man natürlich nur einmal bringen, doch das ist wirklich gut gelungen.

Gratulation an die Übersetzer, die ihre Sache hervorragend gemacht haben.

In dieser Hinsicht ein Kleinod, ein wertvolles Sammlerstück, und der Dank gilt den Verlagen, dass sie dieses Kleinod auch das Licht der Welt erblicken lassen.

Was aber nur gelingen kann, wenn sich jemand wie JJ Abrams daran macht. Der Mann hat das Ansehen und das Geld, einen solchen Aufwand zu treiben und den Erfolg der Veröffentlichung hinzubekommen. Seinen Co-Autor kenne ich nicht.

Kein Verlag würde so einen Aufwand treiben, stünde dahinter nicht mindestens ein berühmter Name, der vielleicht sogar einen Teil der Produktionskosten übernommen hat.

Eine Hommage ans Buch, ans Lesen, ans Rätselspielen mit steigender Spannung. Und für diejenigen, denen das nicht genug war und die noch mehr haben wollen, gibt es im Internet haufenweise mehr dazu. Es sind alles Ablenkungen.

Denn: Es ist dann halt auch nicht mehr. Der Streifzug durch die Film-Literatur ist sehr pointiert, nett. Der fiktive Autor Straka war für mich schon zu Beginn ab dem Moment uninteressant, als ich die lange Liste gelesen habe, woran er alles beteiligt gewesen sein soll. Das ist dann einfach zu viel (und auch zu grotesk und absurd). Bond/Blofeld.

Die Schwäche des Buches ist meiner Ansicht nach, dass Abrams Filmemacher ist und kein Literat, und dass er schon mal gern die Stringenz auf Kosten der Effekthascherei flöten gehen lässt und zu sehr zu detail- und selbstverliebten Mitteln greift, die letztendlich keinen Sinn und Zweck ergeben.

Man soll das Buch mehrmals lesen, doch dazu kommt es bei mir nicht, denn was sich jetzt nicht erschlossen hat, wird sich auch später nicht erschließen oder eine Lösung bieten, sondern höchstens eine Interpretationsvariante. Das mit dem mehrmals Lesen ist auch nur deswegen notwendig, weil man bei der Fülle an verschiedenen Leseabschnitten einfach einiges überliest bzw. wieder vergisst, denn so viele Infos werden gar nicht vermittelt, man ist nur diese „Multi-FiFo“-Aufnahme nicht gewohnt, sondern eben lineares Lesen. Ich hasse es übrigens, hin und herspringen zu müssen, um etwas zu kapieren. Suchen kann man in dem Teil gar nicht, wo denn, bei so vielen Textstellen? Deshalb verzichte ich notgedrungen einfach auf die Dinge, die mir persönlich nicht so wichtig sind – etwa die Codes und Verschlüsselungen; ich habe mich natürlich auf die Romanzen konzentriert. 😉

Das ist für mich auch nicht der Sinn eines Buches, denn ganz ehrlich, ich bin nicht Eric, ich hab weder die Zeit noch die Lust, daraus das „Buch meines Lebens“ zu machen. Ich brauche auch keine Internetseiten mit Lösungsansätzen. Nichts ist so unwitzig wie ein Witz, der erklärt werden muss und dazu noch verschiedene Pointen anbietet.

Es ist also reine Interpretationssache, und ich interpretiere jetzt mal, dass alles eine einzige riesige Lügenbarongeschichte ist, eine Posse, ein Ballon, gefüllt mit heißer Luft, der ablenkt von einem ziemlich simplen, wenngleich variationsreichen Thema.

Was mich in der Retrospektive meiner Kommentare ein wenig verärgert, dass so viele hingeworfene Fäden nie mehr aufgegriffen und zum Ende geführt werden. Alles nur Ablenkungen, um die Spekulationsfreude zu schüren, und schon sind wir wieder beim mit heißer Luft aufgeblasenen Ballon. Da hätte schon sehr viel mehr Potential drin gelegen.

Die Essenz für mich daher: Die Liebe in all ihren Variationen, als Nebeneffekt die Suche nach sich selbst, wer man sein will, und ob man es wagt, eine Beziehung einzugehen. Die Verschwörungstheorien sind schmückendes Beiwerk, um eine Spannung aufzubauen und den Anschein eines Thrillers zu erwecken, doch jagen alle Figuren nur einem einzigen Ziel hinterher, nämlich sich zu beweisen.

Fazit: Weniger wäre mehr gewesen, damit ich mich emotional beteiligter empfunden hätte. Ich bin und bleibe ein klassischer Leser. Und mal ehrlich, wieso sollte ich nach dem Zuklappen weiterhin einer fiktiven Figur mit fiktiven Büchern hinterherjagen und die Identität anderer fiktiver Figuren enthüllen wollen? Was bringt mir das? Die Autoren bieten ja kein Lösungsbuch an, und vor allem sind es ihre Figuren. Die können mir viel erzählen. Interaktiv gut und schön, aber Ende ist für mich Ende, ich bin weder Jen noch Eric, sondern halte es mit „EP“.

Für die Idee, optische Aufmachung und die Freude beim „Herumspielen“ gebe ich 5 von 5 Punkten, für die Ausführung 3, für die Storyline selbst knappe 2 Punkte.

Nachtrag im März 2016: Es gibt jetzt auf dem „Straka-Blog“ das „angeblich von Straka verfasste Ende“ nachzulesen. Auf Englisch, ein reichlich langer Text, der ein wenig düsterer endet. Hier zu finden

Weiterer Nachtrag: Das gelöste Coderätsel findet sich hier



S – Das Schiff des Theseus (Abrams/Dorst) 10. Kapitel

8 01 2016

Kapitel 10 – Schiffe des Theseus

Auf Stufe 2 suchen Jen und Eric immer noch nach Codes, aber natürlich sind sie nicht von Bedeutung, wie alles andere auch nicht. Die doofen Fußnoten lese ich auch weiterhin nicht, ich finde die erzählte Geschichte besser und möchte sie ungestört verfolgen. Die hat durchaus ihre Reize.

Ich hoffe sehr darauf, mal zu erfahren, warum es das Schiff des Theseus heißt …

Jen und Eric reisen den Spuren des Buches nach, nach Europa, um ihre Forschungen fortzusetzen. Sie haben die echten Seiten des echten Endes erhalten, doch wir erfahren nicht, was darin steht, außer, dass es schauerlich sein muss. („Viele Frauen“, na, das kann alles und nix heißen.) Ansonsten sind sie happy miteinander und füllen nun gemeinsam die Seiten eines Buches.

Das gedruckte, anscheinend von FXC verfasste Ende des „S“ ist nicht verständlich (was ich auch nicht erwartet habe, siehe meine Kommentare vorher). Hat Theseus nun den Ariadne-Knoten aufgedröselt?

Keine Ahnung!

Und darum geht’s auch gar nicht.

(<- Kapitel 8) … Schwarzrebe wird. Die explosive Substanz, die man als Wein trinken kann, die aber in Wirklichkeit Tinte ist, die nicht weniger Explosives verfassen kann. Yep, das war’s.

Und VMS? Es gibt einen starken Hinweis, den Jen und Eric verfolgen, aber noch keinen Be-weis. Doch er hatte seinen Grund für sein heimliches Verhalten, der Schutz des Kindes. That’s all.



S – Das Schiff des Theseus (Abrams/Dorst) 9. Kapitel

7 01 2016

Kapitel 9 – Vögel des Negativraums

S ist wieder einmal wo gelandet, in der „Winterstadt“, ohne zu wissen, wie. Aber er erinnert sich an die vorherigen Ereignisse ab dem Schiff.

Brief von Jen an Eric (Stufe 1 in blau), wo sie die wahren Umstände ihres „Verschwindens“ darlegt. Eric reagiert mit gekränktem Schweigen. In den Kapiteln vorher wird bereits darauf verwiesen, dass sie beide nicht immer ehrlich zueinander waren.

Die Beziehung der beiden tritt nun in eine entscheidende Phase, ebenso wie bei S, der endlich Sola wiederfindet. In einem Haus, aus dem Sobreiro zu Tode stürzte: Vermutlich der erste Sturz des ersten S.

Das verschwundene Havanna-Foto ist angeblich aufgetaucht, aber kein Beileger im Buch.

Na da legst di nieder – Rabe ist doch von Bedeutung, und bei der ganzen Geheimnistuerei geht es um den Schutz eines Kindes. Das ist die Lösung.

Nun geht es auf zur letzten Reise von S und Sola; auf Stufe 4 erkennen Jen und Eric, dass sie nicht in wirklicher Gefahr schweben, ihre Probleme lösen sich nach und nach auf.

Thema: Vertrauen. Tradition. (Uäh, hasse ich.)

Land in Sicht!



S – Das Schiff des Theseus (Abrams/Dorst) 8. Kapitel

6 01 2016

Kapitel 8 – Das Territorium

Weiterhin gibt es weniger traumatische Halluzinationen, sondern handfeste (fiktionale) Fakten.

Wir erfahren, dass Vévoda 75 in seiner Schar hatte, und es gibt nur noch ein paar, und den „Gouverneur“, vermutlich Nümmerli 1. Dem S jetzt den Garaus machen will.

Die Farbe Blau herrscht jetzt im Romantext vor, Schwarzblau, wie die Schwarzranke, die zu … (-> siehe Kapitel 10)

Ach, in einer Fußnote werde ich erinnert, dass Arp Waffenproduzent ist, also der „reale“ Vévoda. Na fein, haben wir das auch geklärt. Worin liegt der Zusammenhang mit Bouchard?

Ach, das fragen Jen und Eric sich auch und glauben, eine Verbindung entdeckt zu haben.

Von Serin keine Spur mehr.

Ah, der Affe. Folge dem Affen. Nicht dem Weißen Kaninchen.

Desjardins hat offenbar auch Moody ein Obsidianstück geschickt.

Und „EP“ enttarnt sich, Ermelinda Pega, die geheime Mitleserin, die Jen und Eric auffordert, sich zu lieben, und sonst nix. (Peilen die beiden offenbar nicht, weil sie nie Bezug darauf nehmen.)

Eine Karte von Desjardins, der Rabe geheiratet hat. Ist aber nicht weiter von Bedeutung, sondern nur ein Baustein/eine Ablenkung mehr.

Derweil geht um S herum alles hoch, für eine unglaublich wertvolle, namenlose Substanz. (Schwarzblau.)

Und er begegnet seinem jüngeren Ich und Sola. Dramatisch.

(Kleine Nebenbemerkung am Rande: So schnell setzt Leichenstarre nicht ein.)

Jen wird auf Stufe 4 von der Bibliothek gefeuert und steht ohne Wohnung da.

Thema: Rachefeldzug beendet. S ist allein, wie zu Beginn. Jen und Eric sind jeder für sich allein.



S – Das Schiff des Theseus (Abrams/Dorst) Zwischenspiel

5 01 2016

Zwischenspiel – Toccata und Fuge im freien Rhythmus

Völliges Umblenden.

Ich verzichte hier auf das Fußnotengeschwafel, das inzwischen nur noch extrem nervt und beeile mich auch mit dem Kapitel, denn keine Ahnung, was dieser Einschub zu bedeuten haben soll. Klar, Blofeld äh Vévoda freut sich jetzt diebisch, denn er hat den WK 1 initiiert, und VMS wird ja der (Mit-)Tat an der Ermordung des Ösi-Thronfolgers bezichtigt.

Und? Kalter Kaffee. Es ist hier ja keine echte Historie, sondern Fiktion, die mich nicht die Bohne interessiert.

Sagen wir mal so: „Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand“ hat mit seinem fiktiven Streifzug durch die Historie bedeutend interessantere Erzählungen gebracht …

Das ist hier in diesem Kontext irgendwie alles zu bunt zusammengewürfelt (und deshalb auch ein Zwischenspiel). Und weil stets nur aus dritter bzw. x-ter Hand, aus so weiter Distanz einfach unerheblich. All die Figuren im Romantext tauchen nur einmal auf und dann nie wieder, und Jen und Eric debattieren sich im Kreis zu Tode über immer dieselben Themen, die ich keinen Bock mehr habe, zum 8000. Mal durchkauen zu müssen.

Also, Tempo beim Lesen …

Ah, es gibt doch einen Zusammenhang: S bringt alle bösen Agenten der Reihe nach um.

Wer ihm den Auftrag dazu erteilt hat, hinterfragt er nicht, und bringt wie alle anderen Mundvernähten (die nach jeder Rückkehr aufs Schiff immer weniger werden) seine Tintenopfer.

„Die Verdammten ham nie Ruh“. Ja. So isses.

Wahnwitziger Perspektivenwechsel von „Agenten“ auf „S“, auf „Du“, auf „Sie, lieber Leser“ – äh, ja. „Freien Rhythmus“ kann man das nennen, oder auch „Free Jazz“. Nicht mein Ding.

Hinweis von Jen und Eric, weshalb sie möglicherweise in Gefahr sind: Es könnte sein, dass sich eine neue Loge S bildet. (3. Generation oder so.) (Aber waren das nicht die Guten? Peile ich jetzt nicht.)

Es gibt wieder zwei verschwurbelte Poesie-Fragmente, die S anscheinend in Trance in die Planken gekritzelt hat.

Öh, ja, das war’s. Kein Serin, kein Bouchard, aber ein Rabe.

Thema: Gelungener Rachefeldzug von S. Und: Da gibt’s immer noch das Böse im Hintergrund, das das Weltgeschehen lenkt, und Das S, das dagegen kämpft. Bond und Blofeld. Sag ich doch.



S – Das Schiff des Theseus (Abrams/Dorst) 7. Kapitel

4 01 2016

Kapitel 7 – Die Obsidian-Insel

Ein Vorsatz, der kein echtes Gedicht ist, und ein zweiter Schwurbelkram in kursiv, und beides kapiere ich nicht. Wird auch nicht kommentiert, außer von FXC in einem blödsinnigen Kommentar. Scheint S in die Schiffswand seiner Kajüte geritzt zu haben.

Limetten? Woher kennt S Limetten? Ich hätte eher gedacht, dass er nach Äpfeln fragt. Übrigens, welche Sprache spricht er eigentlich? Und die anderen? An den diversen Orten?

Insel: „Obsidian-Felder“ – das wird vorher null erwähnt und ergibt sich auch nicht so aus der Beschreibung. Und warum eigentlich? Obsidian an sich ist natürlich toll und wird gern in der Fantasy verwendet, vulkanisches (zumeist schwarzes) Gesteinsglas. Die einzige mythologische Bedeutung ist die „Apachenträne“. Ja. Und sonst? Hätte gern eine Erklärung … oder ist einfach nur ein filmisches hübsches Bild.

Jaja, ich weiß, die vorher erwähnten Obsidianstücke, das Artefakt. Bisschen billig, oder?

S. 325, VMS hat Carmina Burana gern gehört, das führt mich zu Boormans „Excalibur“, und das wiederum zur Gralssuche. Irgendwie geht es hier darum, oder? Die Quest, das romantische Vorspiel des Geocachings.

Auf S. 330 erfahren wir, dass Eric und Jen auch in Stufe 3 schon Sex haben; Eric ist laut Jens Ex auf einmal ein „komischer alter Typ“ – hat er mit dem Ende Zwanzig geschwindelt? Na, hundert wird er ja wohl nicht sein. Über Hundert. Oder reinkarniert …

S schleicht sich ins verbotene Deck und schreibt, und nun muss sein Mund vernäht werden, nachdem die Worte draußen sind. Tja, hätte er mal auf die diversen Ratschläge gehört, das bleiben zu lassen!

Themen: Inhalt des Koffers, Verfolgungswahn, Beginn der Liebesgeschichte(n), keine neuen Erkenntnisse, nur Zusammenfassungen der bisherigen und Schlussfolgerungen daraus. „Aushängeschild des Radikalismus“ – aha. „Das Ich“ – soso.

Ich glaube nicht, dass wir noch jemals Erkenntnisse bekommen, es dreht sich alles nur um VMS’ Identität, auch im allegorischen/metaphorischen Roman selbst. Bei solchen Romanen ist es allerdings typisch, dass es kein auflösendes Ende gibt – im Gegensatz zu einer echten Quest –, so wird es auch hier sein, schätze ich, und was Jen und Eric betrifft wissen wir ja schon, dass sie gemeinsam überleben, es sei denn, es gibt eine abschließende Bemerkung des Mitlesers. Eine geringe Spannung bleibt noch, aber nicht mehr viel.



S – Das Schiff des Theseus (Abrams/Dorst) 6. Kapitel

3 01 2016

Kapitel 6 – Ein schlafender Hund

Im Gegensatz zu Jen und Eric finde ich den Titel passend, witzig und mehrdeutig.

Eric ist zurück und hat Jen über den Bootsunfall ausführlich berichtet, was zu dem (berechtigten) Zerwürfnis mit seinen Eltern führte. Dazu eine Karte über die gefundene Nachtigall.

Ah, kapiere – die Nachtigall ist FXC.

S ist wieder an Bord des Schiffes. Was ist mit seinem schwer verletzten Fuß? Alles rum?

(Ah, klärt sich ein paar Seiten weiter. Jaja, Zeit ist relativ.)

Das Schiff ist so unheimlich wie zuvor, und im untersten Deck passiert weiterhin Unheimliches, das S nicht aufklären kann.

Jen und Eric kennen sich inzwischen (Stufe 4) und listen chronologisch die Abgänge der Mitglieder der S-Loge auf (Stufe 3). Jen hat erneut selbstverschuldeten Ärger in der Uni.

Eric erzählt viel von FXC, die ja schon uralt sein muss (Little Big Woman?), bringt aber keine enthüllenden Neuigkeiten. Eigentlich gar nichts. Außer dass FXC ihm rät, nicht denselben Fehler zu begehen und sich Jen zu nähern.

Auf S. 250 ein Stufe 5-Eintrag von Jen mit Herzchen. Da war wohl poppen angesagt!

Ah, und nun erfahren wir auch, dass jedes Mal Jahre vergehen, wenn S wieder auf dem Schiff ist.

Und der böse Waffenproduzent hat sich inzwischen zum größten Hersteller und Warlord gemausert, der dafür sorgt, dass immer schön viel Krieg auf der ganzen Welt herrscht. Seine Superwaffe (also die von den Aliens, die ich vorher erwähnt hatte, die natürlich keine Aliens sind, sondern der Superböse) heißt „Schwarzranke“.

Ach ja, das ist eindeutig Blofeld. Fehlt nur noch die Katze. In VMS’ Realität demnach Bouchard. Und in Erics Realität Moody.

Was mir auffällt im Text: lila und blau sind die häufigsten Farben, die genannt werden, lila noch häufiger. Beides Tintenfarben, die Jen benutzt. (Ich werde auch schon paranoid.)

Jen und Eric kommen dem Verräter in der Gruppe S womöglich weiter, während S im Roman unterwegs und unterwegs und unterwegs ist durch eine orientalische Stadt und sich mal wieder einen Koffer andrehen lässt.

Ein altes Foto, das FXC darstellen könnte.

S. 278: Jen und Eric kennen sich nun persönlich. Ein weiterer Anschlag auf Jen (oder ihre Eltern), sowie eine Karte mit der Übersetzung zu der Todesanzeige FXCs in einer brasilianischen Zeitung. Ach ja, es ist eine Affenkarte.

Themen: Koffer, Paranoia, Shakespeare-Theorien, Verschwörungen, Seelenwanderung/Reinkarnationen der Sola und vermutlich auch des S selbst. Leichen pflastern seinen Weg.

An dieser Stelle ein kleines Zwischenfazit, da ich ja über der Hälfte bin:

Was ich bei all dem nicht verstehe: Wieso geraten Jen und Eric eigentlich in Gefahr? Die „Loge S“, falls es sie je gegeben hat, existiert schon lange nicht mehr. Selbst wenn VMS seinen Mordanschlag vorgetäuscht hat (Vorwort), muss er 2012 trotzdem tot sein. Auch Bouchard ist längst dahin. Es gibt keinerlei Hinweise auf einen bevorstehenden gefährlichen Anschlag, Weltverschwörung oder sonst etwas. Die beiden haben bisher nichts von Bedeutung enthüllt, und VMS’ Identität ist ohnehin Marginalie, also nur etwas für Literatur- und Geschichtsforscher, aber nicht für die Politik oder das aktuelle Weltgeschehen. Mich interessiert es gar nicht weiter, wer Straka war, weil ich sicher bin, dass die zwei das gar nicht herausfinden werden, und weil vor allem die dafür in Frage kommenden Personen immer nur aus dritter Hand kurz erwähnt werden und daher nichts als diffuse Nebel und Schatten bleiben. Und vor allem alle, zumindest die aus der „ersten Generation“ der Loge, tot sind.

Was immer die beiden auch über VMS und das Buch S herausfinden werden – es ist Vergangenheit und nur für die Wissenschaft von Bedeutung, also ein Rivalitätsding, mehr nicht.

Jen und Eric sind typische Amerikaner, ein nettes Paar, das auch relativ diffus bleibt, und mitfiebern/fühlen ist kaum angesagt, denn ich kann diese „Anschläge“ nicht ernst nehmen, tut mir leid. Die ergeben für mich keinen Sinn.



S – Das Schiff des Theseus (Abrams/Dorst) 5. Kapitel

2 01 2016

Kapitel 5 – Abstieg und Ausstieg

S weiterhin auf der Flucht, sie werden aufgebracht, und zwei werden grausam ermordet.

Eric stellt gleichzeitig die Theorie auf, dass Strakas Name für ein Kollektiv verwendet wurde, das zu „VMS“ wurde, und somit alle „Verdächtigen“ der Autor insgesamt sind (Shakespeare-Prinzip)

Ähm – Stalaktiten bauen sich auf wie Orgelpfeifen? Die hängen. Herab wie …

Mitten in der dramatischen Flucht eine ausführliche Beschreibung der Höhle. Was auch immer darin wichtig für mich sein mag, ich schaue da nur flüchtig drüber, weil es mich nicht interessiert.

Jen und Eric scheinen sich an der Stelle genauso zu langweilen, denn sie schwadronieren über ihr Leben und amerikanische Sitten und die Liebe oder Nichtliebe zwischen VMS und Durand bzw Filo. Dazu eine Karte von Eric, die ich genauso wenig verstehe wie die erste, ein paar Tage später datiert.

Argh. Auf S. 204 eine ganz arge Stilblüte: „wenn S das gewusst hätte, dann hätte er das und das …, aber er weiß es ja nicht, und deswegen …“ Nee, bitte! Auaaaaaa!

Bis jetzt ist das Kapitel komplett absurd, ebenso die Randnotizen.

Und es geht so weiter, die sind in Lebensgefahr auf der Flucht und haben immer noch stundenlang ausführlich Zeit, sich die „tollen“ Höhlenmalereien eines verschollenen Höhlenmenschenvolkes namens K. anzugucken. Wo sie doch angeblich zufällig hierher geraten sind. Ejejejej …

Okay, ich weiß, dass das Buch von JJ Abrams stammt. Wenn ich das nicht wüsste, könnte ich die Behauptung nicht aufstellen, aber da ich es weiß (um mal die Stilblüte von vorher zu wiederholen): dieses Kapitel ist ein typischer filmischer Abrams-Exzess. Funktioniert vielleicht gerade so im Film, weil in zwei Minuten abgehandelt, aber hier im Buch eindeutig nicht.

Die nächste Karte von Eric, ein paar Tage später, mit Vogelgeschwätz, das ich nicht entschlüsseln kann, und eine Serviette aus dem Café, in dem Jen immer verkehrt, mit einer Karte. (So gelangt er heimlich auf den Campus.)

Noch eine Karte, einen Tag später, immer noch auf der Suche nach der Nachtigall.

Eric bringt wieder einen seiner Fünfsterne im Kreis an, ohne weitere Erläuterung (oder wer sonst); das ist der dritte.

Ach ja, von den fünf Flüchtigen sind noch zwei übrig, natürlich Mann und Frau.

Mir fällt schon wieder ein Schreibfehler und auch Tippfehler auf. Haha, vielleicht hätte ich die fehlenden Buchstaben von Anfang an notieren sollen und das ergibt dann die Lösung. Und dann sind vielleicht trotzdem echte Fehler dabei … *g*

So, der Kreis schließt sich, S ist der einzige Überlebende und wird aus dem Wasser wieder auf das gruslige Schiff gezogen.

Themen: Das S, Wölfe zu den Vögeln, Werwölfe, Archäologie, Flucht, Alle vs. Alle, Liebe natürlich und … keine Ahnung. Hä?