Ende April: Albalon 1!

5 03 2019

 

 

Ich freu mich schon total drauf! Als fabEbook gibt’s das ja schon seit einer Weile, aber nun kommt endlich das schöne Print dazu. Alles über Elben, Zwerge, Trolle, Oger, verfluchte Menschen, und natürlich die Bogins. Und Bücherlindlinge. Und Lilien.
Überall zum vorbestellen und natürlich auch im fabylon.de-Shop, was am besten ist, denn: Lieferung kostenlos und auf Wunsch Signatur!



Signierstunde zu Band 3000

16 02 2019


Nun ist er also erschienen, am Freitag 15.2., der PERRY-RHODAN-Band mit der sensationellen Nummer 3000. Nach 57 Jahren und ein paar Zerquetschte. Zu diesem Anlass gab es bundesweit Signierstunden, unter anderem auch eine mit mir in München am Hauptbahnhof.
An dieser Stelle sei übrigens auch erklärt, weswegen die Feier im Literaturhaus nicht zu diesem Termin stattfand – aktuell tagt die Sicherheitskonferenz und genau der Bereich um das Literaturhaus ist komplett gesperrt.
Ich habe mir angesichts des herrlichen Sonnenscheins einen schönen Tag gegönnt, mich zuerst mit der einen Freundin in München getroffen – logischerweise bei den ganzen Sperrungen bin ich mit der Bahn gefahren -, die mich dann noch „als Assistentin“ (wie etwa Gruppenaufnahme knipsen) begleitete. Es war noch gar nicht vier Uhr, interessierte sich schon jemand für unseren Weltraumhelden, und dann ging es fortlaufend. Einige bekannte Gesichter, einige, die im Auftrag kamen, und einige, die sich mit der Materie mal beschäftigen wollten. Und ein kleines Mopsgeschenk gab’s noch obendrauf. Wie es scheint, hat Band 3000 reißenden Absatz gefunden, denn am Bahnhof war er schon überall ausverkauft und andernorts wohl auch. Da haben die Händler wohl zu wenige geordert! Aber – es wird nachgeliefert.
Bis kurz vor 18 Uhr war ich tatsächlich gut beschäftigt. Es gab wohl auch Radiowerbung dazu, denn jemand erwähnte, er habe es im Radio gehört und sich gleich auf den Weg gemacht. Freundlicherweise haben die Kollegen von den anderen Buchshops die Leute zu uns gelotst, denn die Buchhandlung war etwas abgelegen in einem kleinen Gang, den man nicht unbedingt frequentiert. Aber es hat alles gut geklappt. Die Bannerwerbung habe ich leider nicht gesehen.
Anschließend wurde ich von meiner anderen Freundin abgeholt, mit der ich bis zur Abfahrt auf Gleis 31 noch einen lustigen Abend als Ausklang im „Bier und Wurst“ bei … ja, ratet mal, Bier und Wurst verbracht habe!
Ein würdiger und angemessener Rahmen für dieses – wie ich finde – besondere Ereignis.

Auf nach München!

Man sieht durchs Fenster das Tischchen und die gute Präsentation

Jep, damit bin ich gemeint

Es wurden mehrere Plakate sichtbar ausgehängt

Und hier der Beweis, dass ich nicht allein war!



Signierstunde in München anlässlich PERRY RHODAN Band 3000

13 02 2019

Am Freitag, 15.2.2019 bin ich zur Signierstunde am Hauptbahnhof in München, in der Fachpresse Buchhandlung, Nähe Gleis 25 (Nähe Sparda Bank)!
Ich bin ab 16 Uhr da und werde bis ca. 18 Uhr bleiben.
Kommt doch einfach vorbei und lasst euch signieren, was ihr schon immer signiert haben wolltet (nein, keine Überweisungsscheine, keine Kaufverträge, keine Blankoschecks)!
Ich freue mich auf euren Besuch.



Literaturhaus München – Perry Rhodan 3000

10 02 2019

(c) VPM


Am Freitag Nachmittag habe ich mich mit vollbepacktem Wagen auf den Weg nach München gemacht, um die letzten Vorbereitungen für das Event zu treffen. Es ist ein sonnenstrahlender Tag mit Plustemperaturen, also eine prima Einstimmung. Im Parkhaus angekommen, belade ich das Muli und holpere mit ihm über das Kopfsteinpflaster (ich hasse, hasse, hasse es!) ins Literaturhaus und von da in den 3. Stock. Lange Gesichter erwarten mich: Die gelieferten Vitrinen sind etwa halb so groß wie geordert. Also improvisieren! (Das klappt aber gut und sieht auch gut aus am Samstag.) Nachdem alles abgeladen ist, fahren Klaus Bollhöfener und ich ins Hotel, checken ein, und fallen dann hungrig beim Thai in der Brienner Straße ein, wo es nicht nur authentisch schmeckt, sondern auch extrem schön fürs Auge präsentiert wird. Wir gehen noch einmal gründlich die Moderation für den Samstag durch und besprechen letzte Details. Ich habe das übliche Lampenfieber und bin schon sehr zapplig.
Am Samstag um halb 7 beim Frühstück (frischer Obstsalat und Joghurt und 1 Ei, mehr geht zu der Uhrzeit nicht), und dann geht es zu Fuß rüber ins Literaturhaus. „Es regnet nicht“, hat Klaus am Abend vorher behauptet, ich muss aber trotzdem nochmal aufs Zimmer, denn es regnet eben doch, und 3-Wetter-Taft hin oder her, für die 700 Meter ist mir das zu heikel. (Übrigens war vorher nix und danach strahlender Sonnenschein – als abergläubische Künstlerin sollte mir der Regen wohl Glückauf verheißen!) Die ersten Besucher warten schon auf den Einlass, während wir die letzten Vorbereitungen treffen, Klaus und ich machen einen Durchgang auf der Bühne mit Mikro, und dann renne ich aufgeregt im Kreis und murmle meine kurze Einleitung so lange vor mich hin, bis sie sitzt.
Schneller als gedacht kommt die Eröffnung um 10 Uhr. Der Saal ist brechend voll, die Referenten müssen stehen. Das Publikum ist aufmerksam und bereit für das, was kommt – und das ist ein dicht gepacktes Programm. Wir steigern Zug um Zug die Spannung – es geht nach der Einführung von Chefredakteur Klaus N. Frick um die echte Mondlandung und künftige mögliche Raumfahrt, die neue Miniserie SOL, NEO, die Dunkelwelten, die Hörbücher, die Vorstellung des Perry Rhodan-Hardcovers, den First Concact von Leserseite aus, um den Youtube-Channel und noch so manches mehr und schließlich als Höhepunkt um das Hauptthema, den 3000er selbst, mit Lesung, Präsentation, Diskussion und zum Abschluss dann noch die Verteilung des Gimmick-Umschlags mit einmaligen Goodies, die auch zur letzten Signierstunde verwendet werden konnten. Band 3000 gab es nicht vorab, wie sicherlich die meisten erhofft hatten; es sind ja nur noch ein paar Tage bis zur Veröffentlichung und der Verlag wollte Spoiler vermeiden. 99,9% zeigen auch großes Verständnis dafür.
Die Pausen zwischen meinen Moderationen sind immer so kurz, dass ich es nie schaffe, mir was zu essen zu beschaffen – und in der Mittagspause habe ich mit den Kollegen Signierstunde. Als ich es dann endlich einmal rausschaffe und mir eine Breze holen will, hat alles zu, das Bistro unten hat nur Kuchen, was ich nicht esse, sodass ich mir ein Glas (ausgezeichneten) Prosecco gönne. Der Alkohol gelangt glaube ich gar nicht erst ins Blut, denn mein Körper verbrennt augenblicklich alles, was ihm zugeführt wird, und was nicht, auch. Gegen 15 Uhr schlackert mir die vorher gut sitzende Hose um den Bund und der Gürtel ist auf dem letzten Loch. Mein Magen brummelt und grummelt, aber er musss sich noch ein paar Stunden gedulden.
Nach dem letzten Foto (siehe oben), als die meisten schon gegangen sind, stürme ich ins Bistro nach unten an den reservierten Tisch, bestelle ein Weißbier und schlinge das köstliche frische Brot, das schon bereitsteht, in mich hinein. Nach fünf Minuten fährt der Adrenalinpegel nach unten, mein auf 0,1% gesunkener Akku lädt sich auf und klettert langsam wieder nach oben. Zusammen mit den Helfern von unserem Münchner Stammtisch und Klaus genießen wir den Ausklang und stoßen an auf einen sehr gelungenen und perfekt organisierten Tag – sogar die Technik war 1a, absolut fehlerfrei.
Nun bin ich zufrieden, aber sehr müde zu Hause, die letzten Tage mit den Vorbereitungen, Briefings und Besprechnungen und der große Tag selbst fordern ihren Tribut. Jetzt geht es ab auf die Couch und morgen an die ersten Sätze von Band 3008!
Auf Wiedersehen und ad astra, Terraner!



Perry Rhodan 3000

8 02 2019

 

 

In einer Woche erscheint er, der 3. Tausender. Ich finde das sagenhaft und, obwohl ich seit sage und schreibe 27 Jahren intensiv involviert bin, kaum vorstellbar.

1999 war ich beim Zweitausender dabei und weitgehend sicher, dass es keinen Band 3000 mehr geben wird und wenn, dass ich nicht dabei sein werde. Ich meine, 20 Jahre!
Tja, so kann man sich in zweifacher Hinsicht täuschen!

Jetzt ist es soweit. Ich fahre heute nach München zu den letzten Vorbereitungen für den großen Tag morgen im Literaturhaus. Dort wird auch Eschbachs Hardcover zur Vorgeschichte unseres Helden im All vorgestellt, der demnächst passend zur Jubelausgabe erscheint. Gemessen an der großen Zahl ist es diesmal nur eine kleine Feier für 300 Teilnehmer. Das finde ich recht schade, so ein Ereignis hätte doch eher einen pompösen Aufwand verdient. Denn heute sind es andere Voraussetzungen als 1999: Sollte es zu Band 4000 kommen, in 20 Jahren – da bin ich nicht mehr dabei, und auch in der Redaktion sind die meisten längst in Rente.

Also werde ich den Tag morgen ganz besonders genießen, denn diesmal kann ich wirklich vorausschauend sagen: Als Teamautorin bin ich in 20 Jahren in keinem Fall mehr dabei. 😉 Es ist also ein einmaliges Ereignis.

Ich arbeite heute noch an der Moderation, packe das Protzmobil, und morgen moderiere ich dann den Tag. Das finde ich gut.

3000! Nein, vor 20 Jahren habe ich nicht daran geglaubt.



Hatar Stygan ist da und Waldsee endet mit Band 6

23 01 2019


Auf dem Bild sieht man gar nicht, wie zittrig meine Hände sind. Denn nun endet eine Geschichte, die schon weit über 30 Jahre alt ist, in einem Universum, das schon über 40 Jahre existiert. Das erste Konzept für die Chroniken von Waldsee habe ich 1983 aufgeschrieben; es sollte im Rahmen einer Heftromanreihe bei Bastei-Lübbe erscheinen, die aber nicht realisiert wurde. Anfang der 1990er erschien dann mit „Der Stern der Götter“ der erste Band über Waldsee, die Geschichte des Zauberers Halrid Falkon, bei Fabylon. Dabei blieb es dann auch, weil sich die Ereignisse meines Autorendaseins überschlugen und ich lange keine Zeit mehr für ein so großes eigenes Projekt hatte.
Die ursprüngliche Geschichte für Bastei – erst im Groben konzipiert – schlummerte jahrzehntelang vor sich hin, bis ich vor 13 oder 14 Jahren Ruggero Leó kennenlernte, eine Trilogie aus dem ursprünglichen Konzept machte und dann letztendlich doch noch eine Heimat bei Lübbe fand – im großformatigen Paperback.
Und nun, mit Band 6, ist also das Finale erreicht worden, der Kreis schließt sich, und die Geschichte des Zauberers wird zu Ende erzählt. Ich freue mich, bin traurig, alles wirbelt durcheinander in mir. Das Hardcover ist sehr schön geworden, mit Lesebändchen und Schutzumschlag und Farbillus und einem ansprechenden Layout. Wie die anderen Hardcover auch.
Ein Trost für mich: Mit diesem Finale sind die Geschichten aus dem Träumenden Universum, in das auch „Sternwolke und Eiszauber“ eingebettet ist, noch nicht zu Ende. Eigentlich ist es der Startschuss für die Hauptgeschichte …









Hatar Stygan!!

21 12 2018


Endlich ist es vollbracht! Ich habe den Finalband der Waldsee-Chroniken, Band 6, geschafft. Als fabEbook ist er schon draußen, als Hardcover wird er Ende Januar ausgeliefert. Ich freu mich soooo … und bin auch total traurig, weil es jetzt zu Ende ist. Der Blues hat mich im Griff. Nach 30 Jahren ist die Saga vollendet und der Kreis hat sich geschlossen. Doch ein Lichtblick: Ich werde mich endlich daran machen, den Hauptzyklus zu schreiben, der vor immerhin 41 Jahren seinen Ursprung nahm. Der Beginn des Träumenden Universums! Denn ich habe mir hierfür – also für das wirkliche Ende, wenn die Schlafende Schlange erwacht – einen echten Knaller ausgedacht. Und den will ich unbedingt präsentieren. Also ran!
Bis dahin gibt es erst mal die Geschichte von Halrid Falkon zu lesen, back to the roots, wo alles begann.
Hurra! Natürlich kann man überall downloaden und vorbestellen, auch im Fabylon-Shop.

Und damit sage ich auch schon wieder für dieses Jahr adé! Es gab nicht sehr viele Einträge, denn es war ein sehr ereignisreiches und intensives Jahr. Mit sehr viel Arbeit, sehr viel Sorgen und Krankheit im ersten Halbjahr, was sich im Juni und November zum Glück auflöste (dem lieben Universum gebührt einfach nur Dank – manchmal hat man so richtig, richtig Glück. Nein, wir öfter), und seither bin ich dabei, alle Rückstände aufzuholen und sämtliche Knoten aufzudröseln. Das Jahr 2019 wird daher nicht minder arbeitsreich, doch mit mehr Lichtlein am Horizont. Vor allem freue ich mich auf diverse Projekte, einen ganz neuen Roman von mir in ganz ungewohntem Genre, viele schöne Fabylon-Bücher, tolle Reisen, unser erstes Outdoor-Festival im Juli in Magdeburg, undundund. Es wird ein spannendes Jahr.

Das wünsche ich euch auch allen. Habt einen schönen Ausklang, frohe Festtage und einen super Start – wir lesen uns!



Anmerkungen zu Perry Rhodan 2990 und 2993

20 12 2018

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ganz abgesehen davon, dass es total faszinierend ist, von zwei Perry Rhodans zu berichten, die verschiedenen Universen entstammen, konnte ich mit Band 2990 ein schönes Abenteuer des „anderen“ Rhodan erzählen, auf ganz menschliche Weise. Und dennoch ist er Sofortumschalter und vertraut. Ich mochte ihn sehr – und ebenso mochte ich „unseren“ über 3000 Jahre alten Rhodan, als er am Ende als Retter auftritt, und das kompromisslos.
Es gibt ein paar kleine Hommagen darin. An erster Stelle seien die „AmPits“ „Paul“ und „Wolf“ genannt. Wer mich näher kennt weiß, dass ich Pitbulls sehr mag, so lustige (gaaanz böööse und bei uns verbotene Listen-Kampf-)Hunde mit ihren Schweinsäuglein und dem täppischen Verhalten. Und was ihre Namen betrifft, so war es eine schöne Gelegenheit, das – unter anderem – MYTHOR-Alter-ego meines lieben Freundes Ernst Vlcek mal wieder zu verewigen. Die freundliche Wesensart der Hunde passte einfach – das aggressive Vorgehen dann natürlich ausgenommen (was literarisch allerdings zum „Dämonenkiller“ passt, der ja wirklich nicht zimperlich ist), aber das entsprach ihrer Programmierung. Eine weitere Hommage ist die Gleiterflucht durch die Schlucht. Egal, wie oft ich es sehe, ich finde es immer wieder super. Ihr wisst schon, was ich meine, oder? Und last not least tritt ein Roboter in Erscheinung mit Namen „Wallie“ – damit ist der reizende kleine „Wall-E“ aus dem zauberhaften Film gemeint.

Bei 2993 habe ich mal etwas ganz anderes gemacht, der Einfall kam mir spontan, weil die Stadt im Expo „Memmunyet“ heißt, was „Memmingen“, in deren Nähe ich wohne, sehr ähnlich klingt. Memmingen ist sozusagen zu meiner Heimatstadt geworden, sie ist klein, stellenweise noch mittelalterlich, freundlich und gemütlich. Ich fühle mich da seit 14 Jahren sehr wohl. Und so habe ich die Sieben Wahrzeichen der Stadt im Roman verewigt. Es fängt schon damit an, dass es in früheren Zeiten als Nachweis für die Lehrzeit der Gesellen galt, wenn sie diese Sieben kannten, das habe ich auf Memmunyet umgesetzt.
1. Die Wasserkunst, eine mittelalterliche Höchstleistung, die 1862 abgebrochen wurde, es gibt aber noch einen Überrest.
2. Der Gaul in der Wiege (im Roman als „Wechselbalg“ bezeichnet). Ursprünglich ist es eine Horrorsage um eine scheintote Frau.
3. Der Basilisk (hier: „die orranische Zwitterfrau mit dem tödlichen Blick“), heute im Stadtmuseum zu besichtigen. Wahrscheinlich bildete er mal den Schlussstein eines Gewölbes eines im 16. Jh. abgerissenen Schottenklosters.
4. Die Blaue Saul, also die blaue Säule, kann man heute noch am Marktplatz sehen.
5. Der grüne Teufel, (hier: Das „Haus“ des „dunkelgrünen Orrum“) ein im Zweiten Weltkrieg verschwundenes Bildnis in der St.-Martins-Kirche.
6. Das Siebendächerhaus existiert heute noch, einst diente es den Gerbern zum Trocknen der Felle.
7. Und nicht zu vergessen, die heilige Hildegard (hier: „Hilo-Gar“), ein Bildnis am Turm von St. Martin der verehrten, aus Oberschwaben stammenden Gattin Karls des Großen.
Wer mehr wissen möchte: Wikipedia, „Sieben Memminger Wahrzeichen“.

Der „Markt von Nashnapar“ war im Expo so bezeichnet, dies erinnerte mich stark an den herrlichen Naschmarkt von Wien, eine Stadt, die ich auch sehr liebe (und nicht nur, weil dort meine hochgeschätzten österreichischen Perry-Kollegen-Freunde und liebe Fans leben), den hatte ich dafür vor Augen.

Auch eine Musik-Reminiszenz habe ich. Auf S. 40 in einer fantastischen Vision starten eine Menge Schiffe von einem Planeten, zum ersten Mal als Aufbruch ins All. Bei diesem Szenario mussten die Kopfhörer auf und Mike Oldfields „Songs of Distant Earth – A New Beginning“ rein, um es wie im Film vor mir zu sehen. Der Songtitel passt perfekt und die Musik auch. Das ist ein sehr schöner, hoffnungsvoller Moment für die Protagonisten, zumindest für mich vom Gefühl her während des Schreibens.

Was ich nicht für mich in Anspruch nehmen darf, ist der großartige Romantitel, den ich aus dem Vorschlag im Exposé übernommen habe. Ich weiß nicht, ob ich dem inhaltlich gerecht geworden bin, aber durch ihn habe ich sofort ein Gefühl für die Geschichte bekommen.

Das ist also mein letzter Beitrag vor dem „3000“-Meilenstein, und er erscheint auch noch am 28. Dezember des Jahres 2018.  Das nenne ich doch mal ein tolles Schlusswort.



Achim Mehnert ist gestorben

8 11 2018

Es war für mich der erste Schock des Tages, als ich heute früh in einem Forum las, dass Achim gestorben sei. Ich wollte es zuerst nicht glauben, schaute auf Facebook nach, und wirklich, da war sie, die Nachricht seiner Schwester. Gestern ist Achim gestorben. Wie kann ich das glauben, so plötzlich und unerwartet? Ende September haben wir uns noch auf dem ColoniaCon getroffen und ein Schwätzchen gehalten. Letztes Wochenende erst hat er Fotos von der Comicmesse gepostet. Sein letzter Eintrag war vom 6.11. Nichts wies daraufhin, dass er schon einen Tag später nicht mehr da sein würde.
Ich kannte Achim schon lange, seit den frühen 80ern. Wir zwei, fast gleichalt, haben damals unsere ersten Schritte ins Profitum unternommen.
Der ColoniaCon und Achim – eine unauflösliche Verbindung. Er war ein Kölsche Jung, laut und fröhlich. Wir haben uns auf vielen Cons getroffen, waren Kollegen bei der einen oder anderen Serie, er hat mir seinen signierten „Huck-Huck, der kleine Drache“ geschenkt. Er hat auch bei Fabylon veröffentlicht. Das erste Mal mit einer Kurzgeschichte „Stadtbücherei, Westflügel“ für die Anthologie „1999 oder Der Geist aus der Flasche“ in den 90ern, und das zweite Mal mit einem Beitrag zu SunQuest, 2. Staffel Quinterna. Darin schuf er unter anderem einen bezaubernden Zug. Ja, wirklich, so wie es da steht. Die Lok hieß Schtuhhh.
Sein Tod reißt eine große Lücke ins Fandom, in dem er immer sehr aktiv gewesen ist. Ich habe ihn als Autor geschätzt, er war ein guter, fantasievoller Erzähler.

Gute Reise zu den Sternen, Achim.



100 Tage

7 11 2018

Konferenz 2017 (c) Redaktion Perry Rhodan

Das ist eine runde Zahl und veranlasst mich zum Nachdenken.

100 Tage bis PERRY RHODAN 3000. Eine Entwicklung, die unwirklich erscheint, bedenkt man, dass es im September 1961 losging. Im letzten Jahrhundert, im letzten Jahrtausend. Als ich 1992 auf meiner ersten Autorenkonferenz im Team angekommen war und der 1600er Zyklus seinen Anfang nehmen sollte, hätte ich niemals geglaubt, dass wir im Jahr 2019 eine Feier zu diesem Meilenstein begehen würden. 3000 Wochen ungebrochen, der Reim musste sein.
Kein Außenstehender kann sich vorstellen, was für eine Maschinerie dahintersteckt, um Woche für Woche einen spannenden Heftroman auf den Markt zu bringen. Die Exposéautoren, die Teamautoren, die Illustratoren, die Chefredaktion, die Redaktion, Außenlektor, Berater und Prüfer, Setzerei und Korrektorat und zuletzt die Endfertigung in der Druckerei. Die zahlreichen Beilagen im Mittelteil nicht mit gerechnet, allein bei STELLARIS kommt da noch einmal eine Handvoll dazu, die sich damit beschäftigen muss.
Alles, damit, zwei Stunden Lesezeit später, die einen sich (mehr oder minder) unterhalten gefühlt haben und sich auf den nächsten Lesestoff freuen, und die anderen haarklein zerpflücken, was wieder alles falsch ist.
Ich war schon immer fasziniert davon, wie wenig doch eigentlich bei dieser ununterbrochenen Herausforderung schiefgeht. Denn egal wie früh die Expos kommen und wie früh der Autor abgibt, am Ende wird es immer knapp, denn man arbeitet ja nicht an einer Ausgabe, sondern parallel an mehreren. Und dazu kommen noch Schwesterserien, Miniserien, Taschenbuchreihen und sonstige Projekte. Die Maschinerie ist groß, aber die Leute, die involviert sind, sind an Zahl dennoch überschaubar.
Und das 3000 Wochen lang. Trotz Krankheiten, Unfällen und sonstigen unangekündigten Widrigkeiten. Obwohl Autoren sogar während der Arbeit verstorben sind und der Text praktisch in die Druckmaschine diktiert werden musste, damit die Auslieferung pünktlich klappte.

Vor allem hätte ich nicht gedacht, dass ich selbst bei dieser Feier dabei sein würde. Ich habe bereits eine zu einem solchen Anlass erlebt, die zu Band 2000, Ende 1999, der Tausenderband zur Jahrtausendwende. Das war ein WeltCon und bedeutete rund um die Uhr Stress. Natürlich Spaß und alles, aber das war Höchstleistung, die erbracht werden musste (ganz abgesehen von den ca. 10.000 Autogrammen – und das ist keine Übertreibung -, die jeder von uns gegeben hat). Ich war kaum in Mainz angekommen, als ich (zu meiner Überraschung) schon wieder im Taxi nach Frankfurt saß, um in Berlin im Sat 1-Frühstücksfernsehen aufzutreten. Im luxuriösen Adlon war ich einquartiert, für vier Stunden, denn schon um 4 Uhr morgens wurde ich bereits abgeholt. Sofort im Anschluss ging es zurück in den Flieger und der nette Taximann holte mich wieder ab. Heutzutage undenkbar bei all den Verspätungen, Ausfällen und sonstigen Unwägbarkeiten. Was den Transport betrifft, hat Deutschland in den vergangenen 20 Jahren einen gewaltigen Rückschritt gemacht und sich auf archaisches Niveau begeben. Da ist PERRY RHODAN mehr Science Fiction denn je, wie es scheint, denn auch wenn unser Titelheld sich permanent mit Invasoren und anderen durchgeknallten Wesenheiten herumschlagen muss, so funktioniert doch eines reibungslos, der Weg von A nach B. Also, zumindest für den Normalbürger in Normalterrania oder anderswo.

Aufs Congelände wollte man mich zuerst nicht lassen, weil ich im Dauerlauf zu meinem ersten Panel rannte und meinen Badge in der Eile nicht finden konnte. Ich habe den jungen Mann, der mich sehr scharf zurechtwies, danach nie wieder gesehen. Schätze, er wurde zum Würstchenaufwärmen degradiert.

Es war eine große Feier, und ich werde wehmütig, wenn ich in meiner Erinnerung noch viele Kollegen von damals vor mir sehe, die inzwischen gestorben sind. Es war für mich damals ein erhabener Moment und ich konnte es nicht so recht glauben. Bei dem Opener, in dem sich viele, viele wunderschöne Schmetterlinge zu einem Bild und einem grandiosen Titel zusammensetzten, hatte ich Herzrasen und feuchte Augen. Und ich war sicher, dass es einen solchen Moment nicht noch einmal geben wird. Denn der nächste Tausenderband war ganz, ganz weit weg.

Und doch sind es nur rund 20 Jahre, die, wie ich jetzt in der Rückschau erkenne, verdammt schnell vergangen sind. Ich empfinde diese Zeitspanne als gar nicht so lange, aber erinnere ich mich erst mal an all die Ereignisse und Turbulenzen dazwischen, wird mir schnell klar – es ist doch so lange, aber deswegen auch so kurz.

100 Tage. In München, wo alles begann. Flugs wird es soweit sein und dann halten wir ihn in Händen, den Band mit dieser unglaublich scheinenden Zahl. Ich denke, ich werde wieder zwischen Wehmut und Freude hin und hergerissen sein. Und natürlich mit Stolz, ein Teil davon zu sein.