Interview auf Zauberwelten online

18 07 2021

Anlässlich der 100 Bände und über Perry, die Welten und was es sonst noch so gibt habe ich ein laaaaaanges Interview über die „schwierige, alte Zeit“ gegeben.

Guckst du hier



Anabell

23 05 2021

Nun hast du dich also auf die große Reise gemacht. Von den ersten Ottersriedern warst du die Erstgeborene, die Kronprinzessin, und die bist du geblieben bis zu deinem Lebensende. Als Welpe und Junghund warst du selbst für einen Mops extrem temperamentvoll, was dir den Spitznamen „Turbodüse“ einbrachte. Du bist so schnell rumgesaust, dass es unmöglich war, ein scharfes Foto von dir zu kriegen. Besucher sagten: „Wir würden deinen Hund so gern mal sehen, aber da ist immer nur ein schwarzer Wisch unterwegs“. Dein erstes Geschirr, ein Katzengeschirr, war noch bis auf das letzte Loch geschnürt, als du mit gerade mal 11 Wochen in all deiner Winzigkeit deinen ersten Restaurantbesuch hattest und dich vorbildlich verhalten hast. Noblesse oblige, du wusstest, was sich gehört. Du warst ab dem ersten Tag überall mit dabei, ein Begleithund, der mit viel Spaß an allem teilnahm und allen Menschen ein Lächeln aufs Gesicht zauberte. Du hast es geschafft, eine sehr ernste, stille Runde durch lautes Rülpsen zum Lachen zu bringen. Von deiner Mutter hast du viel geerbt – den königlichen Willen, zu bekommen, was du wolltest. Die innere Ausgeglichenheit, dass niemand dich provozieren konnte. Deine Furchtlosigkeit, dein wuchtiges Auftreten, was selbst angriffslustige Rottweiler dazu brachte, den Rückzug anzutreten. Dadurch musstest du nie aggressiv werden, du hast nie geknurrt oder gekläfft, sondern alles einfach nur durch dein Selbstbewusstsein und selbstsicheres, ruhiges Auftreten geregelt. Manchmal gehörte noch ein kleiner Schubser deiner Schulter dazu, etwa bei herumkeifenden Trethupen, die meinten, die sich fürchtende Sally anmachen zu müssen. Löwenherz und Hasenherz, so nannten wir euch. Du warst ein großer und mächtiger Mops. Du hast trotzdem gewusst, dass du im Vergleich zu anderen klein bist, die anderen hingegen nicht. Du hast immer Größe gezeigt.
Du hast uns so lange begleitet, dass es jetzt noch nicht fassbar ist, dass du nicht mehr da bist. Dass dein Platz leer ist und für immer leer bleiben wird. Du warst so ein wunderbares Wesen.
Das obige Bild stammt übrigens von deinem 16. Geburtstag, am 6.8.2020. Zur 17 hätte nicht mehr viel gefehlt.

Winzige 10 Wochen

Das erste Mal in Wien

Das erste Mal am Stammtisch (Foto von Erich Herbst)

Mit 6

Mit 6


Vor fünf Jahren im Baumarkt


Nun seid ihr beide wieder zusammen, Sally und du.

 



100 Hefte PERRY RHODAN Erstauflage

15 04 2021


Jetzt ist es tatsächlich soweit – und auch noch mit so einer sensationell tollen Nummer! Hiermit lege ich meinen 100. Erstauflagen-Roman vor! Eigentlich der 100,5 – aber wir runden einfach mal großzügig ab 😉
Ich hatte mir überlegt, was ich zu diesem Anlass machen könnte – und mir eine kleine Geschichte ausgedacht, die jeden einzelnen der bisher verfassten Titel in der chronologischen Reihenfolge ab 1652 verwendet (einige Romane habe ich als Co-Autorin verfasst, deswegen sind es mehr als 100 Titel, aber die Hinweise darauf sind erkennbar). Tatsächlich schlägt ein anderer Hinweis (oder vielmehr ein Wort) gegen Ende zu auch einen Bogen zum Heftinhalt, aber nicht nur das: Ich habe im Roman eine kleine Reminiszenz – es ist nur 1 Wort im letzten Romandrittel, in einem Absatz, wo die Datenbank abgerufen wird – an mich selbst eingebaut. Kleiner Tipp: Es hat natürlich mit 1652, meinem ersten Beitrag, zu tun. Und dazu mach ich ein kleines privates Gewinnspiel: Wer die Lösung bis zum 18.4.21 23:59 herausfindet und mir an uschi [at] uschizietsch.de mailt, kommt in den Lostopf und drei glückliche Gewinner bekommen das Heft von mir mit einer Widmung und dazu noch ein kleines Gimmick von Fabylon!

Und nun viel Spaß mit der Geschichte!

Im Netz des Quidor befand sich die Welt ohne Schatten, auf der Perry Rhodan, auf der Suche nach dem besten Whisky aller Zeiten, die Offenbarung der Veego hörte. Anschließend ging er auf Kurs Milchstraße, zum Rendezvous auf Phegasta, wo er die Schule der Theans besuchte, um alles über das Destillieren eines guten Whiskys zu lernen.
Im Bann der Abruse war Perry Rhodan nach seinem Abschluss summa cum laude als Kommandant der Abruse, aus dem ihn der Verbündete rettete. Sein Retter, der alte Thean, war in Wirklichkeit der Tabubrecher, der unverblümt Grain und Single Malt vermischte und mit dem zusammen Perry Rhodan nach einer ausgiebigen Whiskyprobe Phantome auf Schimos jagte.
Der Imprint-Faktor, eine ungesetzliche Verpanschung und Streckung mit Leitungswasser, machte dem von Perry Rhodan ausgeschickten Kommando Gonozal zu schaffen, der im Testcenter dann erfolgreich ausgeschaltet werden konnte.
Die Rückkehr der Sydorrier, Meister des Bourbons, zwang Perry Rhodan zur Landung auf Lafayette, wo er auf die Krieger der Gazkar traf, die Moonshiners gnadenlos verfolgten.
Vor Trokans Tor sah Perry Rhodan sich zwischen zwei Herren, Herrn Blended und Herrn Single Malt, und geriet nach einer weiteren Whiskyprobe zuerst in den Zerrspiegel und anschließend in die Traumsphäre, sodass er den Aufbruch der Herreach verpasste, die angeblich wussten, wo das beste Quellwasser zu finden war.
Die Hoffnung der Tolkander war ein sehr erfolgreiches Chorspiel von einer Band namens Der Gesang der Kleinen Mütter, die galaxisweit auftraten und ihren eigenen Whisky aus einem Weizenderivat vertrieben.
Nach der Apokalypse, dem Zusammenbruch der Whiskybörse, als der Markt mit dem Weizenbourbon überschwemmt wurde, erschien das vergessene Volk, das sich brüstete, die beste Getreidemaische herzustellen, und maß sich im Duell der Zwerge.
Bei den Setchenen gab es durch all diese weiterhin börsenerschütternden Geschehnisse Bebenalarm, und die Goldnerin, die Godmother des Whiskyhandels, die hohe Verluste eingefahren hatte, ging zusammen mit Perry Rhodan auf Friedensmission.
Die Farben des Bösen, eines mit Farbpigmenten versetzten bunten Whiskys, führten zum Hass gegen Alashan. Galaxisweit geriet der Whiskyhandel nun völlig aus den Fugen und jeder fühlte sich plötzlich dazu berufen, ein eigenes Destillat herzustellen und sich von Gilden und Vereinigungen loszusagen. Das Haus der Nisaaru beherbergte Ketzer der Tazolen und ehemalige Gefangene der Algioten, was zum Countdown für Chearth führte.
Was geschieht, wenn Tazolen meutern und das Reinheitsgebot missachten, erlebte Perry Rhodan mit dem Fluut von Yuna, einer echt ekelhaften Plörre.
Das Kind und der Pflanzenvater, die auf geheimnisvolle paramentale Weise einen Whisky herstellten, der Superkräfte verlieh, unterstützten als Sponsoren die Sprinter von Ertrus bei der Fünf-Sterne-Olympiade, die sich aber übernahmen, sodass der Galaktische Mediziner benötigt wurde.
Perry Rhodan, der irgendwie zwischen die Fronten geraten war, gelang in letzter Minute die Flucht aus Thantur-Lok und er erlebte die Geburt eines Helden, genannt der siebte Ritter, den die Genetiker von Rynkor erschaffen hatten, um die Börsenmacht an sich zu reißen.
Die Gruppe Sanfter Rebell sowie der Mutant und der Zwilling, allesamt renitente Moonshiner, trugen gemeinsam Samahos Erbe, ein ganz besonderes Rezept, bei dem es auf die Art der Mälzung ankam, aufgezeichnet im Tagebuch der SOL, das lange verborgen war im Turm der Visionen.
Der Wurm der Aarus verleibte sich alle Whisky-Rohstoffe ein, wohin er auch kam. Sein Kommandant war der Schwarmer. Sein Konkurrent, der verlorene Wurm, erzwang beim Kampf um das beste Korn die Galaktische Feuerprobe, in der die Stimme des Propheten die Entscheidung herbeiführen sollte.
Die Wurmreiter, wahre Kinder der Sterne, beendeten das Projekt Finsternis und befreiten Thoregons Kinder aus der Whiskykellerei und damit von unbezahlter Kinderarbeit.
Das Zirkular brachte Perry Rhodan mit einem 80-Prozentigen so ins Kreiseln, dass der Hyperschock gerade noch durch das Wasser von Aar abgewendet werden konnte.
Die Tryonische Allianz, ein neu gegründeter Whisky-Verband mächtiger Konzerne, befand sich im Zentrum des Feuerauges, wo Perry Rhodan ihr das Handwerk legte, und das Lied der Vatrox erzählte episch von seiner darauf folgenden (wieder mal) Flucht nach Anthuresta.
Traum der wahren Gedanken hieß ein philosophisches Singspiel, bei dem Quantität vor Qualität ging und das deshalb zur Meuterei auf der BASIS und anschließend ins Todeslabyrinth führte.
Der perfekte Jäger, inzwischen auf Perry Rhodans Spuren und bemüht, vor ihm ans Ziel der Suche nach dem besten Whisky zu gelangen, besaß eine große Leidenschaft für den hochprozentigen Vothantar Zhy, übersah dabei aber die Weisung des Vektorions und geriet in die Domäne des Feuervolkes.
Perry Rhodan wurde dadurch zum Duell auf Everblack gezwungen, und entdeckte dort das Tagebuch des Widerstands der halben Garde der Gerechten, die sich gegen die Prohibition auflehnte.
Der Spross YETO, ein überdimensioniertes, raumfahrttaugliches und mit Intelligenz ausgestattetes Samenkorn, und sein einziger Passagier, der Herr der Schutzgeister, verirrten sich im getreidelosen Nichts und schickten den Notruf aus der Leere, woraufhin sich Perry Rhodan mit dem Tag des Grimms auf seinem Raumschiff konfrontiert sah, da er wegen der Rettungsaktion den Urlaub der gesamten Besatzung gestrichen hatte.
So kam es zum Anschlag auf Wanderer, wie man ihn mittlerweile (unter anderem) betitelte, was Perry Rhodan zum Projekt Exodus von seinem eigenen Schiff zwang, weil die Mannschaft echt sauer auf ihn war.
Vor Kummer dem Suff ergeben, konfrontierten die beiden Rhodans ihn im Delirium mit sich selbst, und selbst das bittere Aroma der Gestirne konnte seinen Verstand kaum klären, und er fühlte sich, als wäre er in der Stadt der Letztgedanken.
Endlich dank des Zellaktivators ausgenüchtert, erwartete ihn ein Willkommen auf Gongolis und jede Menge Nachschub an Hochprozentigem, was zu einer weiteren Terra Incognita seines Verstandes führte, und er glaubte, eine Welt der fünf Augen zu erblicken.
Die Gewaltigen von Everblack brachten ihn jedoch mit drei Litern Kaffee, vermischt mit Schießpulver, auf den Boden der Tatsachen zurück und übergaben ihm die hermetische Botschaft, und zwar aus strengen Geheimhaltungsgründen in der Zerozone.
Nun folgte eine lange Reise von Destillerie zu Destillerie, halb hier, halb da, nach Zeut, Ferrol, Pluto, Yenren. Unterwegs traf Perry Rhodan auf Gleichgesinnte, die Sternfinder, und das geriet irgendwann bei all der Zecherei zum blanken Horror.
Immer noch auf halber Fahrt wegen des weiterhin auszukurierenden Schwipses, suchte Perry Rhodan schließlich nach historisch gewachsenen Ingredienzen für die perfekte Destillation in Erdkruste, Erdmantel, Erdkern, bis er zuletzt, weil er wieder keinen Erfolg hatte, NATHAN um Hilfe bitten musste.
Das Mondgehirn hatte tatsächlich einen Tipp, nämlich, dass der extrem autoritäre Herr aller Brennereien und des guten Geschmacks, genannt der herrliche Diktator, über den besten aller Whiskys verfügen würde, einem alten Cragganmore nach historischem Rezept – dass die Meute Jochzor diesen allerdings eifersüchtig bewachen und streng unter Verschluss halten würde. Daraufhin ernüchtert, begann Perry Rhodan seine nächste Reise …

 

 

 

 

 

 

 

 

 



Der Niedergang eines Science-Fiction-Magazins

11 04 2021

Ich habe vor vielen Jahren bei NOVA eine Story publiziert, in einer Ausgabe, die mal nur von Frauen bestritten werden sollte, weil die damaligen Herren Herausgeber zu Recht der Ansicht waren, dass sie zu wenige Frauenbeiträge hätten. So kam also eine Ausschreibung, und erotisch sollte es auch sein.

(Offtopic: Die Geschichte war schnell geschrieben und macht mir heute noch Spaß. In den nächsten Jahren werde ich meine SF-Storys mal in einem Sammelband herausgeben. Ich weiß, das liest sowieso keiner, aber es ist doch schön, auch mal selbst einen Sammelband in Händen zu halten 😉 )

Damals waren die Zeiten noch in Ordnung. Es gab keine Scheißnazipartei, die sich als „Alternative“ darstellt, die SF war eher linkslastig mit vielen Urgesteinen, die stets streitbar waren und gern kritische Texte veröffentlichten.

Heute hat sich das geändert. Heute wurde der Journalist Dirk Alt, der regelmäßig in einem – verharmlosend gesagt – rechtsorientierten Organ wie „Sezession“ publiziert und gewisse Vorträge auf gewissen Veranstaltungen hält, in die Herausgeberschaft des Magazins NOVA berufen. Und nicht nur das, als diese Berufung auf Kritik stieß, wurde er sehr heftig von dem wohl demnächst ausscheidenden Herausgeber Michael K. Iwoleit verteidigt.

Bei dieser öffentlichen Diskussion wurde Herr Iwoleit nicht nur ausfällig, sondern vertrat auch Thesen, die vom Vokabular und „Diskussions“stil her auffällig an die blaubraune Partei erinnern.

Darauf muss ich als Verlegerin reagieren. Die Einstellung jedes Einzelnen ist seine Privatsache – so lange, bis er sie öffentlich macht, und das auch noch in publizistischer Eigenschaft, u.a. als Autor und Herausgeber.

Wer mich kennt weiß, dass ich absolut keine Toleranz gegenüber Neonazis, AfD-Anhängern und ihren Mitläufern habe. Ein Scheißnazi (egal ob nun Parteimitglied oder nur Mitläufer) zu sein ist keine Meinung, das ist eine politische Haltung, die antidemokratisch und demokratiefeindlich, rassistisch, ausländerfeindlich, misogynistisch, totalitär, diktatorisch, unsozial, antihumanistisch und gewaltbereit ist. Ich rede mit solchen Leuten auch schon lange nicht mehr, ich schließe sie aus. Und zwar sofort und ohne Wenn und Aber.

Insofern habe ich gestern per Mail die Kündigung des Fabylon-Verlags an den Autor geschickt, dass seine beiden Titel „Psyhack“ und „Der Moloch“ bei Fabylon sofort aus dem Verkauf genommen werden. Von der Verlagshomepage sind sie bereits entfernt.

Es ist nicht das erste Mal, bereits bei Thomas Wawerka musste ich vor Jahren so handeln, als er bei Pegida/Legida nicht nur mitging, sondern dort prominent auch Vorträge/Predigten hielt.

Als Verlegerin des Fabylon Verlags und als Mensch distanziere ich mich ausdrücklich von dem ehemaligen Verlags-Autor Michael K. Iwoleit.



Impftempo

26 03 2021

 

 

 

 

 

 

 

 



Selbstversuch: Alkoholfreie Rosé-Weine

14 03 2021

Ich habe mich jetzt mal an das Experiment des alkoholfreien Weins gewagt. Alkoholfreies Bier ist ja inzwischen gut genießbar, im Sommer schmeckt mir alkoholfreies Weißbier sogar recht gut als Durstlöscher. Nun trinke ich aber bevorzugt Wein. Alkoholfreien Sekt und alkoholfreien Moussierenden kenne ich schon – ist ganz okay, muss ich sagen, beim geselligen Beisammensein, wenn man ans Steuer muss, macht das mehr Spaß als am Wasserhahn zu lutschen.

Aber wie ist das mit Wein? Man hört ja Schlimmes, und sowas reizt mich immer. Im Youtube-Format wollte ich das aber nicht machen, denn alle hintereinander probieren … das war mir denn doch zu viel. (Und ich habe gut daran getan.)

Ich habe ein 6er-Pack-Probierset bestellt, und zwar Rosé. Ich trinke hauptsächlich Rosé, weil er mir am besten bekommt und nicht zu schwer ist, und in dem Fall habe ich ihn gewählt, weil ich mir nicht vorstellen kann, dass ein sonst vollmundiger Roter alkoholfrei auch nur ansatzweise schmecken kann, und weil ich beim Weißen dabei an muffigen Sauerampfer denke. Aber Rosé, dieses Mittelding, könnte doch fruchtig sein? Da ist man ja nicht so anspruchsvoll, ein Rosé ist was zum wegsüffeln.
Der Vorteil des Probiersets war, dass es weniger gekostet hat (um die 30 Euro) und 6 verschiedene Sorten angeboten waren.

Als da wären die ersten drei:

0.0 Rosato Dry Taste von alternativa, Italien, (tatsächlich mit Echtkorken), Einzelpreis € 8,50

Nr. 402 von Weinkönig, Deutschland, Einzelpreis € 5,79

Carl Jung, Deutschland, Einzelpreis € 4,20

Die blumigen Beschreibungen, wonach diese Plörre angeblich schmecken soll, lasse ich weg und beurteile alle drei Alkfreien unvoreingenommen und kompetent nach den Geschmacksrichtungen: kotz, spei und würg. Riecht und schmeckt nach Essig, Schwefel und 21 Tage lang getragenen Wollsocken, die an Schweißfüßen hingen. Sofort ab in den Ausguss, es ist unmöglich, falls man sich überhaupt trotz des schwefelmuffigen Gestanks dazu überwinden kann, mehr als einen Schluck davon zu trinken, nicht einmal mit Wasser hochverdünnt.

 

Nun zur zweiten Riege:

Premium Rosé von Lussory, Spanien, Einzelpreis € 7,49

Merlot Rosé von Somée, Deutschland, Einzelpreis € 5,99

Natureo Syrah Cabernet Sauvignon von Torres, Spanien, Einzelpreis € 7,49

Zu meiner Überraschung muss man sich bei der Geruchsprobe nicht sofort übergeben, sondern das kommt fruchtig daher, mit einem Hauch Weinnote. Man merkt: das ist kein Traubensaft, sondern war mal ursprünglich Wein. Man kann sogar trinken, und ich habe tatsächlich den Lussory und auch den Torres geleert, und, ja, es war mal ein anderer Geschmack. Aber: von dem Lussory und dem Somée habe ich Kopfweh bekommen (!) und für Reflux-Geschädigte sind sie ebenfalls nichts.

Der Torres ist eindeutig der traurige Sieger, denn er schmeckt ganz leicht fruchtig und ist ansonsten geschmacksneutral und ohne viel Säure. Kein langweiliges Wasser, sondern mit ein bisschen Geschmack drin, er bitzelt sogar etwas auf der Zunge, gut gekühlt passt das. Den könnte man gut wegsüffeln, wenn er denn 1,99 kosten würde. Aber für den tatsächlichen Preis möchte ich schon bitte einen Mehrwert. Und nein, ich bezahle nicht das aufwendige Verfahren, sondern den Genuss, und der ist 1,99 wert.

Fazit: Der bis zu extremst stolze Preis rechtfertigt die euphorischen Beschreibungen und Empfehlungen nicht im Geringsten, da sie einfach nicht zutreffen. Das haben Texter geschrieben, die Bausteine vorgesetzt bekommen und nie davon probiert haben.
Das ist und bleibt Plörre und hat mit dem einst edlen Getränk nicht die Spur mehr zu tun.

Nach diesem teuren Experiment kann ich nur sagen: Alkoholfreie Weine insgesamt erhalten von mir das Prädikat: „Grässlich“. Ich kann daher uneingeschränkt empfehlen: Finger weg!



Elfenzeit 9!

9 03 2021

 

 

Jaja, ich weiß, ich verkünde über die Serie immer so wenig hier im Blog. Ich werde mich eines Tages wieder bessern. Aber schon in vier Wochen erscheint der letzte Band, und dann werde ich alle hier nochmal gründlich vorstellen.
Ja, das Werk ist beinahe vollbracht und vollendet, das Finale wird eingeläutet, und gleich drei Autoren erzählen von weiten Reisen in geheimnisvolle Welten und an exotische Orte, von unglaublichen Bündnissen und der Rache eines Elfen.
Hier könnt ihr anschauen und bestellen!



Wir Frauen wollen Merz NICHT! (Und Männer ebenfalls nicht)

15 01 2021

Ich teile hier einen Link, in dem sehr ausführlich steht, warum wir Merz verhindern müssen, sowohl als Parteivorsitzenden, als auch als Kanzlerkandidaten. Er ist frauenfeindlich, homophob, ausländerfeindlich, diskriminierend und rassistisch … um nur ein paar Beispiele zu nennen. Das Wichtigste: Er sieht sich als Lobbyisten, nicht als Politiker. Wir wollen nicht, dass ein nach stark rechts orientierter, demokratiefeindlicher Mensch unser Land regiert – da könnten wir genausogut auch Trump zu uns einladen.

Hier der Artikel auf Volksverpetzer

Hier der Link zur Petition auf change.org



Das Ende von 2020

28 12 2020

Lockdown über Weihnachten bedeutete für Uschi: Alles wie seit März. Meine Freundes-Sozialkontakte dieses Jahr kann ich an einer Hand abzählen. Verreist sind wir einmal, für 4 Tage an den Gardasee, weil ich nicht stornieren konnte und es mir um das Geld leidtat. (Und es war wundervoll.) Abgesehen von diesen Ausnahmen, Einkäufen und, seufz, ein paar Wochen auch Tierärzten, bin ich seit März nur zu Hause. Es ändert sich also auch jetzt mit dem neuen Lockdown (der sicher bis mindestens Ende Januar verlängert werden wird) nichts, alles wie gehabt. Bis auf eine Palette Holzbriketts, die ich am Dienstag vor dem Lockdown noch in aller Hektik kaufen musste und tatsächlich auch bekam, ohne niedergetrampelt zu werden von anderen hektischen Leuten. Denn heizen möcht‘ schon sein.

Manchmal wurde es mir zu viel, manchmal fühlte ich mich eingeengt, eingesperrt, nicht mehr frei genug, einsam.
Es sind auch Freundschaften zerbrochen.

Nach einer solchen weinerlichen Minute aber schämte ich mich für meinen Egoismus. Ich bin dankbar, dass ich alles habe, was ich brauche – meine Arbeit, meine Versorgung, mein Dach über dem Kopf, Heizung (dank Hektik am Dienstag …), und vor allem:
KEIN CORONA.

Und nein, dies ist kein Scheißjahr gewesen. Es ist durch die Pandemie ein ungewöhnliches, ja krasses Jahr gewesen, das sicherlich so manchen über Gebühr belastet hat (und ich rede hier nicht von dem Medizin-Bereich, wo die Menschen zum Hohn nicht mal eine saftige Gehaltserhöhung bekommen haben, sondern Beifall und Plätzchen, wofür man sich nur fremdschämen kann – nein, lieber pumpen wir der Lufthansa und der Autoindustrie kräftig was rein) und Familiengewalt verschlimmert hat. Aber diese Dinge treten sonst auch auf und die Betroffenen werden zumeist alleingelassen. Hauptsächlich Frauen, die sich sagen lassen müssen, wenn sie sich von ihrem Partner trennen, müssen sie halt damit rechnen, dass er sie umbringen will. Oder dass der Masseur sie vergewaltigt, weil das kommt in der Branche halt vor. Angesichts solcher heutzutage unvorstellbaren Gerichtsverfahren erkennt man, dass wir von Gleichberechtigung und Gleichstellung der Frau noch Lichtjahre entfernt sind – eher, habe ich den Eindruck, nimmt das patriarchalische System wieder zu, sehe ich da etwa die arrogante, herablassende Hackfresse eines alten weißen Sacks wie Friedrich Merz vor mir, der noch dazu als Millionär sowieso jegliche Bodenhaftung verloren hat. Aber der entstammt ja auch der Nachkriegsgeneration, wo Frauen Benimm- und Verhaltensbücher lesen mussten und die Söhne wie Kronprinzen alles in den Arsch geblasen bekommen haben, ohne auch nur einen Finger krumm machen zu müssen. Und die wollen unser Land künftig regieren, da möchte man nur noch kündigen. DAS ist scheiße. Denn es versaut uns die Zukunft.

Die Pandemie tut das nicht. Die gibt uns eine Chance. Die wir natürlich nicht nutzen und nicht mal dann akzeptieren, wenn Wochen nach einer „Hygiene“-Demo ohne Gesichtsschutz an dem Ort die Leute reihenweise sterben wie die Fliegen, sondern weiter leugnen und lieber über Kinderblut und Diktatur lamentieren. Das hat das meiste Fremdschäm-Potential und ist der blanke Hohn vor allem denjenigen gegenüber, die nicht so privilegiert sind wie wir Deutschen und elend und einsam in der Pandemie sterben müssen.

Es war ein Jahr, in dem wir lernen mussten, dass wir keineswegs die Krone der Schöpfung sind, sondern nur kleine schwache sterbliche Würstchen, denen die Natur eins reinsemmeln kann, wann immer es ihr beliebt.
(Dass wir nichts aus der Lektion machen werden, ist ein anderes Thema.)

Aber alles andere ist genauso wie in all den Jahren zuvor. Es gab und gibt immer Höhen und Tiefen, Existenzangst, Ärger, Schmerzen und Kummer, es gab und gibt immer Verluste.
Ich hatte in den sechs Jahrzehnten meines Lebens schon viele Jahre, die ein schrecklicher Albtraum waren und die ich noch nicht vollends verarbeitet habe und wahrscheinlich auch nie werde. Echte Scheißjahre.
Dieses Jahr aber gehört definitiv nicht dazu.
Denn:
KEIN CORONA.

Wir sollten ein bisschen bescheidener und vor allem dankbar sein, wie gut es uns geht, solange wir einfach gesund bleiben. Alle anderen Probleme können uns früher oder später immer betreffen. Aber das ist kein Hindernis, das zu akzeptieren, was sein muss – sich verdammt nochmal zusammenzureißen, mitzumachen und solidarisch zu sein -, denn es ist nur auf Zeit, und nichts läuft uns weg.
Diese Krise zeigt uns, wo unsere Stärken und unsere Schwächen liegen. Lassen wir die ganzen Deppen außen vor, regen wir uns über die nicht mehr auf, sondern sorgen wir dafür, dass unsere Basis stabil bleibt. Es liegt an jedem Einzelnen von uns, uns gegenseitig zu unterstützen, uns Mut und Trost zuzusprechen.
Seien wir füreinander da.

In diesem Sinne, kommt alle gut ins neue Jahr, bleibt gesund, jammert nicht, sondern steht auf, richtet die Krone gerade und macht weiter.

Wir lesen uns.



fabEbooks im SONDERANGEBOT!

20 12 2020