Hatar Stygan!!

21 12 2018


Endlich ist es vollbracht! Ich habe den Finalband der Waldsee-Chroniken, Band 6, geschafft. Als fabEbook ist er schon draußen, als Hardcover wird er Ende Januar ausgeliefert. Ich freu mich soooo … und bin auch total traurig, weil es jetzt zu Ende ist. Der Blues hat mich im Griff. Nach 30 Jahren ist die Saga vollendet und der Kreis hat sich geschlossen. Doch ein Lichtblick: Ich werde mich endlich daran machen, den Hauptzyklus zu schreiben, der vor immerhin 41 Jahren seinen Ursprung nahm. Der Beginn des Träumenden Universums! Denn ich habe mir hierfür – also für das wirkliche Ende, wenn die Schlafende Schlange erwacht – einen echten Knaller ausgedacht. Und den will ich unbedingt präsentieren. Also ran!
Bis dahin gibt es erst mal die Geschichte von Halrid Falkon zu lesen, back to the roots, wo alles begann.
Hurra! Natürlich kann man überall downloaden und vorbestellen, auch im Fabylon-Shop.

Und damit sage ich auch schon wieder für dieses Jahr adé! Es gab nicht sehr viele Einträge, denn es war ein sehr ereignisreiches und intensives Jahr. Mit sehr viel Arbeit, sehr viel Sorgen und Krankheit im ersten Halbjahr, was sich im Juni und November zum Glück auflöste (dem lieben Universum gebührt einfach nur Dank – manchmal hat man so richtig, richtig Glück. Nein, wir öfter), und seither bin ich dabei, alle Rückstände aufzuholen und sämtliche Knoten aufzudröseln. Das Jahr 2019 wird daher nicht minder arbeitsreich, doch mit mehr Lichtlein am Horizont. Vor allem freue ich mich auf diverse Projekte, einen ganz neuen Roman von mir in ganz ungewohntem Genre, viele schöne Fabylon-Bücher, tolle Reisen, unser erstes Outdoor-Festival im Juli in Magdeburg, undundund. Es wird ein spannendes Jahr.

Das wünsche ich euch auch allen. Habt einen schönen Ausklang, frohe Festtage und einen super Start – wir lesen uns!



Anmerkungen zu Perry Rhodan 2990 und 2993

20 12 2018

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ganz abgesehen davon, dass es total faszinierend ist, von zwei Perry Rhodans zu berichten, die verschiedenen Universen entstammen, konnte ich mit Band 2990 ein schönes Abenteuer des „anderen“ Rhodan erzählen, auf ganz menschliche Weise. Und dennoch ist er Sofortumschalter und vertraut. Ich mochte ihn sehr – und ebenso mochte ich „unseren“ über 3000 Jahre alten Rhodan, als er am Ende als Retter auftritt, und das kompromisslos.
Es gibt ein paar kleine Hommagen darin. An erster Stelle seien die „AmPits“ „Paul“ und „Wolf“ genannt. Wer mich näher kennt weiß, dass ich Pitbulls sehr mag, so lustige (gaaanz böööse und bei uns verbotene Listen-Kampf-)Hunde mit ihren Schweinsäuglein und dem täppischen Verhalten. Und was ihre Namen betrifft, so war es eine schöne Gelegenheit, das – unter anderem – MYTHOR-Alter-ego meines lieben Freundes Ernst Vlcek mal wieder zu verewigen. Die freundliche Wesensart der Hunde passte einfach – das aggressive Vorgehen dann natürlich ausgenommen (was literarisch allerdings zum „Dämonenkiller“ passt, der ja wirklich nicht zimperlich ist), aber das entsprach ihrer Programmierung. Eine weitere Hommage ist die Gleiterflucht durch die Schlucht. Egal, wie oft ich es sehe, ich finde es immer wieder super. Ihr wisst schon, was ich meine, oder? Und last not least tritt ein Roboter in Erscheinung mit Namen „Wallie“ – damit ist der reizende kleine „Wall-E“ aus dem zauberhaften Film gemeint.

Bei 2993 habe ich mal etwas ganz anderes gemacht, der Einfall kam mir spontan, weil die Stadt im Expo „Memmunyet“ heißt, was „Memmingen“, in deren Nähe ich wohne, sehr ähnlich klingt. Memmingen ist sozusagen zu meiner Heimatstadt geworden, sie ist klein, stellenweise noch mittelalterlich, freundlich und gemütlich. Ich fühle mich da seit 14 Jahren sehr wohl. Und so habe ich die Sieben Wahrzeichen der Stadt im Roman verewigt. Es fängt schon damit an, dass es in früheren Zeiten als Nachweis für die Lehrzeit der Gesellen galt, wenn sie diese Sieben kannten, das habe ich auf Memmunyet umgesetzt.
1. Die Wasserkunst, eine mittelalterliche Höchstleistung, die 1862 abgebrochen wurde, es gibt aber noch einen Überrest.
2. Der Gaul in der Wiege (im Roman als „Wechselbalg“ bezeichnet). Ursprünglich ist es eine Horrorsage um eine scheintote Frau.
3. Der Basilisk (hier: „die orranische Zwitterfrau mit dem tödlichen Blick“), heute im Stadtmuseum zu besichtigen. Wahrscheinlich bildete er mal den Schlussstein eines Gewölbes eines im 16. Jh. abgerissenen Schottenklosters.
4. Die Blaue Saul, also die blaue Säule, kann man heute noch am Marktplatz sehen.
5. Der grüne Teufel, (hier: Das „Haus“ des „dunkelgrünen Orrum“) ein im Zweiten Weltkrieg verschwundenes Bildnis in der St.-Martins-Kirche.
6. Das Siebendächerhaus existiert heute noch, einst diente es den Gerbern zum Trocknen der Felle.
7. Und nicht zu vergessen, die heilige Hildegard (hier: „Hilo-Gar“), ein Bildnis am Turm von St. Martin der verehrten, aus Oberschwaben stammenden Gattin Karls des Großen.
Wer mehr wissen möchte: Wikipedia, „Sieben Memminger Wahrzeichen“.

Der „Markt von Nashnapar“ war im Expo so bezeichnet, dies erinnerte mich stark an den herrlichen Naschmarkt von Wien, eine Stadt, die ich auch sehr liebe (und nicht nur, weil dort meine hochgeschätzten österreichischen Perry-Kollegen-Freunde und liebe Fans leben), den hatte ich dafür vor Augen.

Auch eine Musik-Reminiszenz habe ich. Auf S. 40 in einer fantastischen Vision starten eine Menge Schiffe von einem Planeten, zum ersten Mal als Aufbruch ins All. Bei diesem Szenario mussten die Kopfhörer auf und Mike Oldfields „Songs of Distant Earth – A New Beginning“ rein, um es wie im Film vor mir zu sehen. Der Songtitel passt perfekt und die Musik auch. Das ist ein sehr schöner, hoffnungsvoller Moment für die Protagonisten, zumindest für mich vom Gefühl her während des Schreibens.

Was ich nicht für mich in Anspruch nehmen darf, ist der großartige Romantitel, den ich aus dem Vorschlag im Exposé übernommen habe. Ich weiß nicht, ob ich dem inhaltlich gerecht geworden bin, aber durch ihn habe ich sofort ein Gefühl für die Geschichte bekommen.

Das ist also mein letzter Beitrag vor dem „3000“-Meilenstein, und er erscheint auch noch am 28. Dezember des Jahres 2018.  Das nenne ich doch mal ein tolles Schlusswort.



Achim Mehnert ist gestorben

8 11 2018

Es war für mich der erste Schock des Tages, als ich heute früh in einem Forum las, dass Achim gestorben sei. Ich wollte es zuerst nicht glauben, schaute auf Facebook nach, und wirklich, da war sie, die Nachricht seiner Schwester. Gestern ist Achim gestorben. Wie kann ich das glauben, so plötzlich und unerwartet? Ende September haben wir uns noch auf dem ColoniaCon getroffen und ein Schwätzchen gehalten. Letztes Wochenende erst hat er Fotos von der Comicmesse gepostet. Sein letzter Eintrag war vom 6.11. Nichts wies daraufhin, dass er schon einen Tag später nicht mehr da sein würde.
Ich kannte Achim schon lange, seit den frühen 80ern. Wir zwei, fast gleichalt, haben damals unsere ersten Schritte ins Profitum unternommen.
Der ColoniaCon und Achim – eine unauflösliche Verbindung. Er war ein Kölsche Jung, laut und fröhlich. Wir haben uns auf vielen Cons getroffen, waren Kollegen bei der einen oder anderen Serie, er hat mir seinen signierten „Huck-Huck, der kleine Drache“ geschenkt. Er hat auch bei Fabylon veröffentlicht. Das erste Mal mit einer Kurzgeschichte „Stadtbücherei, Westflügel“ für die Anthologie „1999 oder Der Geist aus der Flasche“ in den 90ern, und das zweite Mal mit einem Beitrag zu SunQuest, 2. Staffel Quinterna. Darin schuf er unter anderem einen bezaubernden Zug. Ja, wirklich, so wie es da steht. Die Lok hieß Schtuhhh.
Sein Tod reißt eine große Lücke ins Fandom, in dem er immer sehr aktiv gewesen ist. Ich habe ihn als Autor geschätzt, er war ein guter, fantasievoller Erzähler.

Gute Reise zu den Sternen, Achim.



100 Tage

7 11 2018

Konferenz 2017 (c) Redaktion Perry Rhodan

Das ist eine runde Zahl und veranlasst mich zum Nachdenken.

100 Tage bis PERRY RHODAN 3000. Eine Entwicklung, die unwirklich erscheint, bedenkt man, dass es im September 1961 losging. Im letzten Jahrhundert, im letzten Jahrtausend. Als ich 1992 auf meiner ersten Autorenkonferenz im Team angekommen war und der 1600er Zyklus seinen Anfang nehmen sollte, hätte ich niemals geglaubt, dass wir im Jahr 2019 eine Feier zu diesem Meilenstein begehen würden. 3000 Wochen ungebrochen, der Reim musste sein.
Kein Außenstehender kann sich vorstellen, was für eine Maschinerie dahintersteckt, um Woche für Woche einen spannenden Heftroman auf den Markt zu bringen. Die Exposéautoren, die Teamautoren, die Illustratoren, die Chefredaktion, die Redaktion, Außenlektor, Berater und Prüfer, Setzerei und Korrektorat und zuletzt die Endfertigung in der Druckerei. Die zahlreichen Beilagen im Mittelteil nicht mit gerechnet, allein bei STELLARIS kommt da noch einmal eine Handvoll dazu, die sich damit beschäftigen muss.
Alles, damit, zwei Stunden Lesezeit später, die einen sich (mehr oder minder) unterhalten gefühlt haben und sich auf den nächsten Lesestoff freuen, und die anderen haarklein zerpflücken, was wieder alles falsch ist.
Ich war schon immer fasziniert davon, wie wenig doch eigentlich bei dieser ununterbrochenen Herausforderung schiefgeht. Denn egal wie früh die Expos kommen und wie früh der Autor abgibt, am Ende wird es immer knapp, denn man arbeitet ja nicht an einer Ausgabe, sondern parallel an mehreren. Und dazu kommen noch Schwesterserien, Miniserien, Taschenbuchreihen und sonstige Projekte. Die Maschinerie ist groß, aber die Leute, die involviert sind, sind an Zahl dennoch überschaubar.
Und das 3000 Wochen lang. Trotz Krankheiten, Unfällen und sonstigen unangekündigten Widrigkeiten. Obwohl Autoren sogar während der Arbeit verstorben sind und der Text praktisch in die Druckmaschine diktiert werden musste, damit die Auslieferung pünktlich klappte.

Vor allem hätte ich nicht gedacht, dass ich selbst bei dieser Feier dabei sein würde. Ich habe bereits eine zu einem solchen Anlass erlebt, die zu Band 2000, Ende 1999, der Tausenderband zur Jahrtausendwende. Das war ein WeltCon und bedeutete rund um die Uhr Stress. Natürlich Spaß und alles, aber das war Höchstleistung, die erbracht werden musste (ganz abgesehen von den ca. 10.000 Autogrammen – und das ist keine Übertreibung -, die jeder von uns gegeben hat). Ich war kaum in Mainz angekommen, als ich (zu meiner Überraschung) schon wieder im Taxi nach Frankfurt saß, um in Berlin im Sat 1-Frühstücksfernsehen aufzutreten. Im luxuriösen Adlon war ich einquartiert, für vier Stunden, denn schon um 4 Uhr morgens wurde ich bereits abgeholt. Sofort im Anschluss ging es zurück in den Flieger und der nette Taximann holte mich wieder ab. Heutzutage undenkbar bei all den Verspätungen, Ausfällen und sonstigen Unwägbarkeiten. Was den Transport betrifft, hat Deutschland in den vergangenen 20 Jahren einen gewaltigen Rückschritt gemacht und sich auf archaisches Niveau begeben. Da ist PERRY RHODAN mehr Science Fiction denn je, wie es scheint, denn auch wenn unser Titelheld sich permanent mit Invasoren und anderen durchgeknallten Wesenheiten herumschlagen muss, so funktioniert doch eines reibungslos, der Weg von A nach B. Also, zumindest für den Normalbürger in Normalterrania oder anderswo.

Aufs Congelände wollte man mich zuerst nicht lassen, weil ich im Dauerlauf zu meinem ersten Panel rannte und meinen Badge in der Eile nicht finden konnte. Ich habe den jungen Mann, der mich sehr scharf zurechtwies, danach nie wieder gesehen. Schätze, er wurde zum Würstchenaufwärmen degradiert.

Es war eine große Feier, und ich werde wehmütig, wenn ich in meiner Erinnerung noch viele Kollegen von damals vor mir sehe, die inzwischen gestorben sind. Es war für mich damals ein erhabener Moment und ich konnte es nicht so recht glauben. Bei dem Opener, in dem sich viele, viele wunderschöne Schmetterlinge zu einem Bild und einem grandiosen Titel zusammensetzten, hatte ich Herzrasen und feuchte Augen. Und ich war sicher, dass es einen solchen Moment nicht noch einmal geben wird. Denn der nächste Tausenderband war ganz, ganz weit weg.

Und doch sind es nur rund 20 Jahre, die, wie ich jetzt in der Rückschau erkenne, verdammt schnell vergangen sind. Ich empfinde diese Zeitspanne als gar nicht so lange, aber erinnere ich mich erst mal an all die Ereignisse und Turbulenzen dazwischen, wird mir schnell klar – es ist doch so lange, aber deswegen auch so kurz.

100 Tage. In München, wo alles begann. Flugs wird es soweit sein und dann halten wir ihn in Händen, den Band mit dieser unglaublich scheinenden Zahl. Ich denke, ich werde wieder zwischen Wehmut und Freude hin und hergerissen sein. Und natürlich mit Stolz, ein Teil davon zu sein.



Der gute Nachbar

21 10 2018

Im September 2004 sind wir hierher gezogen, und während der 14 Tage Fahrten zwischen alter Wohnung und Hof war er einer der Ersten, den wir gesehen und kennengelernt haben. Mit seiner Pfeife und dem Hut, der Latzhose und dem karierten Hemd. Den Tabak dafür hat er selbst angebaut und er duftete gut.

Natürlich waren die unmittelbaren künftigen Nachbarn alle neugierig, wer da Neues in ihr kleines Bauerndorf zog. Sehr exotisch waren wir damals als Städter, aber bald schon ein wenig anerkannt, weil wir wenigstens ein bisschen Hofwirtschaft hatten mit den Pferden. Zu der Zeit gab es noch nicht so viele Veränderungen durch Zuzügler wie heute. Heute haben wir sogar ein kleines Asylantenheim. (Ja, das funktioniert gut.)

Er kam da also an, in seinem unverwechselbaren Outfit (außer Sonntags zur Kirche, da war er geschniegelt), die Hände in die Seiten gestemmt und beäugte uns neugierig. „Griaß di, bin da Doner“, nuschelte er an der kalten Pfeife kauend, Anton Mayer bürgerlich, „hab euer Haus baut.“ Den Rest habe ich nicht mehr verstanden, denn genuschelter Allgäuer Dialekt und Pfeife, das verträgt sich nicht gut, und so blieb es die nächsten 14 Jahre. Ja, er hat unser Haus gebaut, in dem wir seit 14 Jahren leben.

Jeder Tag begann mit ihm und hörte mit ihm auf. Er war immer da. Sei es, dass er eines seiner hübschen Tiermodelle aus Metall fertigte und bemalte, sei es, dass er Holz verarbeitete, sägte, hackte, stapelte, oder mit kleinem Moped mit Anhänger und Deutschlandfähnchen durchs Dorf pötterte. Oder wenn er die Walnüsse seines prächtigen Walnussbaums mit dem raffinierten Gerät sammelte. Oder wenn er mit der Salz-und-Pfeffer-Katze Milli spazierenging, langsam und gemütlich, natürlich immer die Pfeife im Mundwinkel, mal warm, mal kalt.

Wenn wir die Pferde durch seinen Hof zur Koppel führten, hielten wir meistens ein Schwätzchen (soweit ich ihn verstand halt, aber ich lernte zu erraten). Dann erzählte er beispielsweisevon von seiner Reise nach Kamtschatka, und dass sie heute, er und seine Frau, als ältere Rentner, nun nur noch Busfahrten in die nähere Umgebung unternehmen würden. Aber das sei auch schön, er plauderte über das, was er gesehen hatte, die Erlebnisse.

Er kam unaufgefordert rüber, wenn wir Hilfe brauchten (etwa weil wir im Schnee erstickten oder versuchten, Stützbalken ohne Kreissäge zuzuschneiden), er kam rüber, wenn wir die Oldtimer-Bikes draußen gesammelt aufstellten, um sich darüber zu amüsieren und zu freuen. Er kam rüber, wenn er eine Katze suchte oder gefunden hatte.

Die Tage, die ich ihn in den 14 Jahren nicht gesehen habe, sind zweistellig.

Er kam auch rüber, als wir unser Dach neu machen ließen und war einigermaßen erbost, denn es sei „pfenniggut“, sagte er, er habe es schließlich selbst gebaut. Ja, aber so seien halt heute die Vorschriften, erklärten wir, Dämmung müsse sein. Vor sich hinbrummelnd und murrend zog er ab, nur um dann nach Fertigstellung das Dach fachmännisch in Augenschein zu nehmen und festzustellen: „Aber schee isch scho worn.“

Der Doner war so ein richtiger Bauer von altem Schrot und Korn, vierschrötig, stark, ein harter Kerl. Aber mit einem weichen Kern. Er lachte gern und machte Späße, und er verstand das Leben zu genießen. Bastelte unermüdlich Tag um Tag draußen an der frischen Luft, sägte, hämmerte, schweißte, pinselte, transportierte dies und das, zog Sonnenblumen, Tomaten, Tabak und Kürbisse. Fütterte die Katzen, die bald nicht mehr wegwollten, es sich im Haus gemütlich machten und immer fetter wurden.

Eines Tages klingelte er an unserer Tür, das war in all den Jahren höchstens einmal vorgekommen. „Griaß di, Doner“, sagte ich überrascht, und er: „Griaß di“, und da sah ich, dass er weinte. Seine krebskranke Tochter sei soeben gestorben, beide hätten sie sie gefunden, da unten am Fuß der Treppe.

Es war ein harter Schlag. Wie gut oder ob er es überhaupt verkraftet hat, kann ich nicht beurteilen. Er lebte weiter und ließ sich nichts anmerken, er sprach auch nie wieder über sie.

Letzte Woche sagte ich zu meinem Mann, dass der Doner mir gar nicht mehr gefiele. Er sah auf einmal so grau aus, und er saß oft sehr müde da und starrte vor sich hin. Das war anders, als wenn er sonst gemütlich auf der pinkfarbenen Bank saß, ein Bierchen zwitscherte und fröhlich Pfeife rauchte. Er war erschöpft, kraftlos. Machte aber trotzdem weiter das neue Holz. Doch ich fand, er fiel immer mehr in sich zusammen, wurde kleiner, dünner. Wie zu wenig Butter auf zu viel Brot.

Am Donnerstag Abend ist der Doner einem akuten Herzstillstand erlegen.

Wir vermissen ihn.
Gute Reise, guter Nachbar.



ColoniaCon 2018

2 10 2018

 

Am 28. + 30. September fand der traditionelle ColoniaCon in Köln statt, wie immer im Jugendpark am Rhein. Nach der kurzfristigen Ankündigung des hohen Staatsbesuchs aus der Türkei versprach die Anfahrt interessant zu werden – aber da das Gebäude rechtsseitig vom Rhein liegt, war ich zuversichtlich, gut durchzukommen, und so war es auch. An sich wollte ich mit der Bahn fahren, aber da es keine Sitzplätze mehr gab, entschied ich mich fürs Auto, und das war nicht verkehrt, denn es war wohl gar nicht so einfach, am Bahnhof duchzukommen. So traf ich kurz vor 11 Uhr ein und erblickte sogleich eine Menge bekannte Gesichter und Kollegen. Händler und Verlage boten ihre Waren feil, die Theke war wie stets rege belagert, aber auch im Vortragssaal waren die Plätze immer gut gefüllt. Was ich vermisst habe, war eine kurze Moderation zur Ankündigung der Panels.
Für mich war es ein besonderer Tag, denn ich war als Ehrengast geladen – eine besondere Ehre, über die ich mich sehr gefreut habe. Mit Stolz habe ich die Plakette herumgezeigt, denn die war exklusiv. Um 14 Uhr ging es dann mit dem ersten Panel los, PERRY RHODAN NEO, mit den Expokraten Rüdiger Schäfer und Rainer Schorm sowie Dieter Schmidt, unserem unentbehrlichen, weil immens scharfäugigen Lektor. Wir freuten uns gemeinsam darüber, dass es nach Band 200 weitergeht, wobei die Expokraten sich nicht allzu viel entlocken ließen. Ich selbst bin ja auch noch nicht auf dem Laufenden, da aktuell an der Staffel 191-199 gearbeitet wird und darüber  hinaus ja nur ein paar Häppchen preisgegeben wurden. Es wird eine tolle neue Frauenfigur geben – sehr schön. Wer es ist, weiß ich auch noch nicht und bin gespannt darauf. Eine kurzweilige Stunde, danach machte ich eine kleine Essens- und Ratschpause, und dann war ich auch schon mit meinem Extra-Special-Programmpunkt dran. Roman Schleifer interviewte mich; wie immer wollte er mir vorher die Fragen mailen und wie immer hab ich gesagt: „Keine Zeit dafür, überrasche mich.“ Ja, wir kennen uns schon so lange, ich dachte, so wird es dynamischer. Und so war es auch. Perry Rhodan, Perry Rhodan Olymp, Perry Rhodan NEO, Waldsee, Politik – viele Themen. Die Stunde verging wie nix, Roman hatte sich sehr intensiv vorbereitet. Damit es auch fürs Publikum gemütlicher wird, haben wir uns vor den Tisch nah an die Rampe gesetzt, wir waren ja nur zu zweit.
Anschließend blieb ich gleich auf der Bühne, denn nun ging es um „Kurs 3000“, dazu war auch Uwe Anton anwesend, ebenso Robert Corvus als Stammgastautor (oder so, hi, hi), und Rüdiger Schäfer übernahm wieder die Moderation. Wir eierten nur so herum, wobei ich mit meinem Schweizer-Käse-Gedächtnis sowieso längst alles von der Autorenkonferenz im Februar vergessen hatte und außer einem Zeitsprung (der ja schon bekannt ist) überhaupt nicht mehr weiß, was „danach“ geschieht. Die Exposés liegen eh noch nicht vor, und Band 3000 ist zwar schon fertig, aber noch nicht bei uns Autoren. Leider hat Uwe trotzdem gespoilert und den Titel von Band 3000 verraten: „Das Imperium der Mausbiber“, was Robert Corvus, bekennender Gucky-Hasser, nah an den Rand eines Iltkollers brachte. Allerdings war es nur ein halber Spoiler, denn da der Weltenbrand bis dahin sicherlich noch nicht gelöscht ist, lautet der Titel genauer: „Das brennende Imperium der Mausbiber“, wobei Robert die Änderung in „Imperium der brennenden Mausbiber“ verlangte.
So verging auch diese Stunde sehr schnell und kurzweilig, es hat viel Spaß gemacht. Danach ging es schon an die Abschiedsrunde, und kurz vor 19 Uhr wagte ich mich dann per Auto auf die linke Rheinseite Richtung Ebertplatz, und das ging ganz ohne Probleme. Nach dem Einchecken machte ich mich auf den Weg zum Essen, wollte danach noch einen kleinen Verdauungsspaziergang unternehmen und stolperte prompt in das legendäre „Café Extrablatt“, indem ich meinen Lieblings-Absacker Caipirinha zu mir nahm. Am Sonntag nach einem leckeren Frühstück ging es dann wieder Richtung Heimat, tja, leider doch nicht früh genug, denn ab Pforzheim bin ich praktisch durchgestanden. Aber nicht nur wegen Baustellen und Unfällen, sondern weil es der Tag der illegalen Autorennen war. Auf der A 8 waren nicht weniger als 12 Autos (!) beteiligt, die alle 3 Spuren durch langsames Konvoifahren für den nachfolgenden Verkehr sperrten, warteten, bis die Autobahn frei war, und dann das Rennen durchführten. Ziemlich genau bis zum übernächsten Parkplatz, wo die Polizei sie ausbremste und die Führerscheine kassierte samt Weiterfahrverbot. Recht so. Die Fahrer waren zwischen 40-67 Jahre alt. Dafür hätten sie auch den Nürburgring haben können, aber es macht natürlich viel mehr Spaß, die übrigen Reisenden zu gefährden und auszubremsen, weil mal muss man ja auch an sich denken. Was für ein Spaß! Nicht. Auf der A 7 waren dafür zwei junge Schnösel unterwegs, die sich nach amerikanischen Filmvorbildern ein Rennen durch den Verkehr lieferten und bei dem es nur mit ganz viel Glück zu keinem Unfall kam. All diese Penner hätten Fahrverbot auf Lebenszeit und Gefängnis verdient.
Aber so konnte ich auf der Fahrt den Con noch einmal Revue passieren lassen. Bei bestem Wetter (ok, bissl kalt war’s) und guter „Stimmung – Dank an die Organisatoren für die Einladung!

Foto: Alexandra Trinley

Foto: Alexandra Trinley

Foto: Alexandra Trinley

Köln am Abend

„Füllt mir das Trinkhorn/Reicht es herum/Trinken macht weise/Fasten macht dumm“. Mein nächster Diätspruch!

Den Diätspruch habe ich übrigens gleich umgesetzt.

Es gab auch noch „Harry Schotter und der Schnaps der Weisen“, „Fifty Shots of Grey“, und „Der Shot des Manitu“.

Die schöne Fassade des Extrablatts

„Blumen Herr Mehlis“ hatten es mir angetan



Anmerkungen zu OLYMP

15 06 2018


Ja, nun ist es soweit, heute wird mit Band 12 der Abschluss gebracht – und ich habe hier im Blog noch gar nichts dazu geschrieben. Nicht, weil ich nicht wollte, sondern weil einfach keine Zeit dafür übrig war. Ich habe Foren und Facebook und Instagram bedient, aber nicht mein eigenes Blog. Allerdings hatte ich auch etwas Besonderes geplant.
Nämlich, wie der Titel verrät, gibt es kleine Blicke hinter den Vorhang. Nur hier und exklusiv und spoilerfrei. Diese sind nicht wichtig zum Verständnis der Geschichte, sondern kleine „Insider-Gags“, die mir einfach Spaß bereitet haben.

Spiel mit Zahlen
Wer Elfenzeit und Schattenlord kennt weiß, dass ich gern Zahlenspielereien und vor allem Zahlenmystik verwende. Auch bei Olymp habe ich welche eingesetzt.
– Die Nummer auf der Gefängniskombination auf Adarem:
— 1233 (Perry Rhodan) = 12²+33², „besondere Zahl“, symbolisiert Perry als den, der er ist
— 1009 (Ypheris Bogyr) = kleinste vierstellige Mirpzahl, die rückwärts eine Primzahl ergibt, symbolisiert, dass alles ganz anders sein kann
— 107 (Mahé Elesa) = kleinste Mirpzahl, auch Mahé ist mehr als sie vorgibt zu sein – und sie ist schon länger gefangen
– Band 12, S. 42: 983, 971 und 977. Da für Erotik kein Platz war, wollte ich wenigstens ein wenig Sex reinbringen – in Form dieses Tripels = sexy Primzahldrillinge. Primzahlen, deren Differenz 6 beträgt, bezeichnet man als sexy Primzahlen, und die gibt es eben nicht nur einzeln, sondern auch als Mehrlinge. Skurril und lustig, das musste rein

Spiel mit Namen
Wer ein paar meiner Werke kennt, insbesondere bei der Fantasy (zB Chroniken von Waldsee), weiß, dass ich sehr gern Namen mit symbolischer Bedeutung verwende. So geschah es auch hier mit einem Augenzwinkern – und einer Hommage.
– ETSI: Aus dem Finnischen abgeleitet „Suche“
– ATRAST: Aus dem Lettischen abgeleitet für „Finde“
– Krystophar: Johnny Depp (in Aussehen und Exzentrität) war das „Schaubild“ für den Charakter in der Erstauflage. Johnnys zweiter Vorname lautet Christopher. Somit lag es nahe, diesen Tarnnamen zu vergeben.
– Advok: Der Name, unter dem Roi Danton/Michael Rhodan mit den von Geoffry Abel Waringer neugegründeten Freihändlern den Kampf gegen die Cantaro aufnahm. Wie Mike auf diesen Namen kam ist wiederum ein schönes Wortspiel: Georges Danton, nach dem er sich benannt hatte, war von Beruf Advokat, also Rechtsanwalt. Eine schöne Hommage und passende Lösung für Talin Buff, finde ich.

Weitere kleine Anspielungen finden sich in allen 12 Romanen – selber finden macht Spaß!

Ja, und damit sind wir auch schon am Ende angekommen – wir haben innerhalb von zehn Monaten die zwölfteilige Miniserie konzipiert, geschrieben und publiziert. Das ist eine beachtliche Leistung, finde ich! Ich bin emotional in diesem Moment durchaus hin und hergerissen, lachend und weinend zugleich, stolz, erleichtert … und noch so einiges mehr. Kurzum und zusammengefasst: Es ist soooo geil!

Schön ist es vor allem, dass die eBooks auch weiterhin erhältlich sein werden, dass nach wie vor noch ein Abo möglich ist, dass man ein preisgünstiges Paket bekommen kann … so wird die Miniserie hoffentlich noch ein bisschen im Gedächtnis bleiben. Einfach mal auf der Perry Rhodan-Homepage im Shop vorbeischauen, da gibt es haufenweise Infos und Bestellmöglichkeiten für alle, die sich bis jetzt noch nicht entscheiden konnten. Oder zum ersten Mal davon gehört haben. (Dann erst recht! OLYMP ist für jeden, der sich mal mit Perry Rhodan beschäftigen wollte, aber sich nicht an die Erstauflage getraut hat.) 😉

Und hier zum Abschluss noch ein Bild zum OLYMP-Panel auf dem GarchingCon 11!

Foto: Andi Wolz. v.l.n.r.: Dietmar Schmidt, Dennis Mathiak, Madeleine Puljic, Mod. Stefan Friedrich, Olaf Brill, Arndt Drechsler, Sabine Kropp



GarchingCon 2018

4 06 2018


Aufregend! Das sagt schon alles. Am 26.5. sind wir nach Mallorca geflogen, um ein paar Tage zu entspannen und einen Geburtstag zu feiern, weswegen der Rückflug schon am Freitag 1.6. sehr früh erfolgen musste. Eurowings hat den Flug dann um eine Stunde verschoben, aber trotzdem hieß es um halb 6 Uhr aufstehen, weil ich vergessen hatte, den Mietwagen zu tanken. Um 12 Uhr pünktlich landeten wir in München, um dann 2 Stunden später nach der Warterei auf den Koffer und die S-Bahn zum Urlauberparkplatz (bis auf einen waren alle S-Bahn-Abgänge gesperrt und die S8 fiel gleich ganz aus) im Kulturzentrum Trudering anzukommen. Immerhin können wir vor dem Eingang parken und gleich dahinter sind unsere Tische. Kurze Begrüßungen, eine schnelle Apfelschorle, ein Essen bestellt, bevor die Küche zu macht, und dann schon der Aufbau.
Das alles kann mich nicht so wirklich von meinem Lampenfieber ablenken. Ich bin denkbar schlecht vorbereitet – hatte erst im Flugzeug die Gelegenheit, für den Sketch in wenigen Stunden zu üben, bin also völlig blank und panisch.
Um 16 Uhr trifft Andi „Daniel B. Hofmeister“ vom A&I-Duo ein, nicht minder nervös, aber besser vorbereitet als ich. Immerhin ist die Bühne vorbereitet – wir haben schon alles durchgesprochen, die PP-Show steht, der erste Soundcheck auch. Andi und mir bleibt nicht viel Zeit zum Üben! Mehr als drei Durchgänge sind nicht drin, weil dann schon das Programm beginnt … Ohweh. Ich verstopple mich dauernd im Text, kriege die Nase nicht aus dem Skript, bringe alle Bilder durcheinander, mein bester Ehemann Gerald muss als Souffleur ran. Der letzte Rest meines Selbstvertrauens versinkt in den stürmischen Wogen der Panik.

Lasset die Proben beginnen …

… und wir freuen uns auch über imaginären Applaus!

Aber es hilft nichts – da müssen wir durch! Die Kehle zugeschnürt, aus allen Poren quillt der Schweiß, und nicht nur wegen der Hitze im Zimmer. Ich versuche, Maske anzulegen, aber die zerläuft. Okay, in Ordnung, ich bin eh ein Alien. Dann halt ohne sexy! Währenddessen nochmal alles im Schnelldurchgang, Andi ist genauso nervös wie ich, nur ist er schon ganz in seiner Rolle und man sieht nicht mal ein Schweißperlchen im Gegensatz zu mir, die aussieht wie frisch aus der Sauna.

Außer & Irdisch meets the Conchef Stefan Friedrich

Und dann wird es ernst! Wir müssen auf die Bühne. Bedingt durch die allgemein herrschende Wärme bekommt das Wort „Lampenfieber“ eine ganz neue Dimension. Ich habe Angst, dass mein Headset einfach davongeschwemmt wird. Aber dann – mein Einsatz! Omeingottomeingott, hoffentlich kriege ich das mit den Bildern hin!!!!! Denn die PP-Show ist zwar sehr unterstützend und wird sicherlich gut ankommen – aber ich muss mich erinnern, welches Bild als nächstes kommt, weil jeder Mono- und Dialog dorthin führt …

Danny-Boy wartet auf Levia …

… da ist sie! Echauffiert – und geschossen wurde auch auf sie!

Levia Magath berichtet, dass sie zum Arcturus entführt wurde …

… und verwahrt sich dagegen, mopplig geworden zu sein!

Aber was hat Enervira Bombasta mit A&I zu tun?

Ja, es klappt tatsächlich, alle (diesmal berechtigte) Aufregung umsonst. Alle Bilder passen zu den Gags und zum Fortgang des Sketches. Das Publikum freut sich und lacht mit, vor allem, weil wir diesmal auch einen echten Bezug zum Perryversum dabei haben – es geht um die Aufnahme des Volkes der Hrudldubiep ins Galaktikum, die sich gar nicht so einfach gestaltet – und weswegen Levia Magaths umfassende Diätkenntnisse benötigt werden.

… dramatische Erzählungen

… und große Freude über einen neuen Auftrag!

Und schon geht es wieder an den Applaus … ach, das tut sooo gut!!!

Uff! Geschafft!

Anschließend sind wir geflasht und erleichtert, es trotz all dieser Widrigkeiten geschafft zu haben! Das erste Weißbier zischt nur so, wir sind wie immer euphorisiert und würden am liebsten gleich wieder auf die Bühne. Es macht süchtig!
Noch ein Absackerli im Biergarten beim Hotel, und dann ab ins Bett – schon um 9 Uhr geht es los!
Samstag: Wir wollen den Con-Opener nicht verpassen, schließlich geht es um OLYMP. Ein Kurzfilm, der den Anfang von Olymp erzählt, mit Voice Over – einfach toll und spannend! Im Anschluss an die Eröffnung beginnt dann auch gleich mein erstes Panel: Olymp – die Miniserie! Mit dabei sind die Co-Autoren Madeleine Puljic, Dietmar Schmidt, Olaf Brill, Dennis Mathiak, sowie der Coverkünstler Arndt Drechsler und Redakteurin Sabine Kropp. Moderiert von Stefan plaudern wir über allerlei Hintergründe, ein sehr schönes Panel, das vor allem im Anschluss viel Feedback bringt. Überhaupt während des ganzen Wochenendes kommen immer wieder Fans zu mir, denen die Miniserie sehr gut gefällt und die schon gespannt auf die Auflösung sind. Just am Freitag ist ja Band 11 erschienen und endete mit einem Knaller. Ich freue mich einfach sehr, wie gut OLYMP angekommen ist!
Nach einer kurzen Verschnaufpause geht es schon weiter für mich, NEO steht an, dann gehe ich mit der STELLARIS auf große Fahrt, und natürlich darf auch die ERSTAUFLAGE nicht fehlen, außerdem wird der „Ernst-Ellert-Preis“ an Arndt Ellmer verliehen, dessen Laudatio ich verfasst habe und vortrage, und dann steht die Autogrammstunde an, aber das schaffe ich nicht mehr, denn ich muss endlich was essen und mich vor allem umziehen – am Abend heißt es wieder „Perry Genial“! Und ganz ehrlich – wie kann Stefan sich nur solche Fragen ausdenken? Und was, um Himmels willen, haben die Autoren damals vor allem bei wichtigen -99 und -00 Romanen für einen Stuss verfasst??? Entsprechend lustig ist es, und die Raterunde ist auch super besetzt – Rüdiger „Hugo Egon Balder“ Schäfer als Fragesteller, und wir auf der Nicht-Antwort-Findenden Seite, Marc A. Herren, Leo Lukas, Dennis Mathiak und ich. Nicht nur wir, auch das Publikum hat sehr viel Spaß!

Ich habe das passende Shirt angezogen: „The Schwartz Awakens“!

Ja, ne?

… grübel …

Ob ich ihnen sagen soll, dass die Antwort falsch war?

Ach, egal. PROST!

Kurz vor Mitternacht bin ich wieder im Bett, ziemlich geschafft nach dem langen Tag mit den vielen, aber schönen Panels. Das hat sehr viel Spaß gemacht. In den paar Freiminuten war ich am Fabylon-Stand und habe Bücher verkauft und Autogramme gegeben.
Sonntag: Jetzt bin ich deutlich entspannter – heute stehen nur zwei Panels auf dem Programm. Zum einen mein eigenes „Fabylon mon amour – neues aus dem Verlag“ und um 14 Uhr, schon zum Ausklang hin, geht es um „Freud und Leid an den Miniserien“ mit Uwe Anton, Marc A. Herren und mir. Das ist nochmal ein richtig schönes Panel – und anschließend geht es auch schon wieder an den Standabbau (der erheblich schneller geht, da wir nur noch wenige Bücher zum einpacken haben) und dann endlich (ja, wir freuen uns jetzt schon sehr) nach Hause zu den Wauzis, Katzis und Pferdis.
Der Exil-Con in Trudering – nun, der Veranstaltungsort kann sich bei weitem nicht mit dem Original messen. Nicht nur, weil er kleiner ist, auch das Catering mit den muffligen Wirten war nicht der Hit. Der Vorteil war allerdings, dass man vor Ort blieb und so sehr viel mehr Gemeinschaft entstand. Ehrengäste und Besucher hatten viel Gelegenheit zum Austausch, und die Stimmung war dadurch – wie immer – einfach nur grandios zu nennen. Es war viel zu schnell vorbei, man hatte viel zu wenig Gelegenheit, sich zu unterhalten. Und ein ganz großes Danke wie immer an die großartige Organisation. Am Donnerstag zum Stammtisch werden wir ein Resümee ziehen!

Nachtrag: ein erstes Resümee gibt es schon: 370 Teilnehmer – wow! Für den „Exilcon“ super. 2020 sehen wir uns wieder – im Original!

… und dann hätte ich gern noch einen oberkörperfreien Sixpack-Mann mit Flügeln herunterschweben …

Bild mit freundlicher Genehmigung von Holger Tilicki

Im Anschluss habe ich den Trailer zu Hatar Stygan gezeigt.

Auf zum Endspurt!

Bild mit freundlicher Genehmigung von Holger Tilicki

Und zum Abschluss: Es gab auch noch wundervolle Geschenke! *freu*



Ponyfest in Türkheim

6 05 2018

 

 

 

Es wurden 13 Sonnenstunden vorhergesagt, also schrieb ich in meinen Moderationstext für den Ritterauftritt „an einem herrlichen Frühlingstag wie heute“ … und als ich dann heute Morgen den Rollladen aufzog, erwarteten mich dick bewölkter Himmel und 12°. Uaaaahhhh. Mit zwei Jacken angetan machte ich mich auf den Weg zum Treffpunkt, Ninas Hof. Doch schon 10 Minuten on the Road später machte es sich auf, die Jacken flogen auf den Nebensitz, und es wurde tatsächlich ein herrlicher Frühlingstag.

Wenn ich daran denke, wie kalt und nass es letztes Jahr war – so haben wir es dieses Jahr einfach traumhaft angetroffen. Während wir uns kostümierten und vorbereiteten, kamen die Besucher und begeisterten sich schnell an den vielen verschiedenen Pferden, von den riesigen Shires zum winzigen Falabella.

Der erste Auftritt: die Entführung der Königstochter und damit die Herausforderung des Bräutigams an den Raubritter zum Turnier mit drei Disziplinen: Ringestechen, Axt + Schwert, Becher greifen. Keine Frage, dass der Bräutigam Johann von Schauroth gegen Evric O’Brian aus Irland (gewöhnlich streiten die beiden bei den Württemberger Rittern) gewinnt und seine Braut befreit und heimführt!

Der zweite Auftritt kommt ganz spanisch daher, mit Begleitung durch den Mariachi auf der spanischen Gitarre, und ist ebenfalls ein Erfolg mit viel Beifall.

Kulinarisch wurde man auch bestens versorgt – es gab knusprige Laugensemmeln mit Pulled Pork oder Hirschbratwurst, diverse Kuchen und zu trinken Radler und Bier und so komisches alkfreies Zeug (nix für mich), natürlich auch Kaffee.

Da ich in der Halle zwecks Moderation und zudem nur mit Handy ausgestattet – nicht für diese Herausforderung geeignet – keine Fotos machen kann, habe ich draußen beim Warmreiten ein paar Bilderchen geschossen, damit ihr einen Eindruck bekommt.

Schön war’s, rundum, das Showteam Colorido freut sich schon aufs nächste Mal aufs Fest von der Pony AG in Türkheim und hat bereits im kurzen, aber intensiven Brainstorming zwei tolle Nummern mit fantastischen Kostümen ausgetüftelt!



Liebe Freunde von Uschis Blog …

4 05 2018

… ich habe alle Verlinkungen rausgehauen und die Kommentarfunktion deaktiviert sowie alle Kommentare gelöscht. Es gibt keine früheren gespeicherten Daten mehr und neue wird es nicht mehr geben. Ich werde den Blog weiter betreiben. Vielleicht gibt es eine Lockerung meiner Regelungen, sobald sich die neue Verordnung eingespielt hat und man weiß, worauf man eigentlich achten muss. Ich hoffe, ihr lest trotzdem weiter!