Touch 6.4.1997 – 26.5.2026

Letztes Wochenende haben wir dich noch besucht, für dieses Wochenende habe ich schon Möhrchen und trockenes Brot gehortet. Letztes Wochenende warst du so gut drauf, bist rumgetobt wie ein Irrer, hast Äpfelchen und Möhrchen und Brot gemampft, hast mit mir geschmust und dich einfach deines Lebens gefreut. Deines Rentnerdaseins im absoluten Paradies mit riesigen Weiden, über die du galoppiert bist.
Im Jahr 2000 war es soweit, dass ich sagte: Ich kann nicht mehr ohne Pferd. Unser Inschallah war schon drei Jahre tot, und so konnte es nicht mehr weitergehen.
Mein Traum als Westernfan war ein Appaloosa. Also machte ich mich auf die Suche und wurde fündig bei einer Züchterin östlich von München, die mehrere Pferde zur Auswahl hatte. Wir wollten außerdem zwei, denn Gerald wollte ja auch mitreiten. Also fuhren wir hin und wurden als erstes Mike vorgestellt, einem lackschwarzen Traber, der fröhlich und sanft aus der Box herausblinzelte. Ganz klar, dass der mitgeht.
Und dann begann es mit der Qual der Wahl, als uns ein Pferd nach dem anderen vorgestellt wurde. Und zuletzt gingen wir in einen halbdunklen Laufstall, in dem sich eine Menge junger Äppis herumtummelte, und da begegnete mir mit einem kurzen weißen Aufblitzen der „Menschenaugen“ ein Pferdeaugenpaar, und das Pferd folgte uns, als wir draußen entlanggingen. „Ja“, sagte der Mann der Züchterin, als das Pferd schließlich rauskam ins Sonnenlicht und neugierig vor mir stehenblieb. „Und das ist der Touch. Er ist eben … der Touch.“
„Den will ich nicht“, sagte ich. „Der ist ja ganz braun. Und er ist erst drei und ich schon fast 40 und blutige Anfängerin.“
„Wollen Sie ihn nicht vielleicht wenigstens ausprobieren?“, fragte die Züchterin schelmisch und winkte schon jemandem, der Touch rausholte. Wir gingen zum Reitplatz, wo Mike gerade vorbereitet wurde, dann stieg ich drauf, und was habe ich gelacht, als der lostrabte und ich rumgeschüttelt wurde wie sonstwas. Ein so liebes, vertrauensvolles, sanftes Pferd – das kann man eigentlich gar nicht mit Geld bezahlen.
Und dann kam Touch.
Ja, sah ganz nett aus, unterm Sattel, aber ich merkte schon, dass der den Schalk draufhatte. Aber dann stieg ich auf. Er war erst angeritten. Aber ging wie Butter.
Na ja. Der Rest ist Geschichte.
Touch, du warst ein typisches Indianerpony. Sternzeichen Widder, hattest du zwei Hörnchen auf der Stirn, die deine Sturheit optisch symbolisierten. Dein Temperament entsprach der angezündeten Lunte einer Dynamitstange. Und als selbstständig denkendes Westernpferd hast du niemals, niemals, niemals nachgegeben. Es sei denn, du hast gemerkt, es geht nicht anders. Dann bist du auch fröhlich in den Hänger spaziert. Abgesehen von weißem Zeug, das in der Landschaft herumstand (du warst farbenblind) hattest du vor nichts Angst.
Du bist sprichwörtlich mit mir durchs Feuer gegangen, hast alle Feuer-Ritterübungen gleich beim ersten Mal mit Bravour bewältigt, und das, ohne mit der Wimper zu zucken. Showauftritte waren dein absolutes Ding, du liebtest die Manege und den Beifall. Sobald ein Kind auf dir saß, oder jemand, der zum ersten Mal auf dem Pferd war, bist du auf rohen Eiern geschwebt und hast immer wieder nach hinten geschaut, ob es deinem Reiterlein da oben auch wirklich gutgeht. In der Gruppe hast du jedes nervöse Pferd beruhigt. Du hast Kühe geschubst und die Schackeline von Abahatschi gegeben. Draußen im Gelände, wo wir 99% verbracht haben, hast du alle Schwierigkeiten problemlos gemeistert, steil runter, steil rauf, 4, 5 Stunden … und absteigen, da bist du stehengeblieben, ich musste nicht nach dir sehen, sondern konnte mich um verzweifelte Reiter kümmern oder ein Hindernis wegräumen.
Aber du hast mich auch in den Schnee betoniert, dich mit mir in die Brennesseln geschmissen, bist auf dem Hof herumgetanzt, weil du nicht stehenbleiben wolltest, hast auf dem gemeinsamen Ausritt herumgebuckelt wie auf dem Rodeo, hast alle zum Lachen gebracht mit deinen Kapriolen, nur mich nicht, klar. Du hast mich blamiert, wo es nur ging. Aber niemals, wenn es ernst wurde. Das konntest du sehr genau differenzieren.
In einem Kurs sagte eine bekannte Trainerin einmal: „Das ist ein tolles Pferd, aber diskutieren anfangen sollte man mit ihm nicht.“
Ja toll, was blieb mir denn? In den ersten 3 der 26 Jahre habe ich dich oft verflucht und ja, manchmal auch gehasst, weil du mit mir alles gemacht hast. Aber du bist niemals durchgegangen, du bist niemals durchgedreht, du warst immer klar im Kopf. Nur halt der Kasper und Clown, und Frauli kennen wir ja, die hat mit mir reiten gelernt, da können wir uns schon was erlauben.
Aber dann, als wir 2004 ins Unterallgäu umgezogen sind, hast du angefangen, dich zu wandeln. Aus dem braunen Pferd wurde ein red roan Appaloosa und ein 100% Verlasspferd. Manchmal brach dein Temperament noch durch, aber du hast dann immer schnell innegehalten, zu mir hintergeschaut und gesagt: „Irgendwie doof, oder?“ „Ja“, hab ich geantwortet. „Wollen wir weiter?“ „Aber ja. Nachher Galopp?“ Aber ja.
Wir wurden gemeinsam alt. 2023 war es soweit, dass ich dich in Rente geschickt habe, ich war 62, du warst 26, prima Zahlendreher und ein Zeichen. Ich konnte nämlich nicht mehr reiten mit meiner Rückenerkrankung, und du hattest dir den Ruhestand verdient.
Und nun hast du mich ganz plötzlich und völlig unerwartet verlassen, liegst ganz still auf der Weide im Mondschein, umgeben von Grillenzirpen und Frieden. Eine Kerze haben wir dir hingestellt.
Du galoppierst nun hinter dem Regenbogen über ewig grüne Wiesen. Und für mich endet damit ein Lebensabschnitt, für immer.
Mein Touch, du warst ein 1-Woman-Horse, wie es im Buche steht. Du warst ein Voll-Amerikaner mit großer Ausdauer und Schnelligkeit. Dein Opa war Goer, der berühmteste Appaloosa-Hengst aller Zeiten mit den meisten Nachkommen aller Zeiten. Dein Papa war sein Sohn, deine Mama hatte viel Quarter und Araberblut in sich, was man an deinem feinen Kopf sah. Mit den Jahren wurdest du deinem Opa immer ähnlicher, nur nicht so schwer. Du hast von ihm und deinen Eltern Schönheit, Klasse und Intelligenz geerbt. Dein Temperament … na ja. Aber du hast mich ausgesucht, ich war „die Eine“. Und du warst „der Eine“ für mich.

Baby Touch mit 3
Noch ganz braun
Langsam Appaloosa
2013
2014
2016
2017
April 2025
17. Mai 2026

15.02.2025: Autor*innen gegen Rechts!


Ich freue mich sehr, am Samstag mit dabei sein zu dürfen, an diesem Mammuttag, den Thorsten Küper mit derzeit 43 Autor*innen auf die Beine gestellt hat, der um 13:45 beginnt und nach Mitternacht endet.
Ich lese um 14:15 eine kleine Geschichte, die mir aus dem Kopf gepurzelt ist, als Thorsten mich fragte, ob ich dabei sein will.
Der Live-Stream kann hier angeschaut werden – seid dabei!

https://www.youtube.com/Kueperpunk

13:45 Dieter Rieken
14:00 Peter Mordio
14:15 Uschi Zietsch
14:30 Bernhard Stäber
14:45 BukTom Bloch
15:00 Agga Kastell
15:15 Ansgar Sadeghi
15:30 Uwe Hermann
15:45 Theresa Hannig
16:00 Marianne Labisch
16:15 Joachim Sohn
16:30 Lie Heart
16:45 Anette Schaumlöffel
17:00 Robert Maier
17:15 Jens Gehres
17:30 Anja Bagus
17:45 Frederic Brake
18:00 Sylvia Kaml
18:15 Aiki Mira
18:30 Jennifer B. Wind
18:45 Jol Rosenberg und Nelo Locke
19:00 M. H. Steinmetz
19:15 Petra Reintanz
19:30 Axel Aldenhoven
19:45 Cliff Allister
20:00 Galax Giordano
20:15 Vincent Voss
20:30 Jacqueline Montemurri
20:45 Isa Theobald
21:00 Regina Schleheck
21:15 Gabriele Behrend
21:30 Achim Stößer
21:45 Sybille Lengauer
22:00 Thomas Krappweis
22:15 Thomas Heidemann
22:30 Sebastian Kreimeier
22:45 Erik Andara
23:00 Torsten Scheib
23:15 Dirk van den Boom
23:30 Mala Mukherjee Suess
23:45 Maja Ilisch
00:00 Caroline Hofstätter

Die Causa Mockridge & Co – auf den Punkt gebracht

Diskriminierung, Rassismus, Populismus, Täter-Opfer-Umkehr, rechtes Vokabular, und vor allem keine Entschuldigung. Und diesen Leuten wird auch noch applaudiert. Während die Diskriminierten weiter ausgegrenzt werden. Nein, man darf keine Witze über andere machen, die nicht so sind wie man selbst, und zwar genau diejenigen, die ohnehin von der Gesellschaft ausgegrenzt werden. Nein, Humor darf eben nicht alles. Diejenigen, die ohnehin nicht integriert sind, tritt man nicht respektlos mit Füßen und macht sich auf diskriminierende Weise über sie lustig. „Sich diskriminierend über jemand lustig machen“ ist weder Humor noch Satire. Das ist Herablassung. Und, sagte ich es schon? Diskriminierend. Hier das Video von Aljosha dazu:

Luke Mockridge, Nizar & Shayan: Warum ihre Statements so gefährlich sind

Leb wohl, O’Malley

Im Mai 2017 bist du mir vors Auto gepurzelt, frisch angefahren. Verwirrt hast du dich aufgerichtet und gar nicht begriffen, wie dir geschehen war.
Ich habe dich aufgesammelt und überall herumgefragt, aber entweder hatte man keine Katze oder nicht geöffnet. Du warst ein geborener »wilder« Hofkater.
Ich fuhr mit dir zum Tierdoc, wo du sofort alle Herzen im Sturm erobert hast, durch dein unfassbar liebenswürdiges und geduldiges und anhängliches Wesen. Dein Magen war leer, also hast du gemampft wie ein Irrer. Dein rechtes Beinchen war gebrochen, also Operation und Gips, und dann im Käfig nach Hause verfrachtet. Außer dem ein wenig lädierten Schnäuzchen hattest du weiter keine Schäden davongetragen. Aber auch vorher schon einiges mitgemacht, dein Schwanz war zweifach gebrochen und die Spitze ab, alte Wunden. Dennoch konntest du immer noch signalisieren: »Hallo, wir sind Freunde.«
Du hast dich schnell eingewöhnt und wurdest sehr umgänglich mit den anderen Tieren im Haus, aber bis zum Schluss hast du Menschen über alles geliebt. Schmusen war dir wichtiger als fressen. Und das am liebsten 23 Stunden am Tag.
Du warst aber auch ein sehr fleißiger Mauser und hast dich zum großen, mächtigen Kater entwickelt mit 6,5 Kilo auf der Waage. Pechschwarz mit einem weißen Brustlatz. Überall in der Nachbarschaft bist du wie der Monaco Franze herumgestelzt, hast mit allen Menschen geflirtet. Und leider oft, zu oft, gekämpft. Häufig mussten wir mit dir deswegen zum Doc. Du warst ein Krieger, aufgeben stand nicht auf dem Plan. Erstaunlich, so sanftmütig du gegenüber Menschen warst – selbst beim Doc hast du geduldig alles mit dir machen lassen, auch wenn es wehgetan hat – so gnadenlos warst du mit Konkurrenten. Wahrscheinlich dein Hof-Erbe, wo du von Anbeginn um alles kämpfen musstest.
Dein schlechter Start schlug irgendwann durch, vor über einem Jahr hast du bis auf die unteren Fangzähne alle Zähne eingebüßt. Hat nichts geändert. Mausen und raufen, bis sich nichts mehr rührt.
Im Dezember kam die Diagnose deiner akuten Nierenerkrankung mit schnell steigendem Nierenversagen.
Spezialfutter und Spezialmedikas sorgten dafür, dass du zwar abgenommen hast, aber weiterhin munter herumgefegt bist, obwohl du gar nicht mehr siegen konntest. Vor zwei Wochen kam wieder eine schwere Infektion durch Bissverletzung dazu, bei der du von Kinn bis Kehle das gesamte Fell eingebüßt hast.
Am Mittwoch hast du nach zwei Tagen Enthaltsamkeit und ruhen auf dem Balkon noch einmal – normales – Katzenfutter geschlemmt, hast uns zärtlich beschmust und bist dann fröhlich maunzend davongestelzt. Für immer.
Du hast dich auf die Reise gemacht, bist gegangen, wie du gekommen bist. Mögest du einen würdevollen Platz gefunden haben.
Wir vermissen dich.

Ausklang 2023


Dieses Jahr kann weg, und zwar gründlich. Die ersten vier Monate habe ich nur unter Schmerzen verbracht und falsche Antibiotika bekommen, die so schwere Nebenwirkungen verursachten, dass ich teilweise nicht mehr aus dem Bett konnte. Das erste halbe Jahr habe ich mich über die Grenze hinaus überarbeitet, und es gab beruflich einige Dinge, die mich sehr beschäftigt und belastet haben – und es noch tun. Hinzu kamen Verluste durch Todesfälle von Freunden und Kollegen, das ganze Jahr über. Die zweite Jahreshälfte ließ ich ruhiger angehen, sodass ich mich etwas erholt habe, doch jetzt kurz vor Weihnachten kommt noch die Hiobsbotschaft, dass der freundlichste und anschmiegsamste Kater O’Malley, unser Straßenfund von 2017, nachdem er angefahren worden war, nierenkrank ist, was bei Katzen unweigerlich den nahenden Tod bedeutet. Es gibt zwar Therapien, das hinauszuzögern, und solange es ihm dabei gutgeht, machen wir das auch. Aber es ändert nichts, dass er höchstens noch Monate hat.
Ich habe lange überlegt, ob ich so ein trauriges Posting als Jahresresümee machen soll, vor allem angesichts dessen, dass die Welt da draußen an allen Ecken und Enden brennt, und alles ist rein durch Menschen verursacht. Sei es der Klimawandel, die überproportional steigende Vernichtung der Natur, von Fauna und Flora, seien es die vielen Kriege oder auch nur der wachsende gegenseitige Hass. Das betrifft nicht nur Migranten, Andersfarbige, Andersgeschlechtliche, das betrifft auch den wachsenden Faschismus und die Netztrolle, die umgehend jeden Menschen mit Hatings überziehen, der unbewiesen dies oder das getan haben soll.
Das alles bedrückt und belastet mich so sehr, dass ich keinen Optimismus mehr habe und auch keinen mehr verbreiten kann. Ich versuche, in meinem kleinen überschaubaren Umfeld, Freude zu erhalten, Lächeln zu verteilen, Scherze zu machen, um andere zum Lachen zu bringen. Aber selbst in meinem kleinen Umfeld hat es negative Entwicklungen gegeben, die mich zweifeln lassen.
Das Wetter tut das seinige dazu, hauptsächlich haben wir seit November Düsternis, Stürme und Regen, sodass ich die meiste Zeit zu Hause bin, in meinem kleinen Refugium, und versuche, die Welt draußen zu lassen.
Ich habe nichts Gutes von 2023 zu berichten, nichts, das Hoffnung auf 2024 machen lässt, und auch für das kommende Jahr gibt es schon einige Ausblicke, die nichts Gutes erahnen lassen.

Eine Hoffnung habe ich allerdings noch: Dass es euch da draußen besser geht. Und ich wünsche euch, dass 2024 mindestens besser wird, euch aufatmen oder durchatmen lässt, dass ihr gute Aussichten habt und es weitergeht. Und dazu Gesundheit, so wenig Corona wie möglich und noch weniger Longcovid.
Lasst euch nicht unterkriegen.
Ich tu das auch nicht, auch wenn es gerade so klingt. Es geht halt nicht so weiter, wie ich es erhofft hatte, aber nun. Man ist ja flexibel, dann macht man eben etwas anderes.

Frohe Festtage und alles Gute für 2024.

Das Halloween-Kind


10 Jahre, mein kleiner großer Schatz, der du so ein großes Päckchen tragen musst – angeborener Wasserkopf, angeborene Zyste, daraus resultierend Epilepsie. Und doch hast du dich von Anfang an durchgekämpft. Mit minimaler Dosierung lebst du beschwerdefrei und fröhlich, du bist trotz des doppelten Handicaps intelligent, pflegeleicht, und durch die falschen Verdrahtungen/Macken einzigartig. Anabell war die erstgeborene Ottersriederin, du bist der letztgeborene WillowBee, so hatte sich der Kreis geschlossen. Euch alle hat die enorme Lebenskraft und Lebensfreude ausgezeichnet. Wir freuen uns über jeden Tag, an dem du bei uns bist, denn wir wissen nicht, wie lange dein Kerzlein brennen wird. Nun ja, weiß man nie, aber bei dir ist das ja schon was Besonderes. Anabell und Little sind schon lange hinter den Regenbogen gegangen, also hältst du jetzt noch die Fahne hoch. Happy Puggyday, mein Rambo-Zambo!

GarchingCon 12


Juhu! Endlich war es wieder soweit – nach 5 Jahren GarchingCon, und nach noch mehr Jahren wieder dort, wo er hingehört, denn 2018 war ja eigentlich der Exil-Con in Trudering. Das Dutzend ist damit voll, und voll war auch das Bürgerhaus vom 9.-11. Juni 2023. Die Voranmelderzahlen waren hoch, und schon an der Tageskasse am Freitag ging es hoch her.
Die Planungen im Vorfeld gediehen schon seit langem mit regelmäßigen Zoom-Meetings, bei denen alle organisatorischen Punkte abgeklopft und auf den neuesten Stand gebracht wurden.
Und am Freitag ging es dann los, mit vollgepacktem Auto, in dem auch Ella und Rambo, die beiden Möpse, Platz fanden.

Das Fabymobil wird beladen

Für mich und Andi Wolz gab es gesondert was zu tun – es sollte wieder einen Außer&Irdisch Auftritt geben: „Alias-Alien“! Das Storyscript musste fertiggestellt werden, PowerPoint erstellt – und geprobt musste werden!
Und das taten wir. Per Zoom und im Mai, an dem tatsächlich einzigen wettertechnisch schönen Wochenende, ging es heftigst zur Sache!

Zum Einstieg ging es erst mal ans Lernen …
Das Duo wieder vereint nach 5 Jahren im All …
Daniel B. Hofmeister setzt sich gegen Levia Magath zur Wehr …
… und zieht dann doch zurück, als sie ihren Mops einsetzt!
Ein Teil der benötigten Requisiten.

Je näher der Tag rückte, desto nervöser wurden wir – verständlicherweise. Denn es gab anderweitig so viel zu tun, dass gar nicht viel Zeit zum Weiterlernen blieb. Das Script musste auch noch mehrmals umgeschrieben und an die Gegebenheiten angepasst werden. Letztendlich aber haben wir dann doch fleißig gelernt und uns vorbereitet, und am Freitag um 13 Uhr war dann Generalprobe mit dem beteiligten Bühnenpublikum. Und wir haben festgestellt, dass wir gar nichts können. Also haben wir nochmal geprobt und festgestellt, dass wir überhaupt nichts mehr können. Und uns darauf besonnen, was auf unsere Shirts geschrieben stand: „I’m a Standup-Comedian“. Richtig! Die Handlung hatten wir verinnerlicht, und den Text haben wir dann spontan während des abendlichen Auftritts entwickelt – und schon hat’s funktioniert!!! Es hat viel Spaß gemacht, das Publikum hat gelacht, es gab sogar einmal Szenen-Applaus (die höchste Ehrung), und das Bühnen-Publikum hat prächtig mitgemacht: Rita Grünbein, Mark Kammerbauer und Thomas Krieger.

Wer mag das Alias-Alien sein? Foto (c) Jörg Ritter
Wir nehmen einfach einen mit! – Foto (c) Jörg Ritter
Ach, ein Teil reicht auch. – Foto (c) Jörg Ritter

Danach waren wir erleichtert, euphorisiert, und wir hatten uns ein Weißbier verdient. Ich war allerdings so müde und ausgelaugt von den arbeitsintensiven Wochen vorher, dass ich tatsächlich schon um 22 Uhr im Bett lag.

Danach müde, aber glücklich! – Foto (c) BiFi (Birgit Fischer)
Zurück zum Stand, Austausch mit Orgachef Stefan Friedrich – Foto (c) Jörg Ritter

Am Samstag ging es dann morgens mit dem gewohnten Programm los, von dem ich alles verpasst habe bis auf mein eigenes Panel mit den neuen Titeln von Fabylon, die Signierstunde, und abends Marc A. Herrens Zaubershow … und dann natürlich die Ehrung von Hubert Haensel mit dem Ernst-Ellert-Preis, der nach den vergebenen ausgebrannten Zellaktivatoren ins Leben gerufen wurde. Hubert war sehr gerührt, aber schließlich hat er sich ja auch sehr verdient um die PR-Serie gemacht, so wie der erste Preisträger des EEP, Arndt Ellmer. Danach blieben mir grad ein paar Minuten, um mich erneut umzuziehen für „Perry Genial“, die lustige Abendshow zusammen mit Leo Lukas, Marc A. Herren und Robert Corvus sowie Rüdiger Schäfer als Showmaster.

Perry genial! – Foto (c) Andi Wolz

Weil ich am Samstag praktisch ab 16 Uhr durchgehend bis 22 Uhr oder länger auf der Bühne gestanden hätte, habe ich genau um 16 Uhr das große Panel zur Erstauflage geschwänzt, jawohl, und zwar ohne schlechtes Gewissen. Da sitzt ein Dutzend auf der Bühne, denk ich, da brauchen die mich nicht. Da alle im großen Saal Dyoversum waren, habe ich draußen die Ruhe genossen, etwas getrunken und gegessen und mir in aller Ruhe die phänomenale Modellbauausstellung angeschaut, die großartige Lichteffekte hat … ich war schwerst beeindruckt.

Am Samstag – Foto (c) BiFi (Birgit Fischer)
Viel Spaß und viele Verkäufe – Foto (c) Andi Wolz
Michael Thiesen sagt mir, dass ihm mein aktuelles Manuskript gefällt – Foto (c) Jörg Ritter
Selfie mit Mark Kammerbauer (Alias-Alien) und Michael Marcus Thurner – Foto (c) Mark Kammerbauer

Wie immer ging die Zeit viel zu schnell vorbei und es gab viel zu wenig Zeit für Gespräche mit all den Freunden, Kollegen und Besuchern, wie es halt immer so ist. Die Stimmung war großartig, das Wetter ebenso, und alle freuten sich, nach 5 Jahren endlich wieder dabei zu sein. Es war wie nach Hause kommen und hat einfach gut getan!

Am Sonntag Nachmittag dann der Abbau … – Foto (c) Jörg Ritter
… und wunderschöne Blumen gab es auch, von Familie Fries. Toll, dass ihr da wart!!

 

Welttag des Buches & Tag des Bieres


Das ist einen Eintrag wert, finde ich. Welttag des Buches, nun, der sollte immer und überall gefeiert werden, denn Lesen bereichert unser Leben, es macht uns glücklich, es entführt uns in fremde Welten, raus aus dem Alltag, es gibt neue Impulse, neue Gedanken, neue Perspektiven und neue Bewertungen, neue Einstellungen … alles, was das Leben eben so ausmacht.
Ich feiere den Tag natürlich doppelt, da ich ja mein ganzes Leben lang mit Literatur zu tun habe. Schon sehr früh als Leseratte, und dann schreibend. Und verlegend. Und lehrend …
Und dann Tag des Bieres, zur Feier des Reinheitsgebots, als geborene Münchnerin ist auch das ein Feiergrund für mich. Das Weißbier (in dem Glas befindet sich natürlich angesichts des Ehrentags Erdinger) gehört zum Münchner wie die Nase ins Gesicht, die man in den Schaum tunken kann, wenn sie lang genug ist. Und es gibt ordentlich viele Langnasen unter den original Bayern.
Diese beiden B passen einfach großartig zusammen, ein gemütliches (auch gern alkoholfreies) Weißbier und ein wenig Sonne und ein schönes Buch.
Dann ist die Welt in Ordnung, la vita è bella.
Würden das die Putins dieser Welt beherzigen, sähe sie wahrscheinlich anders aus.
In diesem Sinne ein lesendes Prost.