Wo ich lebe, Teil 4

15 10 2017

Ich befürchte so langsam, das wird eine Serie ohne Ende. Eine, die sich nicht abnutzt, was kaum zu glauben ist.

Da haben wir also die Frankfurter Buchmesse hinter uns gebracht. Schlagzeilen gab es, aber nicht die, auf die es ankam. (Nachträglicher Einschub: Doch, die Boulevard-Tageszeitungen von München haben davon berichtet, weil es um einen Münchner Verleger ging. Aber erst gestern!) Beispielsweise, dass ein über 70-Jähriger Verleger übel zugerichtet wird von einem Nazi (diminutiv als „Handgreiflichkeiten“ heruntergespielt – nein, gewiss nicht! Ich habe das Foto des Zusammengeschlagenen gesehen, das war mit der Faust mitten ins Gesicht. Handgreiflichkeit ist was anderes!!!). Dass es Hakenkreuze, hochgereckte Arme und „Heil-Hitler“-Grüße gab. Dass es Demos gab und die Nazis wiederum zugeschlagen haben. Dass die Polizei alles getreulich ignorierte, ebenso der Wachdienst der Messe. Und zum Hohn gibt es eine „Stellungnahme“ seitens der Messe und des Börsenvereins, die dem Fass den Boden ausschlägt. Falls jemand nicht weiß, was Zynismus ist – das ist die Definition davon. In Anlehnung an Mutti Merkel: „Wir haben alles richtig gemacht.“
NICHTS habt ihr richtig gemacht! VERSAGT habt ihr, die Gewalt ZUGELASSEN habt ihr, und ihr steht nicht einmal dazu, was ihr, Verzeihung, da kann man nicht mehr anders als derb werden, für eine SCHEISSE gebaut habt! Und auf so einer Veranstaltung vergebt ihr den FRIEDENSPREIS? Pfui, schämt euch!

Mir gehen langsam die Kotzeimer aus. Am besten, ich bleibe jetzt einfach hier in meiner Enklave und gehe nicht mehr raus. Und schreibe nur noch fröhlichen Eskapismus, in dem sich alle liebhaben, denn die Realität wird zusehends unerträglich.

Von Boos selbst in seinem Profil hochgeladen auf Facebook.

Und eine sehr kluge Antwort darauf, ebenfalls auf Facebook.

Hier eine Presseschau:
Zu den Prügeln gegen Verleger

Auftritt von Höcke und Demo

 


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