In Auslieferung: Venetian Vampires 1 – Kinder der Dunkelheit, Gabriele Ketterl

23 07 2016

Venetian Vampires 1 UMSCHLAG

 

 

 

 

Seid als Erste dabei – bestellt direkt im Shop, und ihr bekommt das Buch vor allen anderen! Holt euch die Geschichte der Venezianer, die versuchen, die Welt ein bisschen besser zu machen. Mit ihrem Blut!

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Und dann ist da noch …

18 07 2016

… baldige Wahl in den USA und Donald Trump. Alle Welt (ja, teilweise sogar sein eigenes Lager) zittert davor, dass er Präsident der USA werden könnte. Warum eigentlich? Jeder von uns weiß, dass seine Hohlbirne nur von seinem Toupet zusammengehalten wird. Sein Twitter zum nicht lange zurückliegenden BREXIT, in dem er Schottland zu seiner wiedergefundenen Souveränität gratuliert und von Sängerin Lilly Allen darauf hingewiesen werden muss „Schottland hat PRO EU gevotet, du Depp“, zeigt das allzu deutlich.
So, jetzt spielen wir doch mal das Szenario durch, dass er tatsächlich Präsi wird.
– Er wird auf 4 Jahre gewählt.
– Danach nie wieder.
– Diejenigen, die im White House mit ihm und für ihn arbeiten, werden dafür sorgen, dass er während seiner Amtszeit öffentlich keinen derartigen Schwachsinn mehr verzapft. Und sie werden dafür sorgen, dass er nicht wie Wütold Bömbli auf ein Knöpfchen drückt, nur um festzustellen, ob es auch funktioniert. Oder weil er die Toupetkämmerin rufen wollte.
Welchen Schaden kann er bis zu seiner Entfernung nach spätestens vier Jahren anrichten, der die diversen Schäden seiner diversen Vorgänger übertrifft? Keinen. Was kann er verschlimmern? Nix.
Alles, was wir uns ausmalen wollen, gab es schon. Die Bush-Ära mit ihren Kriegen, der „Achse des Bösen“, dem Beginn des Terrors. Der Daesh ist jetzt schon über ein Jahrzehnt weltweit aktiv. Krieg herrscht in vielen Ländern. Kriegsgefahr droht jetzt schon.
Fassen wir mal zusammen, was Barack Obama in seiner achtjährigen Regierungszeit (nicht) gelungen ist.
– Er hat den Friedensnobelpreis bekommen. Wofür doch gleich? Libyen, Syrien, …?
– Er hat die Gesundheitsreform durchgedrückt. Nicht. Doch, ja, aber die wird geändert, ach nein doch, zurückgenommen.
– Guantanamo ist nach wie vor voll aktiv.
– Keine Verschärfung des Waffengesetzes.
– Die Erleichterung der Einwanderung, wie etwa, dass keine Familien auseinandergerissen werden sollen, die schon seit Jahren brav zum Bruttosozialprodukt beigetragen haben – perdü. Weg. Futsch.
– Der Wohlstand im Land ist noch genau dort, wo er vor 8 Jahren auch war. Keine Umverteilung. Keine Verbesserung.
– Ach ja, das erinnert mich an das Drama mit dem Haushaltsplan und der Beinahe-Bankrotterklärung …
So. Das sind jetzt mal die Sachen, die mir ad hoc einfallen zu all dem, was Obama Gutes für sein Land und die Welt tun wollte. Also ich meine so richtig Reformatives, Bewegendes, Nachdrückliches, wovon er geträumt hatte. Worüber er ein Buch geschrieben hatte. Er hatte eine lange Liste an derartigen Versprechungen und Vorhaben, doch ist ein bedeutender Punkt auf dieser langen Liste tatsächlich abgehakt? Anerkannt? Gefeiert vom Volk und/oder von der Welt?
Obama war da, hat die Welt nicht zerbombt, und geht. Ein vergleichsweise junger Präsident, ein charmant und sympathisch wirkender Mann, ein kluges Köpfchen mit anerkennenswerten Idealen. Einer, den man mag. Hat das für das Amt ausgereicht? Nicht so, wie er sich präsentiert hat. Er war kein schlechter Präsident, aber ein belangloser. Und dadurch eigentlich gescheitert.
Er hat das Land in eine tiefe Zerrissenheit geführt, das aktuell keinen der beiden Nachfolgekandidaten, Clinton wie Trump, haben will.
Ich habe gerade das Buch „Americanah“ von Chimamanda Ngozi Adichie fertig gelesen. Unter anderem beschreibt sie auch, was sie und ihre Freunde, teils Afrikaner, teils Afroamerikaner, zu Obamas Wahl bewegt hat. Wie sehr sie gezittert und dann vor Freude geweint hatten.
Das ist umso erschütternder angesichts der Realität 8 Jahre später: Der Rassismus hat extrem zugenommen, ebenso die extreme Gewalt. Polizisten erschießen Schwarze, und werden nun selbst erschossen.
Das ist ein Erbe, das unter Umständen Trump antreten muss. Wie will er das Land wieder einen und befrieden, bevor sich die Situation hochschaukelt? Der hat doch innenpolitisch so viel zu tun, dass er gar keine Zeit hat, außenpolitisch dummes Zeug zu machen. Arbeitet er so, wie er den Wahlkampf geführt hat, dann holla die Waldfee, will ich nicht wissen, wie lange er sich halten wird. Denn im Gegensatz zu Ländern, die gern in die EU wollen, herrscht in den USA tatsächlich und nicht nur auf dem Papier Demokratie.
Wer mag angesichts dessen, was Obama (nicht) gemeistert hat (und was schlimmer geworden ist), jetzt noch an den Weltuntergang glauben, nur weil ein Hans-Kaschpar Dump Präsi werden will? – Oh, kleines Update 19.7.: Und Elsie-Dumdum Frump hilft gleich noch mit zur weiteren Demontage, indem sie bei ihrer aktuellen TV-Ansprache für ihren Mann 1:1 die Rede von Michelle Obama von 2008 plagiiert. Strike!
Quak, quak, sagt da der andere Donald, der in allem, was er jemals getan hat, niemals so lächerlich war.



Vorbestellbar: Niemand & Niemand – Mehr! von Nicole Rensmann

30 06 2016

9783927071964kl

 

 

 

Wir Fabylonier freuen uns sehr, ein wunderbares Projekt ankündigen zu können, „Niemands Märchen“ von Nicole Rensmann, die in einer Welt (gleich neben unserer) spielen, in der so ziemlich alles wörtlich genommen wird. Literarische Fantasy, voller Wortreichtum, Spannung und leckerlieblichzuckersüßem Erdbeerdurft – den wir leider nicht mitliefern können. Dafür aber erhalten alle Vorbesteller, die beide Bände bis 20.7.2016 vorbestellen, die Bücher von der Autorin handsigniert! Auf Wunsch natürlich auch nit Widmung – einfach auf der Bestellung vermerken! Natürlich wie immer portofrei in Deutschland. Ausland kann von uns leider nicht beliefert werden.
Neben einem außergewöhnlich erzählten Inhalt erwarten die Leser viele Extras von Künstler Timo Kümmel, der die Cover, Umschläge, Karten und Illustrationen schuf. Da schlägt auch das Sammlerherz höher, und das Buchregal freut sich über eine schicke Ausgabe!
fabEbook-Ausgaben wird es natürlich auch geben – aber hier sind wie immer nicht alle Extras enthalten. Diese werden ab Erhältlichkeit online gehen.
9783927071971kl

 

Alle Infos hier zu Band 1 und hier zu Band 2.

 

 

 

 

 

 



Und nun.

25 06 2016

So. Da ist es also, das Ergebnis, und Regierungen, unter anderem die deutsche, sind „völlig überrascht“. Ähm … worüber genau? Dass das Referendum über den Brexit genauso knapp ausgefallen ist wie in all den Hochrechnungen zuvor ausgiebig geschildert? Ach so, ja – das Böse hat gesiegt. Eine knappe – sehr knappe Mehrheit – hat für den Ausstieg aus der Union gestimmt.
Und anstatt der großen Party, Euphorie, Bejubelung der „klugen Briten“, der „Wir sind England!“-Betitelung eines vierbuchstabigen Blättchens (oder auch „Wir sind Union“ „Wir sind sooo schlauuu“ u.ä.) nun die Ernüchterung.
Nun werden die Briten als „Vollidioten“, „saudumm“, „blöd“ und was weiß ich öffentlich beschimpft, im Netz, im TV – und die Flamer dafür gefeiert.
Geht’s noch?
Ist DAS die wahre deutsche Kultur, die derzeit so wichtig genommen wird (angesichts der Billionenmassen an Flüchtlingen, die soeben unser Land wie die Sintflut überschwemmen und alles niedermetzeln, was deutsch ist)? Wir beschimpfen auf wüste Weise die Bürger eines anderen Landes, scheren sie alle gleichermaßen über einen Kamm (ja, denn bei „die sind Vollidioten“ werden die Pro-EU-Stimmen miteingerechnet). Nur, weil das Ergebnis nicht so ausgefallen ist, wie wir es bitteschön gern hätten? Und gleich heißt es auch: deswegen bin ich gegen die direkte Demokratie, denn die Bürger sind zu dumm, das Richtige zu tun.
Ähm. Verstehe ich das richtig: Die Bürger sind nicht zu dumm, ihre Partei zu wählen und auf niedriger Ebene auch ihre politischen Vertreter. Aber für Volksentscheide sind sie nicht geeignet?
Stimmt. In einer Hinsicht, nämlich dann, wenn das Volk durch mangelnde Transparenz und ebenso mangelnde Aufklärung und Information absichtlich dumm gehalten wird. Wenn der Bürger tatsächlich zu wenig Inhalt kennt, um abwägen zu können, was die bessere Entscheidung ist.
Was aber grotesk ist, sich als Deutscher anzumaßen, die Briten für ihr Verhalten zu maßregeln und abzukanzeln, ohne selbst eine Ahnung zu haben, was genau „da drüben“ abgegangen ist, ohne zu akzeptieren, dass sich die britische Mentalität deutlich von der deutschen unterscheidet. Ziehen wir lieber die Auswertungen heran: Hauptsächlich „die Alten“ haben für den Brexit gestimmt. Und „die Jungen“ sind darüber sauer. Ganz klar sind sie das! Wo leben denn „die Jungen“? In London. Dort, wo man global Geschäfte und Karriere macht. Wo leben die meisten „Alten“? Auf dem Land. Dort, wo die Uhren ein wenig anders gehen, wo man noch auf Traditionen bedacht ist und wo in einem der Nationalstolz noch verhaftet ist. Wo man tatsächlich nicht diesen Weitblick hat, den man haben müsste, um eine solche Entscheidung mehr als nur nach dem Gefühl zu treffen. Wo man – in dem Fall die Regierung – schlichtweg versäumt hat, mit den Leuten zu reden, ihnen zu zeigen, worum genau es bei dem Gedanken EU geht. Die Populisten haben das getan. Einseitig, natürlich, und Erfolg gehabt. Sie haben Versprechungen abgegeben, die die Leute hören wollten, die sie niemals erfüllen wollten (oder gar könnten). Diesen Vorwurf muss man den Ablehnenden natürlich machen: Nichts aus der Vergangenheit gelernt zu haben und solchen Worten nicht nur Gehör, sondern auch Glauben zu schenken.
Andererseits: wir Menschen wollen doch beschissen werden. Welchen Apfel kaufen wir? Den, der schön glänzt und toll aussieht. Welchem Autoverkäufer glauben wir? Dem, der an unsere Gefühle appelliert, warum wir das Auto haben wollen. Welchem Geldanleger glauben wir? Dem, der uns die höchste Rendite verspricht.
Dabei wissen wir doch, dass das alles erstunken und erlogen ist. Und trotzdem blättern wir freudestrahlend das hart erarbeitete Geld hin, räumen das ganze Konto leer.
Also: Populisten zuzuhören, ist dumm. Ja, saudumm. Gar keine Frage. Das ist aber keine britische Charaktereigenschaft. So sind wir alle. Deshalb steht es uns noch weniger zu, die Briten dafür zu beschimpfen. Erst mal selber an die Nase fassen und schauen, was bei uns im Land grad abgeht mit all den Petrys und Gaulands.
Genau diese Faktoren müssen berücksichtigt werden um zu erkennen, wie es zu dieser Entscheidung kommen konnte. Abgesehen von den so und so viel Prozent an Wählerstimmen, die gar nicht erst abgestimmt haben! Bei dem knappen Ergebnis hätte es wahrscheinlich, das wage ich jetzt mal zu behaupten, mit den fehlenden Stimmen anders ausgesehen.

Natürlich finde ich diese Entscheidung katastrophal, doch ich halte sie für wegweisend und eigentlich auch als hoffnungspendend. Genau jetzt wäre die Zeit, das Ruder herumzureißen, den „Vereintes Europa“-Gedanken wieder in den Vordergrund zu stellen und zu zeigen, warum wir das so wollen, warum das gut für uns alle ist, warum das zukunftweisend ist – und an und für sich ohnehin die einzige Chance auf eine fortschrittliche, friedliche und entwicklungsfreudige Zukunft.

Warum jetzt hysterisch oder beleidigt reagieren? Worauf denn? Fassen wir mal zusammen, was genau sich jetzt ändert. Für die Briten schlagartig der Verfall ihrer Währung – aber das werden sie überstehen, denn sie wird auch wieder steigen. Ansonsten gibt es keine Währungsreform, da der Euro nie eingeführt wurde. Für uns Nicht-Briten ändert sich erst mal gar nichts. Für die EU fällt ein Nettozahler weg, aber wie genau sich das auswirken wird – mal abwarten.
Es gibt also ein Referendum. Das ist noch lange keine offiziell beurkundete Mitteilung seitens der Regierung „wir treten aus“. Es bleiben zwei oder mehr Jahre Karenzzeit, in der Verhandlungen aufgenommen werden über Vereinbarungen nach dem Austritt. Betrifft Zölle, Reiseformalitäten, Handel, Aufenthaltsgenehmigungen, Studienmöglichkeiten. Und so weiter. Und es werden sich Lösungen finden lassen, wie GB „ein kleines Mitglied“ bleibt, so wie Norwegen. Mindestens zwei Jahre – das ist eine lange Zeit. Da kann viel passieren. Auch eine Änderung der Entscheidung im Sinne von Adenauer.

Aber was einfach gar nicht geht, ist unser Verhalten. Manche – zu viele – Deutsche gefallen sich darin, anstatt nachzudenken oder Argumente zu finden, nur noch draufzudreschen und jeden niederzuprügeln, der sich nicht so wie gewünscht verhält. Statt fundierter Wortwahl genügt es, einen anderen als Deppen zu verunglimpfen, und schon bekommt er jede Menge Likes. Das empfinde ich als no-go. Es mag ja so manch gebildeter Kopf dahinterstecken, aber es wäre schön, wenn der mehr zum Vorschein käme. Jeder Politiker bekommt heutzutage sofort Morddrohungen, wenn er eine unerwünschte Aussage tätigt. Die Neigung zur Gewalt steigt, die Hemmungen, sie auszuüben, fallen. Sich so zu verhalten ist schlichtweg indiskutabel.

Und das hat mit dem Gedanken eines Vereinigten Europa nichts, aber auch gar nichts mehr gemein.

 



Generalprobe

29 05 2016
Aufbruch!

Aufbruch!

Es ist Pfingstsonntag, der 15.5.2016, und das Wetter ist mehr als bescheiden. Immerhin – der Regen macht nach dem samstäglichen Schütt-Tag eine Pause, aber als wir dann mit vier Pferden und zwei Hängern hoch Richtung Füssen fahren, sehen die Berge recht bedrohlich aus und wir satteln mit gemischten Gefühlen am Parkplatz auf. Das tut allerdings der guten Stimmung keinen Abbruch, und fröhlich reiten wir los. Auch die Pferde sind gut drauf und wir kommen flott voran nach Neuschwanstein. Trotz des garstigen kalten Wetters ist es schon voll – klar, die japanischen Touristen haben lange auf diesen Urlaub gespart, sind sehr weit gereist, da lassen sie sich nicht abhalten. Wir müssen uns durch die Menschenmassen regelrecht schieben, nur gut, dass Touch und ich einen Kuhschubskurs gemacht haben. Immer wieder müssen wir verlangsamen wegen der vielen Fotos; das japanische soziale Netzwerk war vermutlich anschließend überlastet mit diesen Erinnerungen. Aber dann sind wir durch und jetzt geht es los, den Berg auffi!
An der Pöllat entlang steigen wir ordentlich steil hinauf, vorbei an der 1167 m hoch gelegenen ehemaligen Jagdhütte König Ludwigs II. Bleckenau weiter Richtung Jägeralpe. Bis hierher geht alles sehr gut, die Pferde stapfen tapfer über eine durchbrochene Metallbrücke, gehen durch Rinnsale am Weg, hinauf und ab und zu wieder hinunter, auch eine schwingende Holzbrücke wird später problemlos genommen. Auf halbem Wege zur Jägeralpe aber schlägt das Wetter so sehr um, wir haben nur noch 0° C und ein eisiger Graupel geht nieder, der nicht so aussieht, als wäre er nur ein kurzer Schauer, dass wir kurz entschlossen umkehren. Der Weg geht steil hinunter, das kann sehr rutschig und gefährlich werden. Das hochalpine Wetter darf man niemals unterschätzen. Es war auch keine falsche Entscheidung, denn wie wir später von Radfahrern hören, ist die Wirtsstation sowieso geschlossen, ebenso wie auch die Marienbrücke – es ist noch zu sehr Winter. Also zurück und in Bleckenau eingekehrt bei leckerem, frischem Eintopf, Radler und heißer Schokolade. Hier haben wir immerhin 2° – deshalb brechen wir auch bald wieder auf, weil es einfach zu kalt ist. Auch den Rückweg nach unten meistern die Pferde toll. An einer flachen Stelle der neben uns hertosenden Pöllat dürfen die Pferde pritscheln. Bis auf eines – meines. „Wieso soll ich da rein?“ – „Na schau doch, das ist lustig!“ – „Nee, isses nicht. Es ist nass.“ – „Aber deine Kumpels haben so viel Spaß!“ – „Ich aber nicht.“ – „Du gehst da jetzt rein!“ – „Nö.“ – „Warum nicht?“ – „Weil es nicht sein muss. Westernpferde tun nichts, was nicht sein muss.“ – „Himmel nochmal, kannst du mir nicht EINMAL den Gefallen tun?“ – „So! Da! Bitte! Ich hab den Huf reingesetzt! Zufrieden? Und jetzt Schluss mit dem Quatsch, lass uns nach Hause gehen.“ Und er dreht um und auf den Weg und da rührt er sich nicht mehr weg.
Sagte ich schon, dass es keinen Sinn hat, mit meinem Pferd zu diskutieren? Wie er sagt: Er ist ein Westernpferd. Nein, eigentlich ein Indianerpony. Ein Appaloosa, die bekannt sind für ihren Sturschädel. Einfach so zum Spaß ist nicht. Alles, was nicht sein muss, wird gelassen und stattdessen lieber gefressen. Wer weiß, wann es wieder was gibt. Wir sind nicht zum Spaß hier in den Bergen!
So erreichen wir wieder den Parkplatz (hier: 6°) und freuen uns auf die warme Heizung im Auto. Wir haben in ca. 4,5 Stunden reiner Reitzeit über 800 Höhenmeter und über 20 km zurückgelegt. Die Pferde haben alles willig und fleißig mitgemacht. (Schnauze! Das Pöllat-Bad zählt nicht.) Am nächsten Tag kein Muskelkater und ein Pferd, das sich schon auf den nächsten Ritt freut. Also dann: Alpen, ich kooooommeeeee!

Auffi geht's! Die Steigung sieht man leider nicht

Auffi geht’s! Die Steigung sieht man leider nicht

Feucht, Flechten, urwüchsig - die Landschaft ist traumhaft

Feucht, Flechten, urwüchsig – die Landschaft ist traumhaft

Touch mit seinem neuen besten Freund Nardo

Touch mit seinem neuen besten Freund Nardo

Ab und zu geht's auch wieder abi

Ab und zu geht’s auch wieder abi

"Uih, da kann man ja durchgucken!"

„Uih, da kann man ja durchgucken!“

Vorsicht, Stufe!

Vorsicht, Stufe!

In der Pause ...

In der Pause …

... scheint auch mal die Sonne

… scheint auch mal die Sonne

Aber dann ...

Aber dann …

... der Schnee. Wir müssen umkehren.

… der Schnee. Wir müssen umkehren.

EInmal Grasen zur Belohnung.

Einmal Grasen zur Belohnung.

 



Aethercircus in Stade – zwei tolle Wochenenden Teil 2

29 05 2016

Am Montag ging es weiter an der Nordseeküste entlang, bei Hagel und Schnee und garstigem Wind. Schließlich erreichen wir unser 4****-Hotel im Seebad Duhnen bei Cuxhaven, und da lockert es doch tatsächlich auf, bis zur Sonne! Ein schöner Empfang. Wir sind in einem äußerst komfortablen Hotel untergekommen, das Zimmer mit Seeblick, einfach ein Traum. Na ja, eigentlich sollte ich Wattblick sagen, denn das Meer ist ja immer nur drei Stunden da. Das Wetter ist in den nächsten drei Tagen trotzdem zu schlecht (was kann man auch Ende April schon erwarten), um etwas zu unternehmen, macht aber nichts, ich habe Abgabetermin und muss eh Tag und Nacht schreiben. Ich bin bald ortsbekannt, weil ich selbst zum Essen noch mit Laptop gehe, Gerald in der Apotheke Koffeintabletten besorgt, und so weiter. Von unserem Zimmerfenster aus haben wir Blick auf das begrünte Vordach, und darauf weiden die Blauen Schafe, Teil einer internationalen Ausstellung. Wir genießen diese Tage in vollen Zügen, mal etwas ganz anderes.

So freundlich werden wir begrüßt - sogar das Meer ist da

So freundlich werden wir begrüßt – sogar das Meer ist da

Wattreiten

Wattreiten

Nein, das ist nicht das Meer - der Abendhimmel spiegelt sich im Watt!

Nein, das ist nicht das Meer – der Abendhimmel spiegelt sich im Watt!

Nach dem Sturm fahren auch die Karren wieder

Nach dem Sturm fahren auch die Karren wieder

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 
Und wir fahren weiter – nach Stade. Zuvor machen wir noch zwei Besuche, wenn wir schon mal „da oben“ sind, und dann sind wir auch schon wieder – nach zwei Jahren – in der Festung Grauerort, dem tollen Ambiente für ein Steampunk-Festival. Wieder gibt es eine Menge auch für uns anzuschauen und zu bestaunen, und wir haben trotz des nicht besonders guten Wetters (zum Glück zeigt sich auch mal die Sonne, aber es ist kaaaaaaalt) ordentlich viel Spaß und gute Laune. Und dann kommen da auch noch Käufer, die unsere Bücher gleich stapelweise mitnehmen. Leider kann ich das Beweisfoto nicht zeigen, weil es mitsamt Handy im Klo gelandet ist. Jedenfalls – das Warten und die Vorfreude haben sich wieder einmal gelohnt! Am Montag fahren wir dann fröhlich und bei absolut freien Straßen in nur sechseinhalb Stunden wieder nach Hause. 10 Tage – so eine Tour machen wir gern wieder.

Das Dampffahrrad fährt perfekt.

Das Dampffahrrad fährt perfekt.

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Elfia Fair in Haarzuilens – zwei tolle Wochenenden Teil 1

29 05 2016
Präsentation Nauraka - Bild von Theo Barkel

Präsentation Nauraka – Foto von Theo Barkel

Neun Stunden haben wir nach Holland gebraucht – drei davon im Stau. Doch kaum sind wir in der tollen Unterkunft bei Anne-Mieke angekommen, und Bier und Essen steht bereit (sooo lecker essen) sind wir schon wieder erholt und bester Dinge und freuen uns auf den Samstag. Das Wetter ist für Ende April ja alles andere als berühmt, aber – es könnte schlimmer sein. Allerdings wenigstens ein bissl wärmer. Was soll’s. Mit Theo fahren wir dann also nach Haarzuilens zu dem Kastell – eine große Anlage, bestehend aus Wasserschloss und Landschloss mit noch größerem Park. Es dürfte gut 200 Aussteller geben – wenn nicht mehr. Kleidung, Accessoires, Bücher, Essen, Trinken, einfach alles, was das Herz begehrt. Man kann sich dumm und dämlich kaufen, und das tun wir auch. Und essen. Und trinken.
Der Stand von Theo ist gegenüber vom Schloss, eine prima Lage, und dahinter, kann man noch weit, weit, weiiiiiiiit laufen. Wir haben in den zwei Tagen nicht alle Stände gesehen, was auch am anstrengenden Wetter lag. Wie man an den Bildern sieht, gab es zwischendurch Sonne, aber auch viel Graupel und Hagel, und es war einfach kaaaalt. Trotzdem wurde auf der großen Bühne heiß aufgespielt, den ganzen Tag bis spät in die Nacht gab es Programm.
Der Verlagsstand ist groß, das Programm wird toll präsentiert. Endlich kann ich die holländische Ausgabe von Nauraka in Händen halten! Und es ist richtig schön geworden. Der Künstler, Marten, ist auch vor Ort, Besucher können sich von ihm Karikaturen anfertigen lassen. Mir schenkt er einen gerahmten Druck von Nauraka mit Signatur. Jippie! Das Bild bringe ich in meinem Büro unter, und wenn ich ein Buchregal wegsprengen muss!
Claudia Christian ist auch da, da Theo ihre Bio „Babylon Confidental“ publiziert; sie ist auf zweimonatiger Europatour und von London hierher geflogen, zusammen mit ihrem Gefährten Bill, der zum ersten Mal so ein Event erlebt. Wie lustig! In den USA gibt’s Cons ohne Ende, doch bei uns lernt er das kennen. Und freut sich wie ein Kind und findet es toll. Die beiden sind ein sehr sympathisches Paar.
Leider geht es beiden aber gesundheitlich nicht gut, sodass wir kein gemeinsames Foto schaffen, denn gleich nach ihrem Panel fahren sie ins Hotel. Aber ein Foto hab ich trotzdem. Und abends sowie am Sonntag haben wir sie im Hotel getroffen und uns ein wenig unterhalten.
Um die 20.000 Besucher kommen auf das Festival, viele auch von England. Die Kostüme sind schlichtweg irre, überraschend wenig Manga, dafür viel Steampunk, und alles aus Film und Büchern, aber auch selbst kreiert – nicht ein Kostüm gleicht dem anderen, und aufwendig sind sie alle. Beispiele finden sich auf der Elfiaseite. Und die Tardis war natürlich auch da. Wir haben an diesen zwei Tagen eine Menge Spaß, die Stimmung ist perfekt, und sind sehr begeistert von dem abwechslungsreichen, fantasievollen und großen Festival und freuen uns schon aufs nächste Mal.

Mehr Märchenschloss geht nicht.

Mehr Märchenschloss geht nicht.

Waldelfe

Waldelfe

Auch die Hunde tragen Kostüm

Auch die Hunde tragen Kostüm

Künstler, Autor, Leser vereint

Künstler, Autor, Leser vereint

Dicke Dinger!

Dicke Dinger!

Dr. Alien

Dr. Alien

Velerii ;-)

Velerii ;-)

Alle Nationen vertreten

Alle Nationen vertreten

Claudia Christian

Claudia Christian

Ein Blick auf den hinteren Bereich

Ein Blick auf den hinteren Bereich

Sonntag morgen mit Highland Rock

Sonntag morgen mit Highland Rock

Sonnenslot

Sonnenslot mit Wikinger

:-)

:-)

Gute Laune am Sonntag

Gute Laune mit Tim am Sonntag

Nur keine Angst ...

Nur keine Angst …

Elfe unterm Kirschbaum

Elfe unterm Kirschbaum

Wächter des Babys

Wächter des Babys

Kuriositätenkabinettistin

Kuriositätenkabinettistin



Ab sofort wieder bei audible: Die Hörbücher!

13 05 2016

Nauraka_Audiobook_klein CD-Cover_Buch01

 

 

 

 

 

Ab sofort können beide Hörbücher wieder bei audible heruntergeladen werden. Die Trilogie gibt es auch als Einzeltitel, das folgt aber erst noch. Selbst zum Kauf-Preis sind die beiden Titel unschlagbar – 8,95 und 9,95!!

16 Stunden und 40,5 Stunden – wer kann da nein sagen?

 

Zum Download Nauraka

Zum Download Waldsee-Trilogie

 

 

 



Eilt: Gerechtigkeit und Pressefreiheit für türkischen Journalisten

20 04 2016

Am Wochenende fliegt Merkel zu ihrem türkischen Freund. Natürlich wird sie ihn weiter beschleimen, wie sie es bisher getan hat, um irgendwie aus der Flüchtlingskrise rauszukommen, genauso wie sie ihm mitsamt der EU noch 6 Milliarden in den Hintern blasen will (er wird für seine Dienste bezahlt, aber Merkel glaubt, sie wäre abhängig von seinem Goodwill), und die hier verlinkte Petition wird sie einen Scheiß interessieren, so wie alles sie einen Scheiß interessiert, solange ihr Sessel schön breit und warm ist – dennoch sollte sie wissen, dass uns die Menschenrechte wichtig sind, die Pressefreiheit, die Demokratie (von der Merkel offenbar, wie sich nach all den Jahren immer mehr herauskristallisiert, am wenigsten Ahnung hat), und eine mit mehr als hunderttausend Unterschriften vollgepackte Petition im Gepäck haben, die auffordert, einen Journalisten, dem lebenslang droht, freizulassen. Denn auf einen fairen Prozess darf man nicht hoffen – die Gerichte in der Türkei haben seine Verurteilung ja sogar abgelehnt, aber das Staatsoberhaupt hat sich damit nicht einverstanden erklärt und sich darüber hinweggesetzt.

Hier geht es zur Petition – die Zeit drängt!



Und es ist eben doch kein Sieg

16 04 2016

Natürlich sind die Meinungen gespalten, sogar deutsche Zeitungen (sic!) halten die Entscheidung Merkels für gut und richtig. Noch einmal: es geht hier nicht um juristische Korrektheit und auch nicht um den Rechtsstaat. Es soweit kommen zu lassen, dass der Staat die Staatsanwaltschaft dazu ermächtigt, gegen einen ihrer Bürger Klage zu erheben, schließt die Trennung von Staat und Recht aus! Noch dazu ist es blanker Hohn zu sagen: „Also dieser Paragraf ist ja wohl total retro, den schaffen wir jetzt ab, den brauchen wir nicht mehr – aber vorher wenden wir ihn übrigens noch mal an!“, das führt doch schon alles ad absurdum! Nein, das ist kein Sieg, das kann kein Sieg sein, ganz im Gegenteil sogar.
Es ist nicht so, dass Erdogan mit dieser Entscheidung gezeigt wird, dass Deutschland ein Rechtsstaat ist, denn er hat ja erreicht, was er wollte: es wird Klage erhoben! Seine Privatklage wäre ja womöglich abgewiesen worden, aber nun wird tatsächlich gerichtlich geklärt, was ein Satiriker sagen darf.
Es spielt dabei überhaupt keine Rolle, ob Böhmermann verurteilt wird oder nicht (und das wird er, daran zweifle ich keine Sekunde), sondern es genügt schon, dass ein ausländisches Staatsoberhaupt sagt: Der in Deutschland darf so nicht über mich reden, klagt ihn an, verbietet ihm den Mund!
Und Deutschland gehorcht.
Ist das nun Fakt oder nicht? Wie kann man das anders auslegen?
Wir mit unseren unterschiedlichen Meinungen darüber werfen uns gegenseitig vor, nicht zu verstehen. Aber was bitte verstehe ich denn daran nicht?

Vielleicht finde ich ja nicht die richtigen Worte. Und ich bin ja auch nicht wirklich betroffen, bin ja Deutsche und keine Journalistin. Aber wie sieht es denn im Ausland aus? Das Ausland schüttelt seinen jeweiligen Kopf über uns. Kann in der Tat nicht verstehen, was Merkel dazu bewogen hat, einen Paragrafen, den sie abschaffen will, zum Schluss noch einmal anzuwenden, ohne dass eine Notwendigkeit dafür bestanden hätte.

Aber gehen wir doch mal dorthin, wo der Verursacher dieses Zwistes sitzt: die Türkei. Was sagen denn die Journalisten dort? Denn genau die sollten die Entscheidung eigentlich richtig verstehen, oder? Die wissen, was daraus entstehen wird.

Und was sagen sie? Die Journalisten sind entsetzt. Sie befürchten, dass von nun an bei ihnen alles noch viel schlimmer wird. Erdogan schafft es, dem Ausland den Mund zu verbieten – nun wird er im Inland überhaupt keine Grenzen mehr kennen. Unter Journalisten schürt die Entscheidung die Sorge vor mehr Unterdrückung.

Wer das aus berufenem Munde von Betroffenen immer noch nicht verstehen kann und weiterhin Merkels Sieg feiert, ganz ehrlich, dem ist nicht mehr zu helfen.

Hier in der Tagesschau eine Kurzreportage.